Nicht aufgeben, auch wenn es manchmal schwierig ist

ewox App zum Organisieren und Bewerten deiner Dinge

Stellen Sie sich und die App ewox doch kurz unseren Lesern vor!
Meine Name ist Stephan Müller, bin 48 Jahre alt, verheiratet und Vater einer zweijährigen supersüßen Tochter.
Ich bin seit fast zwei Jahrzehnten Webentwickler bei einer Bremer Internetagentur und habe die App nach Feierabend, wenn der Rest der Familie schon schlief, entwickelt. Die Firma ewox.net habe ich im April 2018 gegründet

Wie ist die Idee zur ewox App entstanden?
Die Idee entstand irgendwann 2017, als ich vorm Teeregal im Supermarkt stand und mal wieder nicht wusste welcher Tee mir geschmeckt hat und welcher nicht. Es ist mir mehr als einmal passiert, dass ich dann eine Sorte gekauft habe, die mir nicht schmeckte und ich den Rest dann verschenkt habe, weil ich erst beim Probieren gemerkt hatte, dass ich diesen Tee eigentlich nie wieder kaufen wollte.

Umgekehrt ist das aber ähnlich! Ich kaufe etwas, ich mag es, verbrauche es, vergesse es, erinnere mich später daran, aber weiß nicht mehr genau welche Sorte es war und wo ich es gekauft habe.

Auch hier soll die App helfen.

Welche Vision steckt hinter ewox?
Irgendwann einmal so viel mit der App zu verdienen, dass ich meinen Vollzeitjob runterschrauben kann und so mehr Zeit für die Familie und Freizeit vorhanden ist. Als Altersabsicherung wäre dies sicherlich auch interessant, aber das ist noch lange hin.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Das meiste der Arbeit konnte ich, als Webentwickler, selbst umsetzen.

Von daher war die größte Herausforderung bis zum jetzigen Stand durchzuhalten und auch wenn mal nicht so viel Energie und Lust da war, dennoch weiter zu machen.

Die meisten Kosten lagen bislang bei der Bezahlung des Onlineanwaltes, damit ich eine vernünftige Datenschutzerklärung habe. Die App müsste allerdings besser beworben werden, was aber leider recht teuer ist.

Wer ist die Zielgruppe von ewox?
Eigentlich ist jeder Mensch meine Zielgruppe. Jeder Mensch, der den Kopf für die wirklich wichtigen Dinge im Leben frei haben will.

Wie funktioniert die App?
Wenn ich Artikel (ich nenne diese in der App „Dinge“) probiert bzw. getestet habe, dann kann ich diese in der App anlegen.
Mir stehen dazu mehrere hundert Haupt- und Unterkategorien zur Verfügung.
Von Babybrei bis Motoröl, völlig egal. Dann benenne ich das Ding und wähle einen Status (anderen im Netzwerk zeigen wie ich was finde) oder privat nur für mich. Außerdem, und das finde ich sehr wichtig, weil das Visuelle ja eine große Rolle bei uns Menschen spielt, kann ich ein Foto von dem Ding machen.

Entweder aus der App heraus fotografieren oder auf die Galerie zugreifen.

Weitere Informationen, wo ich was gekauft habe, wie teuer es war, etc. können ebenfalls hinterlegt werden.
Ich kann beliebig viele Dinge anlegen und natürlich auch verwalten (bearbeiten, löschen, etc.).
Ein weiteres tolles Feature ist, dass ich im Netzwerk sehen kann was andere User für Dinge angelegt und für sich bewertet haben.

So kann ich mich inspirieren lassen und lerne ggf. Dinge kennen, auf die ich sonst nie aufmerksam geworden wäre.
Die Bewertungen an sich sind ja immer eigene Ansichtssache. Der eine mag Käse, die andere nicht… Ich kann bestimmte Dinge über einen Affiliate Link gleich online kaufen und/oder mit meinen Kontakten via, Facebook, Twitter, WhatsApp, Google+ oder E-Mail teilen.

Ganz wichtig zu erwähnen ist auch, dass ich keinerlei Interesse daran habe Userdaten zu sammeln.

Es wird von mir nicht geloggt wer was mit wem teilt. Im Netzwerk ist ausschließlich der Username zu sehen. Keine E-Mail und auch keine sonstige Möglichkeit zur Interaktion mit anderen Usern. Diese Feature bieten genug andere Plattformen an.
Außerdem müsste dann eine ständige Überwachung statt finden, die ich nicht leisten kann und will. Natürlich möchte ich auch Geld mit der App verdienen.

Das funktioniert via Bannerwerbung und per Affiliate-Verlinkung an verschiedenen Stellen in der App.

Welche Vorteile bietet die App?
Ich denke, die Frage nach den Funktionen der App erklärt hier schon alles. Ich brauche mir nichts umständlich auf Zetteln zu notieren, die ich dann eh nicht dabei habe, wenn es drauf an kommt.

ewox, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren sollten viele, viele User meine App nutzen und mir so den Anreiz/Aufgabe geben die App interessant zu halten und neue Features einzubauen. Ideen habe ich schon und die Technik entwickelt sich ja auch weiter.

Klasse wäre natürlich auch, dass die User so viele Dinge für das Netzwerk freigeben, dass ich es alleine gar nicht mehr schaffen würde die Affiliate-Verlinkungen einzutragen, so dass ich jemanden dafür beschäftigen muss. Mehrsprachigkeit, um die App auch in anderen Ländern anzubieten, wäre ebenso eine tolle Sache.

Die Programmierung ist jedenfalls schon zum großen Teil darauf vorbereitet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nicht aufgeben, auch wenn es manchmal schwierig ist.
Sich auf die Früchte der harten Arbeit freuen, auch wenn diese noch in weiter ferne liegen.
Bei aller Arbeit Familie und Freunde nicht aus den Augen verlieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Stephan Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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