Fabian Feldhaus: Man kann nicht früh genug externes Feedback einholen

Treffen Sie Fabian Feldhaus #openspace auf der innolution valley in Ludwigsburg

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch kurz vor!
Fabian Feldhaus: Die #openspace GmbH ist eine Ausgründung der Commerzbank und hilft mittelständischen Unternehmen auf ihrem Weg in die digitale Zukunft. #openspace befähigt mittelständische Kunden die Herausforderungen der Digitalisierung als Chance für das eigene Geschäftsmodell zu nutzen und fördert dies aktiv. Bei zahlreichen Unternehmen wurden in verschiedenen Workshops das Digitalisierungs-Know-How der Führungskräfte und Mitarbeiter aufgebaut, Innovationskultur befeuert und erfolgreiche Transformationsprozesse angestoßen – die Umsetzung erfolgt im Anschluss unter Einbindung des umfangreichen #openspace Netzwerks an Experten und Start-ups. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, werden in den nächsten Monaten Spaces in Stuttgart, Köln und Hamburg eröffnet.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Fabian Feldhaus aus?
Fabian Feldhaus: Inhaltlich gleicht kein Tag dem anderen. Wenn ich nicht unterwegs bin, starte ich um 9.00 und verbringe meinen Arbeitstag zu einem sehr großen Teil direkt im offenen #openspace – zwischen meinen Kollegen, Startups und mittelständischen Kunden. Nur wenn Gespräche vertraulich sind, suche ich unsere Meeting- und Break-Out-Räume auf.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
In den meisten Bereichen ist der sehr frühe Produkttest der einzig richtige Ansatz und notwendig, damit man nicht zu viel investiert, bevor man die genauen Kundenbedürfnisse kennt. In anderen Worten: „Falls du dich nicht richtig für dein erstes Produkt schämst, bist du schon zu weit.“ Natürlich gibt es für diese Regel auch Ausnahmen, insbesondere in Branchen mit extrem geringer Fehlertoleranz wie z.B. in der Medizintechnik.

Wie sind Sie auf innolution valley aufmerksam geworden?
Über die Startupvalley News

Über welches Thema werden Sie auf der innolution valley referieren?
Der Titel des Vortrags lautet „Lost in Translation? Über Kooperationen zwischen Startups und Mittelstand“. Wir haben bei unserer täglichen Arbeit festgestellt, dass viele mittelständische Unternehmen verstanden haben, dass es insbesondere für zukünftige Projekte, sei es interner Change oder Neuproduktentwicklung, wichtig ist, mit Startups zu kooperieren. Die Potenziale auf beiden Seiten sind hier sehr groß, trotzdem scheint es beiderseitig Hemmungen zu geben.

Welche 3 Tipps haben Sie für Gründer?
Viel wichtiger als eine einzigartige Idee ist ein gutes Team mit starken Execution-Skills. Es ist wichtig, dass man Teamintern Ideen kontrovers und engagiert diskutiert und trotzdem am Abend noch gern gemeinsam ein Bier trinken geht.

Trotz komplementärer Fähigkeiten und ggf. unterschiedlichen Hintergründen im Team ist eine Abstimmung über die beruflichen und privaten Pläne der nächsten Jahre wertvoll.

Man kann nicht früh genug externes Feedback einholen – ob man Ratschläge berücksichtigt, kann man immer noch entscheiden. Die Angst vor Ideendiebstahl ist in 99% der Fälle unbegründet.

Wir bedanken uns bei Fabian Feldhaus für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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