Samstag, September 18, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

FightBack gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die globale Transformation hin zu einer gesunden und nachhaltigen Zukunft zu beschleunigen

Stellen Sie sich und das Startup FightBack doch kurz unseren Lesern vor!

FightBack ist eine gemeinnützige Organisation und ein internationales Netzwerk, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die globale Transformation hin zu einer gesunden und nachhaltigen Zukunft zu beschleunigen. Hierfür werden weltweit Synergien und Kollaborationen zwischen Entscheidungsträger:innen, Unternehmer:innen und Vordenker:innen gefördert.

Die Plattform habe ich ursprünglich zusammen mit Felix Staeritz ins Leben gerufen und ist mittlerweile auf über 300 ausgewählte Mitglieder herangewachsen. Zu unseren Gründungsmitgliedern, Beirat und Unterstützern zählen unter anderem Daniel Krauss (Co-Founder, Flixbus), Markus Fuhrmann (Co-Founder, Delivery Hero), Brigitte Mohn (Vorstand, Bertelsmann Stiftung), Dr. Ralf Belusa (CDO, Hapag-Lloyd), Monika Rimmele (Head of Digital Transformation, Siemens Healthineers), Alain Uyttenhoven (ehem. Präsident Toyota), Dr. Andreas Rickert (CEO & Founder, Phineo), Christian Rebernik (Co-Founder, Tomorrow’s Education), Catherine Bischoff (CRO, Factory), Anne Berner (ehem. Finnische Ministerin, Board SEB) uvm.

Mit FightBack schaffen wir einen Ort, an dem ein branchenübergreifender, lösungsorientierter Austausch zwischen Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft und Politik, Entrepreneur:innen, Investor:innen, NGOs und Akademiker:innen gefördert wird. Es geht um Zusammenarbeit, Wissenstransfer, Best Practices und Ideen, die über den eigenen Tellerrand hinausgehen, sodass ganz neue Impulse zur Erreichung unserer globalen Klima- und Gesundheitsziele gesetzt werden können. Wir wollen hier neue “Entrepreneurial Task Forces” und Allianzen ins Leben rufen die nachhaltige Schritte setzen. Wie ist das möglich? Indem unsere Mitglieder in erster Linie als Privatperson agieren und in monatlichen, kuratierten Formaten proaktiv aufeinander zugehen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Was mir persönlich gefehlt hat, war ein „trusted place“ – eine neutrale Plattform, die interdisziplinären Austausch fördert und Entscheider:innen aus allen relevanten Bereichen zusammenbringt, um sich auszutauschen und wirklich etwas voran zu bringen. Wir haben heute das Jahr 2021, uns läuft buchstäblich die Zeit weg, um für unseren Planeten und unsere Zukunft zu kämpfen. Es braucht einfach mehr Multiplikatoreffekte mit den richtigen Personen an einem Tisch.

Warum ein Unternehmen? Unternehmertum lag uns als Initiatoren schon immer im Blut, hier fühlen wir uns zuhause. FightBack wurde über die letzten Jahre als reine Marke aufgebaut, durch das rasante Wachstum und die steigende Nachfrage brauchte es jetzt aber sein eigenes Vehikel. Entsprechend haben wir uns für eine gemeinnützige GmbH entschieden, auch um hier ganz klar zu zeigen, dass es uns nicht um Profit geht, sondern um nachhaltige Veränderung auf gesellschaftlicher Ebene.

Welche Vision steckt hinter FightBack?

Ich war selbst live dabei als 2017/2018 der Day Zero in Kapstadt mit einem Countdown von 30 Tagen ausgerufen wurde, der Tag an dem die Wasserreservoirs aufgebraucht und die Wasserhähne im gesamten Stadtgebiet abgedreht werden sollten. Es war eine absolute Krisensituation. Plötzlich hat man versucht in letzter Minute Entsalzungsanlagen zu bauen, mit noch unausgereiften Innovationen Wasser aus der Luft einzufangen, neue Gesetze im Eilverfahren zu verabschieden und die Bevölkerung stark in ihrem Verhalten einzuschränken. Es waren alles ziemliche Verzweiflungstaten, da man sich nicht rechtzeitig mit der Problematik beschäftigt und die notwendigen Schritte in die Wege geleitet hatte. Hätte es nicht in letzter Minute angefangen mitten in der Trockenzeit zu regnen wäre die Katastrophe perfekt gewesen. Das war der Moment wo ich selbst anpacken und rechtzeitig Veränderung auf den Weg bringen wollte. 

Mit FightBack möchten wir unseren Beitrag leisten heute in Aktion zu treten, den Klimawandel zu stoppen, unsere globalen Klimaziele für 2030, 2040 und 2050 Wirklichkeit werden zu lassen und die Gesundheitssysteme zukunftsfähig zu machen. Zusammen möchten wir systemische Herausforderungen identifizieren und dabei alte Gewohnheiten und mentale Schranken durchbrechen, damit wir Dinge neu denken können. Wichtig ist hier, dass wir proaktiv an die Herausforderungen herangehen, dass wir uns auf eine positive Zukunft freuen und mit unseren Lösungen in diesen Themenbereichen zu einem bestmöglichen Lebensstandard beitragen möchten. Wir hoffen, dass dieser Funke auf andere überspringt. Für FightBack selbst heißt das in den kommenden Jahren stark zu wachsen und sich zu einer eigenen, globalen Stiftung weiter zu entwickeln.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

FightBack wurde bislang durch private Gelder finanziert und durch viel ehrenamtliche Tätigkeit aufgebaut, ohne die es gar nicht möglich gewesen wäre. Beide Elemente werden natürlich auch zukünftig eine Rolle spielen, doch jetzt haben wir eine Größe erreicht, um auch mit etablierten Stiftungen und Unternehmen auf Projekt- und Spendenbasis zusammen zu arbeiten. Ebenso werden noch in diesem Jahr Mitgliedsbeiträge eingeführt, die eine zukunftsfähige Finanzierung gewährleisten sollen.

