Arbeitet hart und zielorientiert

Mit Exploor die schönsten Ecken Perus entdecken

Stellen Sie sich und Exploor kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Erik und Oliver und wir haben Exploor nach unserem Auslandssemester in Lima, Peru, gegründet. Kennengelernt haben wir uns bereits vorher bei unserem Bachelor Studium in Maastricht (Niederlande). Nach wenigen Wochen in Peru wurde uns bereits klar, dass es hier noch immens viel nachzuholen und es somit viele Möglichkeiten gibt. Wir haben diese Chance genutzt und sie mit unserer Leidenschaft, dem Reisen, verbunden. Heutzutage bieten wir unsere eigenen Touren in bestimmten Teilen Perus an.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Schon immer wollten wir etwas eigenes auf die Beine stellen, aber ein Professor in unserer Universität hat uns besonders dazu motiviert. Gemeinsam mit ihm haben wir verschiedene Ideen analysiert, jedoch leider nichts passendes gefunden. Erst während unserer Reisen durch Peru ist uns aufgefallen, was das Land für eine Vielfalt hat. Meer, Wüste, Berge, Dschungel…hier gibt es wirklich alles, was das Herz begehrt.

Welche Vision steckt hinter Exploor?

Mit Exploor wollen wir unseren Reisenden die schönsten Ecken Peru’s (und später auch mehr von Südamerika) auf eine neue Art und Weise zeigen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

In der gesamten Zeit hatten wir 3 größere Herausforderungen. Eine der Herausforderungen war zunächst die lateinamerikanische Bürokratie. Wir beide waren deutsche Effizienz gewöhnt, jedoch haben wir hier vergebens danach gesucht. Für jede kleine Änderung mussten wir uns Beglaubigungen, Legalisierungen und und und besorgen. Und dann kam es oft vor, dass die Angestellten der Behörden uns falsche Info gegeben haben und wir somit den Antrag erneut stellen mussten. Frustrierend. Für viele unserer Anbieter wirkte die bloße Unterzeichnung eines Vertrags wie etwas Außergewöhnliches und sie zogen es vor, Geschäfte mit einem Handschlag zu machen als mit einem unterschriebenen Dokument. Dies hängt mit der enormen Informalität zusammen, die es oft schwierig oder unmöglich machte, mit bestimmten Leuten zusammenzuarbeiten.

Eine andere Herausforderung war der zunächst fehlende product-market fit. Wir haben ein gutes Produkt entwickelt, aber hatten zu wenig Käufe. Hier fehlt es uns an Erfahrung und auch an Mentoring, was sich mit der Zeit jedoch verbesserte, sodass wir die Kurve gekriegt haben. 

Die letzte Herausforderung war ein anfänglich schwaches Team. Wir beide haben zwei Peruaner zum Team hinzugefügt, sodass sie dieses Abenteuer gemeinsam mit uns starten. Long story short: viele Wörter, wenig Taten. Und genau aus diesem Grund, haben wir uns wieder von ihnen getrennt. Mittlerweile haben wir ein starkes Team bestehend aus motiviertem Fachpersonal in Lima und Cusco.

Finanziert haben wir uns anfänglich durch Ersparnisse und durch Darlehen. Mit einem kleinen externen Investment konnten wir weiter an unserer Leidenschaft arbeiten. 

Wer ist die Zielgruppe von Exploor?

Unsere größte Zielgruppe sind Englisch-sprechende Reisende, vor allem Nordamerikaner von 25-44, gefolgt vom europäischen Markt. Einer der am stärksten wachsenden Segmente ist unser deutscher Markt, was uns als deutsche natürlich sehr freut. In beiden Märkten sehen wir noch sehr großes Potential für Wachstum.

Wie funktioniert Exploor? Wo liegen die Vorteile?

Im Vergleich zu den Standard Touren bieten wir unseren Kunden erstklassigen Service von Anfang bis Ende in Kleingruppen Touren von 2-8 Leuten an, sodass wir ein persönlicheres Erlebnis anbieten können. Hierbei macht sich Planungsgenauigkeit, Informationstransparenz etc. á la “Made in Germany” bemerkt. Und das ist in Südamerika für viele noch ein Fremdwort. 

Während unserer Touren nehmen Routen, die uns erlauben als erste auf dem Berg und fernab der Massen anzukommen. Desweiteren arbeiten wir nicht “0815-Guides” sondern mit Story-Tellern, die unsere Kunden sprachlos machen. Und das ganze bieten wir zu einem fairen Preis an. 

Außerdem haben wir ein soziales Projekt gestartet, in dem wir mit einer lokalen Gemeinde auf 4100 m zusammenarbeiten, um ihnen Arbeit zu geben und ihnen mit Kleidung und Ernährung zu helfen. Unser Ziel ist es, ihnen nicht nur bei diesen Grundbedürfnissen, sondern auch bei der Bildung ihrer Kinder zu helfen.

Wie ist das Feedback?

Das internationale Feedback unserer Kunden ist mittlerweile ausgezeichnet, was man anhand unserer TripAdvisor Reviews sehen kann. Wir können konkretes Wachstum vorweisen, haben eine klare Strategie, der wir folgen, und ein ständig wachsendes Team aus kompetenten und leidenschaftlichen Mitarbeitern. 

Exploor, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In Richtung konstanter Optimierung, sodass wir unseren Service ständig von der Konkurrenz abheben können. In 5 Jahren sehen wir uns nicht mehr nur in Peru, sondern bereits in anderen Ländern Südamerikas, um unseren Reisenden die Schönheit dieses Kontinents zeigen zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Arbeitet hart und zielorientiert.

Habt Geduld.

Stellt Leute ein, die besser sind als Ihr selbst.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Erik und Oliver für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X
X