Niemals aufgeben, es ist ein langer Weg von der Idee zur Gründung und darüber hinaus

FinanzRitter: auf künstlicher Intelligenz basierende digitale Versicherungsmakler

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen FinanzRitter doch kurz vor unseren Lesern vor!
FinanzRitter ist der Erste auf künstlicher Intelligenz basierende digitale Versicherungsmakler mit anonymer Erstempfehlung und deutlichem Mehrwert für den Kunden. Der Kunde erhält mit Hilfe unserer App eine unabhängige Beratung zu seinen Versicherungen, eine digitale Vertragsübersicht, einfache Kontaktmöglichkeiten und schnelle, sowie vereinfachte Hilfe im Schadensfall. Zum Start konzentrieren wir uns auf die Sachversicherungssparte wie z.B. Hausrat- und Haftpflichtversicherungen. Unser Gründerteam besteht aus den 4 Team-Mitgliedern Dipl. Ing. Sebastian Cordes (Softwareentwickler und zuständig für unsere Produktentwicklung),Dipl. Inf. Dominic Siedhoff (Maschinelles Lernen und KI, Doktorand an der TU-Dortmund), Till Sanders (Mediendesigner und Allrounder für webbasierten Technologien) und mir, Florian Kümper (Versicherungsmakler, Organisation und Vertrieb).

Wie ist die Idee zu FinanzRitter entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir sind seit langer Zeit befreundet und kennen uns zum überwiegenden Teil bereits aus der gemeinsamen Schulzeit. Durch unsere unterschiedlichen Werdegänge können wir nahezu alle benötigten Schlüsselpositionen aus dem Gründerteam heraus besetzen.
Unser Gründungsmitglied Florian Kümper ist Inhaber und Gründer der Assekuranz-Kuemper, einem unabhängigen Versicherungsmakler in Iserlohn. Seit Gründung des Maklerbüros steht er für eine individuelle Beratung nach standardisierten Kriterien und Vorgaben der Verbraucherschutzzentralen und der Arbeitsgemeinschaft der Versicherungsvermittler. Seine Kunden erfahren während seiner Beratung welche Versicherungen wirklich in der jeweiligen individuellen Situation wichtig sind und welche nicht. Darüber hinaus können sich seine Kunden sicher sein, immer zum besten Preis- / Leistungsverhältnis am deutschen Markt in den erforderlichen Versicherungssparten abgesichert zu sein. Sie sind also optimal versichert und sparen dabei noch bares Geld.
Unsere Idee war es, dieses Geschäftsmodell zu digitalisieren. Wir wollten eine Lösung erschaffen, die gerade auch den digital-affinen Kunden die Möglichkeit bietet, entgegen der bisherigen Lösungen, eine verständliche, ehrliche und bedarfsgerechte Beratung zu erhalten. Dem Kunden sollte der
Umgang mit seinen Versicherungen erleichtert und die Arbeit des Versicherungsvergleiches abgenommen werden. Wir wollten persönlichen Service inkl. Schadenabwicklung ermöglichen ohne, dass sich die Kunden mit Terminen zur Schadensaufnahme oder Vertragsänderung rumschlagen müssen. Durch standardisierte, situationsbezogene Beratung, sollten die Kunden sich sicher sein, dass sie die für ihre Situation empfohlene Absicherung bekommen – nicht mehr und nicht weniger. Die Kunden sollten nicht – wie bisher – die Katze im Sack kaufen, sondern eine anonyme Beratung und Lösungsvorschläge zur individuellen Situation bekommen. Kurzum: Wir wollten Versicherungen für die Kunden einfach, ehrlich und transparent machen und durch die die fast vollständig automatisierten Vorgänge einen Service bieten, der durch den andernfalls extrem hohen Personalaufwand nahezu unmöglich wäre.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Aus der bloßen Idee ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das ist eine spannende Herausforderung. Es gab viele Dinge, die hierbei beachtet werden mussten. Hierzu zählten unter anderem die Definition unserer Werte und Ausarbeitung unserer Geschäftsphilosophie, die Finanzierung, die rechtlichen Aspekte, die Herausforderungen in der technischen Produktentwicklung, die Aufstellung eines Businessplanes, die Aufnahme von Kooperationen u. v. m. . Da wir noch nicht in den Markt eingetreten sind, wird unsere größte Herausforderung aber der Launch unserer App, an welchem wir derzeit mit Hochdruck arbeiten. Aktuell konnten wir den Startup Entwickler Axel Springer Plug and Play als Early-Stage-Investor gewinnen und nehmen ab dem 05.09.2016 für 100 Tage an dessen Accelerator Programm in Berlin teil. Bis hier hin haben wir uns selbst finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von FinanzRitter?
Grundsätzlich alle digital-affinen Personen, die Ihre Versicherungen in Zukunft digital verwalten wollen. Das werden lt. einer Studie von Bain & Company bis 2020 79% aller Versicherungskunden sein. Zum Start der App konzentrieren wir uns auf die 18-35-Jährigen in Deutschland ansässigen
Kunden.

