Eine Welt ohne Papierkram

Fileee liefert ein vollständig papierloses Dokumentenmanagement – smart, nutzerfreundlich und sicher.

Stellen Sie sich und das Startup fileee doch kurz unseren Lesern vor.

Ich bin Marius Gerwinn, Co-Founder und CEO von fileee. Gemeinsam mit Arne Osthues und Eike Thies habe ich 2011 ein Startup im Herzen von Münster gegründet. Unsere Idee von damals verfolgen wir bis heute: Papierkram reduzieren. In den letzten Jahren haben wir mit unseren Apps Zettelwirtschaft für Privatpersonen und Unternehmen abgeschafft. In unserem Team aus erfahrenen Gründern, über 30 großartigen Mitarbeitern sowie starken Kooperationspartnern digitalisieren wir sämtliche papierbasierten Prozesse. 

Welche Vision steckt hinter fileee?

Wir stehen für eine Welt ohne Papierkram. Davon gibt es zwar schon jetzt immer weniger – die Arbeit erleichtern digitale Abläufe aber trotzdem nicht immer. Einen Papierprozess einfach digital abzubilden, heißt schließlich noch nicht, dass dieser dann effizienter ist. fileee ist der digitale Assistent für alle wichtigen Dokumente und die Plattform für die papierlose Kommunikation mit Unternehmen, Behörden etc. 

Wie muss man sich das denn genau vorstellen?

Wir digitalisieren die klassische Dokumentenablage mit unserer vollständig integrierten Lösung für die Arbeit mit und den Austausch von Dokumenten und Informationen. Benutzer erhalten und versenden Dokumente schnell und sicher. Zudem werden Dokumente mit Hilfe von KI sortiert und vollständig automatisiert abgelegt. Damit sparen die Nutzer viel Zeit.

Wo liegen die Vorteile von filee? 

fileee und jede einzelne seiner Funktionalitäten müssen ein Kundenproblem lösen. Das beginnt mit einer guten UI/UX. Ähnlich wie damals Apple im Vergleich zu anderen Betriebssystemen arbeiten wir stetig an Lösungen mit einer schönen, benutzerfreundlichen Oberfläche und einer vollständigen, smarten User Experience. 

Darüber hinaus ist fileee plattformübergreifend, sodass man das eigene Konto auf allen Endgeräten nutzen und mit anderen, unabhängig von deren Endgerät, zusammenarbeiten kann. Außerdem bieten wir offene Schnittstellen für andere Dienste, um zum Beispiel Dokumente aus Google Drive zu importieren.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?

Zum einen ist natürlich die Finanzierung eine Herausforderung. Dazu gehört es, ständig vor neuen Leuten sein Produkt zu pitchen. Auf einem dieser Pitches lernten wir das Unternehmen ITyX kennen, einen Kölner Mittelständler, der als strategischer Partner und Anteilseigner bei uns eingestiegen ist. Zum anderen ist eine weitere Herausforderung, kontinuierlich an den zukünftigen Möglichkeiten zu feilen, um die für die potentiellen Kunden relevanten Use-Cases abzudecken. 

Wie hat fileee von TechBoost, dem Startup-Programm der Telekom, profitiert? 

Durch das Guthaben für die Open Telekom Cloud und das große, professionelle und enge Netzwerk. Zusammen mit dem TechBoost-Team konnten wir auf einigen Messen, sowohl vor Ort als auch digital, neue Kontakte knüpfen. Das Förderprogramm bildet eine optimale Schnittstelle bei der Kontaktaufnahme zwischen Unternehmen und Startups. Im Rahmen sogenannter Innovationsworkshop durften wir unsere Ideen Vorständen und Entscheidern aus Unternehmen unserer Zielgruppe vorstellen. Das lief gut und mit einem dieser Unternehmen gehen wir aktuell in die Pilotierung. So haben wir dank TechBoost unseren Kundenkreis erweitert.

Ein paar Sätze zur aktuellen Situation: Corona hat die Art wie wir arbeiten verändert. Wie hat sich das für Sie und Ihre Kollegen bemerkbar gemacht?

In der Zusammenarbeit kaum. Papierlos, digital und smart sind schließlich nicht nur Attribute, die wir vermitteln, sondern auch selbst leben. Der Umstieg aufs Homeoffice war kein Problem, da bereits vorher jedem Mitarbeiter freistand, von wo er oder sie arbeitet. Mit Kolleginnen und Kollegen im Ausland fanden schon vorher Videokonferenzen statt. Da mussten wir uns nicht groß umgewöhnen. Und natürlich nutzen wir unsere eigene Lösung auch intern. Wir sind von der Gründung an ein komplett digitales und papierloses Büro.

Was natürlich einen starken Einschnitt bedeutet, ist der Ausfall vieler Messen, wie zum Beispiel der regionalen Events der Digital X. Hier führen wir sonst interessante Gespräche und haben als junges Unternehmen die Chance, Menschen von unseren Lösungen zu begeistern.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir können definitiv eine verstärkte Nachfrage nach unseren Lösungen verbuchen. Privatpersonen und Unternehmen stehen der Digitalisierung deutlich offener gegenüber als noch Anfang des Jahres. Wir stellen zudem fest, dass viele große Unternehmen stärker auf die Digitalisierung ihrer Prozesse setzen. Dabei sind sie generell offener für Gespräche, handlungsbereiter und schneller. Auf die lange Sicht wird das sowohl fileee als auch vielen anderen Tech-Startups helfen.

Wo geht der Weg für fileee hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Fünf Jahre sind eine ziemlich lange Zeit. Fangen wir mit ein bis zwei Jahren an. Unser nächstes Ziel ist, die 1.000.000 Nutzer-Marke auf unserer Plattform zu knacken. Hierfür stellen wir derzeit die richtigen Weichen. Unsere vier Core-Values Simple, Secure, Smart, Sustainable werden wir dabei konsequent weiter ausbauen, um dem Nutzer stets die beste Lösung zu bieten.

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Machen ist wie wollen, nur krasser!

Such Dir Mitgründer, ein Team, und achte auf einen guten Ausgleich!

Pitche und netzwerke was das Zeug hält!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Marius Gerwinn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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