Inhaltlich hat sich in den letzten Jahren viel verändert, während zu Beginn noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden musste, geht es heute um das „wie“. Synergien zu identifizieren und zu heben hängt viel von den einzelnen Personen ab, mit denen man interagiert. Deshalb legen wir großen Wert auf die richtige Auswahl unserer Mitglieder, deren Motivation, was sie einbringen können und wie man sie bestmöglich bei ihren Herausforderungen unterstützen kann.

Wer ist die Zielgruppe von FightBack?

Mit FightBack möchten wir Entscheidungsträger:innen und Innovator:innen aus Wirtschaft, Industrie und Politik erreichen – das sind vor allem CEOs, Vorstände, erfolgreiche Gründer:innen und Investor:innen sein. Der Fokus liegt hier vor allem auf Personen mit Entscheidungsbefugnis, die ein Interesse an ökologischen, nachhaltigen und gesundheitlichen Angelegenheiten haben. Gleiches gilt für NGOs mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, Gesundheit, Innovation und Führungskräfteentwicklung. Für ausgewählte Start- und Scale-ups haben wir das INNO\VATORS Programm ins Leben gerufen, wodurch 250 Entrepreneure Zugang zum Netzwerk erhalten und gefördert werden.

Wie funktioniert FightBack? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

FightBack unterscheidet sich vor allem durch drei Aspekte: Wir sind international, branchenübergreifend und interagieren in erster Linie auf persönlicher und nicht auf Organisationsebene.

Um den Unterschied herauszustellen: Es gibt bereits zahlreiche Organisationen, die in sehr bestimmten Nischen, Regionen oder in Richtung ganz klar festgelegter Unternehmensziele agieren. Andere Organisationen fordern und fördern Nachhaltigkeits-Pledges von Unternehmen und unterstützen dabei, deren Nachhaltigkeits-Roadmaps zu definieren, wieder andere versuchen auf rein politischer Ebene Bewegung ins Spiel zu bringen. Wir hingegen konzentrieren uns auf die einzelnen Personen dahinter, unsere Mitglieder. Und wir unterstützen Führungskräfte, Unternehmer:innen und Investor:innen, die Entscheidungen in Bezug auf die globale Transformation innerhalb und außerhalb ihrer Organisationen treffen. Wir befähigen diejenigen, die neuartige Lösungen entwickeln und umsetzen, um unsere globalen Ziele für 2030 bis 2050 zu erreichen.

Und wir setzen nicht auf Konzepte oder theoretische Modelle, sondern auf das Zusammenbringen brillanter Köpfe und Macher:innen auf kuratierten, regelmäßigen Veranstaltungen, bei Workshops, gezieltem Matchmaking, sowie auf unserer Community-Plattform, um sich gegenseitig zu unterstützen, neue Synergien zu nutzen und zeitnah Umsetzungsmöglichkeiten zu realisieren. 

Wir sehen uns hier nicht in einer Konkurrenz-Position, da es aktuell keine Plattform gibt, die den Austausch zwischen verschiedenen Branchen-Expert:innen derart fördert. Hingegen freuen wir uns über jede neue Partnerschaft mit anderen Organisationen, die sich auf ihre Gebiete spezialisiert haben, sodass man sich auch hier gegenseitig inspirieren und neue gemeinsame Wege gehen kann.

FightBack, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das hängt ganz stark mit unserer Vision zusammen. Wir möchten, dass die Community weiter wächst, die Mitglieder sich weiterbilden, neue Fähigkeiten aufnehmen und umsetzen können und stetig neue Allianzen bilden. Es sollen zukünftig auch eigene Projekte mit unseren Mitgliedern entwickelt werden, um hier noch enger zu unterstützen. FightBack soll in den kommenden Jahren selbst zu einer Stiftung heranwachsen die nicht nur strukturell, sondern auch finanziell unterstützen kann. 

In fünf Jahren haben wir hoffentlich maßgeblich zu einer nachhaltigeren und gesünderen Zukunft beigetragen, indem wir industrieübergreifend und international Ressourcen, Fähigkeiten und Expertise vernetzt haben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Mein wichtigster Tipp ist ganz klar ein positives Durchhaltevermögen. Etwas Neues aufzubauen gleicht immer einer Achterbahnfahrt, gerade wenn man große Visionen hat. 

Dazu gehört auch, nicht davor zurück zu schrecken nach Unterstützung zu fragen: Es gibt viele Menschen da draußen, die euch bereitwillig mit ihrer Expertise unterstützen möchten.

Mein dritter Tipp ist: Setzt den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge und lasst euch nicht von allerlei Meinungen links und rechts von euch ablenken – habt euer Ziel fest im Auge.

Wir bedanken uns bei Tim Thonhauser-Röhrich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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