Faircoach: Coaching für jeden professionell individuell fair

 

Faircoach: Coaching Training oder Vorträge für jeden der passende Coach

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Faircoach doch kurz unseren Lesern vor?
Mein Name ist Oliver Hofmann. Ich bin gelernter Dipl. Betriebswirt, sowie Gründer und Geschäftsführer von Faircoach. Zuvor habe ich 15 Jahre bei einem Düsseldorfer Mobilfunkkonzern als nationaler Vertriebsleiter gearbeitet. Dort habe ich meine Leidenschaft dafür entdeckt, Menschen weiter zu entwickeln. Ich bin Sabine Blank, Dipl. Soz. Pädagogin und seit über 10 Jahren Systemischer Coach, Trainerin und Co Gründerin. Meine Leidenschaft ist es, Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu unterstützen. Gemeinsam haben wir Faircoach im März 2015 gegründet.

Wie ist die Idee zu Faircoach entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Als Vertriebschef war ich deswegen erfolgreich, weil ich viel in die Kompetenz und Entwicklung meiner Mitarbeiter investiert habe. Das war und ist meine Leidenschaft. Positive Vertriebsergebnisse waren dabei oftmals ein Nebeneffekt, wenngleich ich natürlich daran gemessen wurde. Gleichzeitig habe ich mitbekommen, dass viele Menschen persönliche oder berufliche Anliegen haben, bei denen sie einen professionellen Ansprechpartner, einen Coach, bräuchten. Doch der Begriff „Coach“ ist nicht geschützt und theoretisch kann sich jeder Coach nennen. Dabei ist die Idee entstanden, ein Portal zu gründen, bei dem nur die hochprofessionellen Coaches übersichtlich mit eigenen Profilseiten präsentiert werden.
Ich bin seit langem Coach und Trainerin und über einen gemeinsamen Kontakt haben wir uns kennengelernt. Zunächst haben wir uns ganz allgemein zu unseren Coachingerfahrungen ausgetauscht und dabei viele Gemeinsamkeiten festgestellt. Ähnliche Werte und Ansichten verbinden uns. Die Idee, ein Coaching Portal zu gründen, fand ich sehr spannend. Manchmal kommen wir aufgrund unserer unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen von ganz verschiedenen Seiten aufeinander zu. Meist ist genau das dann ein sehr kreativer und humorvoller Prozess.
Über die Gespräche mit Firmenkunden und bestehende Kontakte haben wir dann unser Portfolio um den Bereich „Top Speaker“, also bekannte Vortragsredner, erweitert. So können wir in Gesprächen mit Unternehmern oder Personalchefs ein vollständiges Portfolio bestehend aus Coaching, Training und Vorträgen anbieten. Unsere Kunden schätzen den hohen Qualitätsanspruch und den persönlichen Kontakt.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Startphase war tatsächlich spannend. Wie baut man ein Netzwerk mit hochqualifizierten Coaches auf, ohne dass man eine Website vorzeigen kann. Können wir sie PERSÖNLICH überzeugen? Reicht unsere Energie und Begeisterung für das Projekt aus, um andere zu überzeugen? JA! Wir konnten! Wir fanden tolle, professionelle Coaches, die unsere Idee teilen wollten. Die Programmierung war ziemlich zeitintensiv, aber wir wollten so früh wie möglich mit dem Aufbau eines Netzwerks starten. Wie gewinnt man als Startup die Creme de la Creme an Top Speakern, ohne eine lange Liste an Referenzkunden präsentieren zu können. Da hieß es am Anfang oftmals: Raus aus der Komfortzone und rein ins eisige Wasser der Kaltakquise. Mittlerweile bauen wir unser Netzwerk nur noch nach Empfehlungen aus. Aber bis zu diesem Zeitpunkt ist viel Schweiß geflossen. Und er fließt immer noch, denn der Ausbau des Netzwerks ist nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist die Kundengewinnung und da haben wir große Fortschritte gemacht, aber wir haben auch sportliche Ziele vor der Brust.
Wir finanzieren uns bisher ausschließlich über Eigenkapital. Bevor wir an Investoren herantreten, wollten wir erst mal den „proof of concept“. Die Geschäfte laufen vielversprechend an und für das nächste Jahr haben wir ambitionierte Wachstumsziele. Um dieses Wachstum zu erreichen, werden wir sicherlich Investorengespräche führen.

