Resilienz, also Durchhaltevermögen ist in jedem Fall wichtig

FEMNA Health kombiniert traditionelles Kräuterwissen mit moderner Forschung

Stellen Sie sich und das Startup FEMNA Health doch kurz unseren Lesern vor
Mein Name ist Maxie Matthiessen, 34 Jahre, Mama von zwei süßen kleinen Zwillingen und Seriengründerin im Female Health space. Bei FEMNA Health kombinieren wir traditionelles Kräuterwissen mit moderner Forschung und haben natürliche Rezepturen für Frauen entwickelt, von PMS, Periode bis hin zu den Wechseljahren. Die meisten “Frauenprobleme” sind auf ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt zurückzuführen. Und da setzen wir an – aber nicht mit Chemie, sondern mit Hilfe der Natur.

Unsere Vision ist es, irgendwann eine all-in-one Lösung für Frauen im Bereich der Naturmedizin zu bieten

FEMNA Lab testet die Hormone, FEMNA Consult analysiert und berät, FEMNA Shop hat passende Produkte, die helfen, wenn der Hormonhaushalt unausgeglichen ist.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Wie jedes meiner Unternehmensideen, ist dies auch wieder auf meine eigenen pain-points zurückzuführen. Vor FEMNA habe ich Ruby Cup gegründet, eine bessere und gesündere Alternative zum Tampon. Damals noch unsexy und als “hippie Produkt” verschrien, ist die Menstruationstasse inzwischen im Mainstream angekommen und Rossman, dm, Procter & Gamble und co produzieren Eigenmarken. Damals war ich unzufrieden mit Tampons und entdeckte das Produkt für mich, und wollte es unbedingt auf den deutschen Markt bringen.

Bei FEMNA ist es mir ähnlich ergangen, was macht Frau denn schon gegen Periodenschmerzen? Aspirin oder Ibu zu sich nehmen und das wars. Wir bekamen bei Ruby Cup häufig anfragen, was man denn auf natürlicher Basis gegen seine Periodenschmerzen tun kann. Und mir persönlich war es auch nicht geheuer, jeden Monat 5 Ibus einzuschmeißen, um schmerzfrei durch den Alltag zu kommen. Also bin ich tief in das Thema Naturmedizin eingestiegen. Und was ich fand war altbacken, Kräuterhexig und absolut unsexy. Und! Alles offline. Die Online Shops so kompliziert, dass ich nichts bestellen konnte.

Das wollte ich ändern und Frauen einen einfachen Zugang zu schönen natürlichen Produkten bieten, ohne viel zu recherchieren, zu suchen oder Kräuter Apotheken zu finden, die eventuell 2 Autostunden entfernt liegen.

Was war bei der Gründung Ihres Startup Unternehmens die größte Herausforderung?
Erstmal mussten wir die unterschiedlichen Phasen im Leben der Frau definieren. Wo fängt man an, wo hört man auf? Und dann mussten wir kompetente Experten ausfindig machen, die sich mit dem Thema natural female health auskannten und Lust hatten, mit uns zusammen natürliche Rezepturen zu entwickeln, die funktional sind und gleichzeitig gut schmecken. Gleichzeitig ist die Health Claims Verordnung natürlich in der Kommunikation eine Herausforderung.

Gab es jemals einen Punkt, an dem Sie dachten, ich schaffe das nicht?
Naja, als Gründerin ist man schon sehr belastbar und hat Durchhaltevermögen. Anfänglich mussten wir Investoren von unserer Idee überzeugen. Ich habe natürlich eine gewissen Vorsprung durch meinen Erfahrung bei Ruby Cup in derselben Branche, trotzdem bekamen wir zu hören, dass das Thema zu nischig ist. Obwohl Nischen doch super sind. Jeder kann mainstream, da ist ein harter Preiskampf. Bei Nischen stimmen die Margen, da ist weniger Konkurrenz und Nischen können riesig sein. Aber erkläre mal 10 Männern wie nervig Regelschmerzen oder PMS sind. Von Letzterem haben die meisten in der VC Welt noch nicht mal was gehört.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit der Gründung entwickelt?
Wir wachsen gesund und stetig.

Muss man mit seinen Aufgaben wachsen?
Auf jeden Fall. In meinem Falle, als ich Schwanger mit Zwillingen während unsere Fundraising Zeit war. Oder auch jetzt. Wir müssen wachsen und das auch schnell, gleichzeitig habe ich zwei kleine Babies Zuhause. Aber man wächst mit seinen Aufgaben und mir bringt die Abwechslung ehrlich gesagt auch spaß (lacht).

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Auf jeden Fall. Unser Shop war ganz rudimentär, unsere Produkte nur dummies und bei den ersten Bestellungen sind wir in die Apotheke und haben uns die Mischungen machen lassen, umgefüllt und verschickt. Einfach, um erst einmal den Markt zu testen. Ich habe folgenden Satz immer im Hinterkopf: “If you are not afraid of your first MVP, you have launched too late” und gleichzeitig “done is better than perfect”. Diese Sätze helfen, seine Scheu zu überwinden und seine Designansprüche auch. Facebook, Amazon und co sind ja auch keine Schönheiten und das hält sie nicht vom Erfolg ab.

Wer ist die Zielgruppe von FEMNA?
Ganz klar Frauen von 25-55, die Wert legen auf bewusste Ernährung und ihre Gesundheit.

Wie funktioniert FEMNA? Wo liegen die Vorteile?
Wir bieten Frauen Natur anstelle von Chemie und die Resultate sprechen für sich.

FEMNA wo geht der Weg hin, wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Ich möchte gerne mehr verstehen über die Welt der Hormone, ein noch sehr unerforschtes Thema. Da ruft wohl mein Familiengen, denn ich stamme aus einer Medizinerfamilie. Außerdem, wie schon gesagt, das FEMNA lab und FEMNA consult launchen. Und dann natürlich unser Moms for Moms weiterentwickeln, um die Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern zu reduzieren.

Also es gibt viel zu tun .

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Resilienz, also Durchhaltevermögen ist in jedem Fall wichtig, um Durststrecken zu überwinden und sich nicht vom Weg abbringen lassen. Falls einem Zweifel kommen, sich mit anderen vernetzen, reden und Ratschlag einholen. Das hilft meistens weiter.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Maxie Matthiessen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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