Fempreneur Summit: Believe in yourself and do it your own way

Fempreneur Summit 9 Juni in Berlin: The inspiring Event for Female Entrepreneurs in Europe

Stephan stell dich doch kurz unseren Lesern vor!
Berater, Fintech-Influencer, Investor, Netzwerker, Advisor, Startup-Experte, Coach, Entrepreneur oder einfach nur ein geschätzter Geschäftspartner. Genauso wie ich mich für viele Themen interessiere, bin ich entsprechend auch in unterschiedlichen Bereichen tätig. Daher gibt es nicht die EINE erklärende Berufsbezeichnung. Um es kurz zu machen: Seit 2013 bin ich im Investmentgeschäft aktiv und interessiere mich vor allem für Business-Modelle von Kapitalbeteiligungsgesellschaften und großen Technologie-Firmen, weltweit. Durch die Einblicke in eigene und externe Projekte sowie durch die vielen Auslandsaufenthalte verschaffte ich mir sehr schnell ein fachliches Grundverständnis der globalen Möglichkeiten und bin seitdem auch stiller Partner ausländischer Unternehmen. Im November letzten Jahres veranstaltete ich unter anderem eine Konferenz in Berlin, wo auch Maxi als Speakerin agierte. 2016 beschlossen wir dann gemeinsam den Fempreneur Summit zu veranstalten.

Maxi stell dich doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin die Gründerin des digitalen Magazins Fempreneur www.fempreneur.de und habe damit seit Anfang 2015 das erste deutschsprachige Magazin, dass sich an Female Entrepreneurs, selbstständige und gründungsinteressierte Frauen richtet. Dadurch konnte ich meine zwei Herzensthemen „Female Empowerment“ und „Entrepreneurship“ vereinen. In diesem Jahr sind dann noch zwei weitere Projekte hinzugekommen, zum einen das Female Founders Book www.femalefoundersbook.com in Zusammenarbeit mit Val Racheeva, Gründerin von Wefound.org, und zum anderen das am 9 Juni in Berlin stattfindende Event Fempreneur Summit www.fempreneur-summit.com in Zusammenarbeit mit Stephan Baasch.

Maxi , warum gibt es aus deiner Sicht so wenig Gründerinnen?
Das ist natürlich zum einen historisch gewachsen. Dass Frauen wirklich per Gesetz gleichberechtigt sind und ohne Erlaubnis des Mannes arbeiten dürfen, ist eben noch nicht einmal 40 Jahre her. Erst seit 1977 dürfen Frauen ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes arbeiten gehen. Und bis 1962 durften Frauen ohne Zustimmung des Mannes kein eigenes Bankkonto eröffnen. Erst nach 1969 wurde eine verheiratete Frau als geschäftsfähig
angesehen.Zuvor war entsprechend die Businesswelt reine Männerdomäne, die Zeit der Old Boys Clubs (und ist es teils noch heute: https://www.washingtonpost.com/news/on-leadership/wp/2013/09/25/corporate-boardrooms-arestill-old-boys-clubs/. Da als Frau reinzukommen war und ist schwierig und das zeigt auch der Blick auf die Zahlen: Laut Statista betrug 2015 der Frauenanteil in Führungspositionen bei Unternehmen ab 10.000 Mitarbeitern 15,8 Prozent. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/182510/umfrage/frauenanteil-in-fuehrungspositionen-nachunternehmensgroesse/ Innerhalb der Gen Y ist die Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen aber wesentlich vorurteilsfreier und toleranter. Gleichberechtigung bedeutet aber eben nicht sofort Gleichverteilung von Männern und Frauen in den Branchen, Führungspositionen bzw. Gründerlandschaft. Das liegt meiner Meinung einfach daran, dass Wandel und Veränderung einfach seine Zeit braucht und gerade auch die eher risikoaversen und sicherheitsorientierten Deutschen gerne auf bewährte Strukturen vertrauen und Neues nur langsam zulassen. Auch Frauen in gleiche Positionen zu bringen ist eine Frage von Wandel. Und schließlich spielt die Sozialisierung ein wichtige Rolle. Welche Geschlechterbilder haben wir vermittelt bekommen oder auch unbewusst miterlebt?! Gen Y wurde durchaus noch stereotyper erzogen, Barbie und rosa für Mädchen, Autos und blau für Jungs. Auch Technik und Wissenschaft wurde eher als Jungsding gesehen und entsprechend wurde weniger Mädchen an dieses Thema herangeführt bzw. begeistert. Das rächt sich jetzt natürlich. Doch das schöne ist, dass bereits die Pioniere unserer Zeit dieses Problem erkannt haben und es mittlerweile tolle Initiativen gibt, bereits an Kinder und Jugendliche heranzutreten und Jungs und Mädchen die Themen IT, Tech und Coding, aber auch Gründen als interessante Optionen aufzuzeigen, wie z.B. StartupTeens oder GirlswhoCode. Es gibt also durchaus Hoffnung. Doch was kann man jetzt machen? Meine Antwort: Empowerment! Meiner Meinung nach ist es so wichtig, Menschen zu inspirieren, sich über ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten bewusst zu werden und sich ganz auf diese konzentrieren. Denn genau das gibt das nötige Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, das es für eine Unternehmensgründung braucht. Und das fehlt leider noch vielen Frauen. Und mir selbst ging es genauso (und geht es auch natürlich auch heute so manches mal noch, aber es wird besser^^), weshalb ich gemerkt habe, wie wichtig bspw. Vorbilder auch sind, die einen inspirieren. Deshalb gibt es auch Fempreneur, das Female Founders Buch und den Fempreneur Summit. Alles Kanäle, um die Potenziale der Frauen zu fördern und sie zum Gründen zu ermutigen. Denn Selbstständigkeit bedeutet für mich die Möglichkeit zur größtmöglichen Selbstbestimmung und Unabhängigkeit.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen ein Event für Frauen auf die Beine zu stellen?
Wir haben beide letztes Jahr unabhängig voneinander diverse Events veranstaltet. 2015 gab es zum einen die Fempreneur Meetups sowie Business-Workshops in Zusammenarbeit mit tollen Speakern. Stephan hat mit der „Transatlantic Alliance“ selbst ein Eventformat mit den Topics: International Finance, Technology & Entrepreneurship 2015 gestartet, auf der wiederum Maxi im Rahmen eines Panels vertreten war. Dort haben wir uns kennen gelernt und haben uns aufgrund gemeinsamer Interessen und der Freude an der Eventorganisation dazu entschieden, für ein großformatiges Event als Partner der Berlin Web Week, zusammenzuarbeiten. Der Fempreneur Summit ist letztlich eine Weiterentwicklung der Offline-Events, die Maxi letztes Jahr bereits ins Leben gerufen hat. Zusammen mit Stephan entwickelten sich dann weiteren Ideen, dieses Event in einem noch größeren Format zu organisieren und zu veranstalten.

