Plane nicht so viel, sondern fang einfach an und lerne mit jedem Schritt

Familiennest ist ein flexibles Familienbett für Familien

Stellen Sie sich und das Startup Familiennest doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo liebe Leute, mein Name ist Doreen Wiegleb, ich bin 39 Jahre, 2-fach Mama und lebe mit meinem Mann und unseren zwei Jungs auf dem Land in der Nähe von Erfurt.

Beruflich habe ich die letzten 10 Jahre als Marketing Managerin in mittelständischen Unternehmen gearbeitet und war viel unterwegs. Ich durfte viele Erfahrungen sammeln und tolle

Ideen in die Realität umsetzen. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar! Bereits 2013, kurz nach der Geburt von unserem ersten Sohn, hatte ich die Idee vom flexiblen Familienbett. 

Ich dachte, es gibt doch ausziehbare Gästebetten, warum gibt es so etwas nicht als ausziehbares Doppelbett – also wo man an den Seiten jeweils noch ein zusätzliches Bett herausziehen kann. Ich recherchierte im Internet und war fast etwas erstaunt, dass es so etwas noch nicht gab. Mit der Geburt von unserem zweiten Sohn wurde es dann tatsächlich viel zu eng zu viert im Bett und ich wusste meine Idee hat Potenzial und viele Familien geht es ähnlich und sind auf der Suche nach einer passenden Lösung.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Die Geschäftidee vom flexiblen Familienbett hat quasi über 5 Jahre in mir „gebrodelt“ – also mal mehr und mal weniger. Aber auf jeden Fall hat sie mich nicht mehr losgelassen und mein Bauchgefühl hat mir gesagt, dass ich mein Herzprojekt umsetzen muss. Aber natürlich habe ich mich nicht nur auf mein Bauchgefühl verlassen, sondern auch eine Online-Befragung durchgeführt, mit Agenturen, Kooperationspartnern, Hotels und Familien gesprochen und meinen Weg zum flexiblen Familienbett entsprechend gestaltet. In erster Linie möchte ich mit so einem Bett, Familien helfen erholsame Nächte mit ihren Kindern zu verbringen und unvergessliche Momente zu erleben.

Was war bei der Gründung von Familiennest die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung? Ich würde sagen, einen passenden Kooperationspartner für die Entwicklung und Produktion der flexiblen Familienbetten zu finden. Zum Glück habe ich mit „geborgenschlafen“ aus Jena einen wirklich tollen Partner an meiner Seite. Es ist ein Familienbetrieb, wir schwimmen auf einer Wellenlänge und sie vertreten die selben Werte wie ich – einfach super! Zusätzlich habe ich mir noch Unterstützung im Design Bereich geholt. Die Designerin Frances Frühauf aus Leipzig hat das Familiennest designt. Frances ist Architektin, Innenarchitektin, Feng Shui Beraterin und Yoga Lehrerin. Diese berufliche Kombination hat mich total beeindruckt und ich wusste, dass Frances für diesen Job genau die richtige Person ist.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich würde sogar sagen, man muss starten bevor die Idee perfekt ist. Meistens wird sich sowieso noch etwas daran ändern und vieles lernt man auch erst, wenn man damit rausgeht und seine Idee anderen erzählt bzw. präsentiert. Mein flexibles Familienbett ist sicherlich auch noch nicht die Endversion und wir werden noch Dinge daran ändern, dass ist ein ganz normaler Entwicklungsprozess. Ich finde es ganz wichtig, das Produkt zusammen mit der Zielgruppe zu entwickeln und nicht nur stur seinen eigenen Vorstellungen nachzugehen.

Welche Vision steckt hinter Familiennest?

Meine Vision ist es, dass jede Familie ein flexibles Familienbett hat und Kinder zukünftig einfach ein Stück geborgener aufwachsen und sich dies positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirken wird.

Wer ist die Zielgruppe von Familiennest?

Vorerst werde ich mich auf den Vertrieb im Hotelgewerbe konzentrieren und das Bett dort vermarkten. Aber natürlich sind auch Privatpersonen herzlich willkommen und erhalten von mir ein passendes Angebot.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es gibt 2-3 Hersteller im DACH Bereich, welche Familienbetten herstellen und vertreiben. Der Unterschied zu meinem Familienbett ist in erster Linie die Flexibilität, d.h. man kann an jeder Bettseite ein zusätzliches Seitenbett herausziehen und erhält somit eine max. Bettbreite von 3,40 m. Wenn man das Bett nicht mehr braucht oder sehr wenig Platz im Schlafzimmer ist, können die Seitenbetten schnell wieder zusammengeschoben werden. Vor allem in Hotels kann diese Funktionalität als Alleinstellungsmerkmal genutzt und vermarktet werden. Denn was man von zu Hause kennt, möchte man im Urlaub auch gern haben.

Familiennest, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ganz ehrlich, so weit denke ich jetzt erst einmal noch nicht. Schön wäre es, wenn das flexible Familienbett gut am Markt angenommen wird und ich ein kleines, gesundes Business aufbauen kann. Dann bin ich glücklich!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Wenn dich eine Idee nicht mehr loslässt, dann geh ihr nach und suche den passenden Weg für dich. Hör dir viele Meinungen zu deiner Idee an, aber filtere auch für dich den richtigen Input heraus. Plane nicht so viel, sondern fang einfach an und lerne mit jedem Schritt

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Doreen Wiegleb für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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