Sei kritisch zu dir selbst!

FANCIQ – ist der erste Marktplatz für die Semester und – Abschlusskollektionen von Jungdesignern

Stellen Sie sich und das Startup FANCIQ doch kurz unseren Lesern vor!
FANCIQ – ist der erste Marktplatz für die Semester und – Abschlusskollektionen von Jungdesignern.

Wie ist die Idee zu FANCIQ entstanden?
Seit meiner Kindheit fühle ich mich zur Modewelt hingezogen. Ich bin selbst keine Modedesignerin, aber ich liebe es einzigartige und außergewöhnliche Modeartikel zu tragen. Seit längerer Zeit beobachte ich die Entwicklung der Fashion-Industrie. Die Tatsache, dass die Modebranche – nach der Ölindustrie – mittlerweile den 2. Platz der umweltunfreundlichsten Branchen einnimmt, hat mein Kaufverhalten geändert und motiviert mich meinen Teil zu einem Umdenken in diesem Bereich beizutragen. Gleichzeitig habe ich durch meine Freundschaft mit einer sehr talentierten Modedesignerin in Hannover erfahren, dass schöne, handgefertigte und zugleich zeitlose Einzelstücke aus den Abschlusskollektionen der Modeschule-Absolventen entweder im Schrank verschwinden oder ungesehen im Fundus der Modeschulen verbleiben. So entstand die Idee von FANCIQ, mit der ich eine nachhaltige Alternative zur Fast Fashion anbiete.

Welche Vision steckt hinter FANCIQ?
FANCIQ soll eine weltweit zugängliche Alternative zu der konventionellen Mode werden, die nicht von den kurzlebigen Trends bestimmt ist. FANCIQ soll wieder die Sehnsucht nach hochwertiger und zeitloser Designermode wecken und die Individualität und Vielfalt hervorheben.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größten Herausforderungen für mich waren die technischen Prozesse, um die erste Version der Plattform online zu stellen. Um die Plattform ohne große finanzielle Mittel und in kurzer Zeit ins Leben zu rufen, eignete ich mir u.a. Kenntnisse aus dem Bereich Webdesign an. Parallel dazu war es mir sehr wichtig die ersten Designer zum Mitmachen zu motivieren sowie die ersten Presseberichte zu generieren. Bei FANCIQ ist es mir wichtig meine Unabhängigkeit und Kreativität zu erhalten, deswegen habe ich die Finanzierung ohne Investoren aus eigenen Mitteln realisiert.

FANCIQ: Semester und - Abschlusskollektionen von Jungdesignern
Die Einzelstücke sind von dem Label Insaint. Die Modells sind: Laura Göcht, Manuel Hatake Foto/ Fotograf/ Bildquelle von Lisa Schucht

Wer ist die Zielgruppe von FANCIQ?
Die Zielgruppe von FANCIQ sind modeinteressierte Menschen, die nach einzigartigen Designs suchen. Von unseren ersten Kunden wissen wir, dass ihnen die negativen Folgen der Fast Fashion bewusst sind und sie generell Kaufentscheidungen mit mehr Bedacht treffen. Sie schätzen die Arbeit der Designer und die Individualität ihrer Werke. Unsere Kunden sind in ihrem Modestil selbstbewusster, als die breite Masse. Die Materialauswahl und -herkunft sind für sie genauso wichtige Faktoren wie die Nachhaltigkeit der Modeartikel.

Wie kommen die Designer auf die Webseite? Wie werden sie ausgewählt?
Die Designer können sich einfach auf FANCIQ anmelden und ein Designer-Konto erhalten. Für die Auswahl der Designs verwenden wir folgende fünf Kriterien: das Design muss tragbar sein; gute Qualität des Stoffes; der Artikel muss ein Einzelstück aus einer Abschluss- oder Semesterkollektion sein; der Artikel sollte Emotionen wecken und ein Alleinstellungsmerkmal haben. Wir geben die Geschichte, die hinter der Entstehung der Kollektion steht, an die Besucher von FANCIQ weiter.

Wie ist das Feedback?
Wir erhalten einerseits viel positives Feedback sowohl von den Jungdesignern und Dozenten der Modeschulen als auch von unseren ersten Kunden. Für die Designer ist es zu dem interessant einen Blick auf die Arbeiten von anderen Jungdesignern zu werfen. Es entsteht ein einzigartiger Austausch. Die Kunden von FANCIQ freuen sich über ein besonderes Einzelstück, dass sie zu einem erschwinglichen Preis erhalten haben. Dabei geben wir das Feedback der neuen Besitzer eines Designstückes auch an den Designer weiter. Wir arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Dienstleistungen und auch kritisches Feedback, insbesondere zur Usability der Plattform, ist hierbei für uns unerlässlich.

FANCIQ, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen unsere Plattform stetig weiter entwicklen und passen sie nach Möglichkeit an die Wünsche unserer Nutzer an. Dabei arbeiten wir aktuell auch weiter an einer Optimierung unserer Entwicklungsprozesse, um die Veröffentlichungszyklen möglichst kurz zu gestalten. Auf der Kooperationsebene wünsche ich mir in der nahen Zukunft noch mehr gemeinsame Projekt mit den Modeschulen in Deutschland, um noch mehr Designer am Anfang ihrer Karriere zu erreichen und ihnen die Möglichkeit zu geben ihre einzigartigen Designerstücke der Welt zu präsentieren. In fünf Jahre möchte ich das FANCIQ nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern jungen Designern als Sprungbrett für ihre Karriere dient.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1.Der Weg ist steinig

Sei bereit so viel zu abreiten, wie noch nie in deinem Leben. Es warten viele Herausforderungen aus vielen Bereichen auf dich. Rechne damit, dass die Ergebnisse deiner Arbeit nicht immer gleich sichtbar oder geschätzt werden.

2. Bleibe am Ball

Ein Startup zu gründen bedeutet einen Marathon zu laufen und nicht eine kurze Strecke. Es geht sehr viel um die persönliche Ausdauer. Dazu sollte man seine Kapazitäten kennen und effektiv einteilen können.

3. Sei kritisch zu dir selbst
Liebe das, was du machst. Ich empfehle nur dann ein Startup zu gründen, wenn du wirklich überzeugt von deiner Idee bist. Damit meine ich nicht den Glauben an ein Geschäftsmodell, sondern vielmehr an die ideellen Wertvorstellungen hinter deiner Idee.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Anna Iversen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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