Warum habt Ihr Berlin als Veranstaltungsstadt gewählt?
Berlin ist DIE Startup-Stadt in Deutschland und auch europaweit bzw. international mittlerweile als solche anerkannt. Entsprechend gibt es hier ein starkes Gründer/innen-Netzwerk und in enger Kooperation mit Berlin Partners, Veranstalter der Berlin Web Week www.berlinwebweek.de , haben wie eine starke Basis in Berlin. Zudem ist Berlin für alle, die von außerhalb anreisen, auch immer eine Reise wert. Ich selbst habe mich, bevor ich nach Berlin gezogen bin, hier immer inspiriert gefühlt durch diesen ganz speziellen kreativen Spirit in der Stadt.

Welche strategischen Partner habt ihr mit ins Boot genommen?
Wie bereits erwähnt arbeiten wir eng mit Berlin Partners und den Organisatoren der Berlin Web Week zusammen. Und um den Fempreneur Summit auch den Lesern anderer Startup Magazine zu erreichen, haben wir zudem Medienpartnerschaften, die auch auf unserer Seite gelistet sind. Darüber hinaus arbeiten wir auch eng mit unserem Ticketing-Partner Eventbrite zusammen, um auf den Fempreneur Summit aufmerksam zu machen.

Was wird die Besucher auf dem Fempreneuer Summit erwarten?
Auf dem Fempreneur Summit geben wir Einblicke in unterschiedlichste Themen; Crowdfunding, Storytelling, Passion Business, Mind-Set, Blogging, Food-Startup, Accelerator, Inkubator, Solopreneurship u.v.m. Ziel ist es durch eine Vielfalt an Keynotes den Teilnehmerinnen Ideen für die eigenen nächsten Business-Steps zu geben. Unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Geschäftsmodelle und Startup-Ansätze sollen Inspiration zum eignen Weg geben, ganz nach unserem Event-Motto: „Believe in yourself & do it your own way!“

Welche Sprecher konntet Ihr für das Fempreneur Summit gewinnen?
Folgende Speaker werden ihre Erfahrung und ihr Wissen auf dem Fempreneur Summit mit den Besuchern teilen:

Felicia Mutterer, Gründerin von Straight
Masoud Kamali, Gründer von WestTech Ventures
Milena Glimbovski, Gründerin von Original Unverpackt
Tanja Bogumil, Gründerin von Kisura
Val Racheeva, Gründerin von Wefound.org
Jenny Boldt, Gründerin von Mealy
Franziska Schmid, Gründerin von Veggie Love
Kaja Otto, Business-Coach
Brigitte & Ehrenfried Conta-Gromberg, Autoren von Smart Business Concepts

Hier geht’s zum Programm: http://fempreneur-summit.com/program/

Wer ist die Zielgruppe für Fempreuneur Summit?
Der Fempreneur Summit ist ein Event, dass diverse Themen rund um Gründung, Startups und Entrepreneurship aufgreift, und damit insbesondere der Zielgruppe der Frauen, die bereits selbstständig sind oder sich für den Gründungsweg interessieren, anzusprechen. Willkommen sind aber alle, die sich für unsere inhaltlichen Themen interessieren, egal ob Mann oder Frau.

Wo und wie kommt man an Tickets?
Tickets gibt es über Eventbrite hier: https://www.eventbrite.de/e/fempreneur-summit-registration24189551600

Zum Schluss welche Tipps würdet Ihr angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Ganz am Anfang ist es am wichtigsten überhaupt ins Tun zu geben. Da sollte man nicht zu viel Planen, sondern einfach Starten, auch wenn man sich vielleicht noch nicht 100% bereit fühlt. Aber das wird man sicher nie tun. Gründen ist Risiko. Aber das macht es auch spannend. Denn wenn man sich von seinem Perfektionismus lösen kann, sich auf diesen Weg einlässt, Chancen ergreift, auf sich vertraut, Fehler macht und dann daraus lernt, kann man nicht nur stolz auf eine große Lernkurve zurückblicken, sondern auch erfolgreich ein Business aufbauen.

Wir bedanken uns bei Maxi Knust und Stephan Baasch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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