Coach ist kein geschützter Begriff und heutzutage nennt sich jeder Coach. Nach welchen Kriterien wählen Sie die Speaker aus mit denen Sie zusammenarbeiten?
Da sprechen Sie einen ganz wichtigen Punkt an. Im Prinzip kann sich jeder Coach nennen und das macht den Markt sehr intransparent und schwierig. Andererseits ist das unsere Nische. Wir führen mit allen Coaches persönliche Gespräche, machen Fallbeispiele, lassen uns deren Zertifikate und Vita zeigen. Wir haben auch schon tolle Internetpräsenzen gesehen und im persönlichen Gespräch entstand bei uns ein ganz anderer Eindruck. Und umgekehrt haben wir schon wenig ansprechende Websiten gesehen und im Gespräch festgestellt, dass lediglich das Selfmarketing ausbaufähig war. Bei den Top Speakern verlief das leichter, weil wir schon viele Kontakte und die Redner auch „live“ gesehen hatten. Diese haben wir natürlich als erstes angesprochen. Oftmals hatten diese Speaker dann Empfehlungen für uns und so erweitert sich unser Netzwerk sehr organisch.

Zu welchen Themenbereichen bieten Sie Coachings an?
Im Prinzip decken unsere Coaches alle denkbaren Themenfelder ab. Das fängt an bei Vertriebscoaching, geht über Führungskräftecoaching, Erfolgsrituale für für Frauen in Führungspositionen, Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit, Burnout, Resilienz bis hin zu Zeitmanagement für Studenten. Da uns Startups sehr am Herzen liegen, werden wir den Bereich Gründerberatung sehr zeitnah aufbauen. Bei den Top Speakern haben wir auch eine große Themenvielfalt: Change Management, Leadership, Vertrieb, Marketing, Querdenken, Arbeiten 4.0 und viele weitere Themen sind im Portfolio vorhanden.

Wie wird der passende Coach ausgewählt?
Auf unserem Portal haben die Kunden zwei Möglichkeiten, den passenden Coach zu finden. Der Kunde kann eigenständig auf dem Portal nach dem richtigen Schlagwort suchen, z.B. Zeitmanagement. Dann werden alle zu diesem Thema passenden Coaches angezeigt. Ebenso kann der Interessent sich die Profilseiten anschauen und den Coach seiner Wahl nach kostenloser Registrierung anschreiben. Wir bieten die Möglichkeit eines gratis Kennenlern-Telefonats und erst, wenn beide Seiten sagen: „Die Chemie passt“ wird eine Buchung ausgelöst. Wir bieten aber auch den Service an, dass der Kunde uns ganz allgemein anschreibt und wir erfragen dann das konkrete Anliegen. Danach empfehlen wir i.d.R. zwei passende Coaches. Dieser Service wird sowohl von Firmen- als auch von Privatkunden häufig angenommen.

Faircoach, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Bisher arbeiten wir zwar mit Dienstleistern, z.B. Entwicklern eng zusammen. Allerdings liegt die meiste Arbeit auf unseren Schultern, von Marketing bis zum Erstellen der Rechnungen. In fünf Jahren möchten wir ein Experten Team aufgebaut haben, so dass sich jeder auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. Das ist die Voraussetzung für unsere sportlichen Wachstumsziele, denn wir haben noch viele Ideen die wir „anpacken“ werden. Unsere Firma wird im Coaching und Redner Markt im deutschsprachigen Raum etabliert sein. Faircoach wird für Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness stehen und ein sinnstiftendes und wirtschaftlich Unternehmen sein.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ein Startup wird oftmals aufgrund von Hypothesen gegründet. Man sieht eine Nische im Markt und versucht diese mit seiner Geschäftsidee zu besetzen. Ich kann jedem nur empfehlen, diese Annahmen intensiv zu prüfen und sich genau mit der Wettbewerbssituation zu befassen. Hat man den Entschluss gefasst, die Idee zu realisieren, dann kommt die Phase in der man „Machen“ muss. Da sollte man sich nicht zu sehr von seinem Umfeld beeinflussen bzw. verunsichern lassen. Man braucht dann ein dickes Fell und muss damit rechnen, mehr Rückschläge als Schulterklopfer zu ernten. Das gehört einfach dazu. Ist das Produkt auf dem Markt, sollte man das eigene Netzwerk und auch die Wirksamkeit von social media Kanälen nicht überschätzen. Natürlich hängt dies vom Produkt ab und eine werbefinanzierte gratis App ist etwas anderes als eine Premium Dienstleistung. Grundsätzlich sind viele Verbraucher und auch Firmenkunden nicht mehr sehr offen für Werbung. Hier braucht man einen langen Atem und muss bereit sein, die Komfortzone verlassen, um neue Kunden zu gewinnen. Die Aussicht darauf, selbstbestimmt und sinnstiftend zu arbeiten und aus einer Idee eine nachgefragte Dienstleistung zu kreieren, ist ein dauerhaft starker Motivator.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Sabine Blank und Oliver Hofmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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