Wie funktioniert FinanzRitter? Welche Vorteile bietet FinanzRitter?
Wir zielen nicht auf schnelle Bestandsübernahme und den voreiligen Abschluss einer Maklervollmacht ab. Stattdessen beraten wir jeden Kunden individuell, welche Versicherungen er in seiner persönlichen und individuellen Situation tatsächlich benötigt und bieten ihm maßgeschneiderte
Versicherungslösungen an. Dazu suchen wir aus der Vielzahl an Tarifen das für den Kunden optimale Preis-/Leistungsverhältnis heraus. Als Grundlage dienen dabei die Empfehlungen der Verbraucherschutzzentralen und der Arbeitsgemeinschaft der Versicherungsvermittler. Unsere KI-Unterstützte, automatisierte und standardisierte Beratungstechnologiesichert dem Kunden eine gleichbleibend hohe und Verkäufer unabhängige Beratungsqualität. Darüber hinaus sparen wir unseren Kunden so Zeit und Geld, insbesondere im Vergleich mit der klassischen Offline-Variante oder aktuellen App-Modellen. Trotz aller Technik kann der Kunde uns bei Fragen oder schwierigen Fällen natürlich auch persönlich erreichen. Das Beste allerdings ist, dass der Kunde während der Erstempfehlung vollständig anonym bleibt. Er kann also erst einmal testen, was FinanzRitter ihm bietet, ohne persönliche Daten wie Name und Adresse preisgeben zu müssen. Darüber hinaus erhält der Kunde unabhängig von einer weiteren Zusammenarbeit Zugriff auf seine persönliche, digitale Vertragsübersicht per App. Erst wenn er sich dann für unsere Leistung und unseren Service entscheidet, ist es erforderlich, dass er seine persönlichen Daten bekannt gibt und einen Maklerauftrag unterzeichnet. Anschließend erhält der Kunde Zugriff auf unsere vollständige Servicepalette, die von der einfachen Kontaktaufnahme bis hin zur vereinfachten Schadensmeldung per Audiofile, Foto und GPS-Daten- Übermittlung (z.B. bei einem KFZ-Unfall) reicht.

FinanzRitter, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir arbeiten derzeit intensiv an unserem Launch und sind auf der Suche nach weiteren Investoren. Wir wollen den Versicherungsvertrieb verbraucherfreundlich gestalten und den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Unser Ziel ist es, uns in den nächsten 5 Jahren am deutschen Markt als Marke zu etablieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Sprecht mit möglichst vielen über eure Idee, traut euch initiativ auf gestandene Unternehmer zu zugehen und mit Ihnen über eure Idee zu sprechen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man uns sehr gerne, qualitativ hochwertiges, Feedback gegeben hat. Darüber hinaus haben wir auf diese Weise viele wichtige Kontakte gewonnen. Netzwerken ist das Stichwort!
2. Nutzt die Angebote, die euch im Rahmen von Wettbewerben und Wirtschaftsförderungen geboten werden. Die Kontakte und Feedbacks die ihr darüber erhaltet sind unbezahlbar, selbst wenn ihr euch später nicht zu den glücklichen Siegern zählen dürft, habt ihr dennoch viel gewonnen.
3. Niemals aufgeben, es ist ein langer Weg von der Idee zur Gründung und darüber hinaus. Aber es macht Spaß und lohnt sich!

Foto von links nach rechts: Till Sanders (auf dem I-Pad Foto Dipl. Inf. Dominic Siedhoff) Florian Kümper ( auf dem Lap-Top Foto Sebastian Cordes)
Copyright: www.vivianewild.com

Wir bedanken uns bei Florian Kümper für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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