Wachst mit eurem Team

Evermood hilft Unternehmen die mentale Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter zu stärken

Stellen Sie sich und das Startup Evermood doch kurz unseren Lesern vor!

Marvin: Gerne. Mit Evermood helfen wir Mitarbeitenden dabei, gesunde Routinen in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Hierzu haben wir eine App entwickelt, in der wir interaktive Übungen, Meditationen und Hintergrundartikel zu wichtigen Gesundheitsthemen bereitstellen. In schwierigen Situationen können Mitarbeitende über Evermood zudem persönliche Hilfe von Vertrauenspersonen und Experten erhalten. Auf diese Weise möchten wir Stress minimieren, die Leistungsfähigkeit fördern und das allgemeine mentale Wohlbefinden stärken.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Lara: Im letzten Jahr haben wir den digitalen Konfliktmanagement-Assistenten Lytt gegründet. Mit Lytt wollten wir Mitarbeitenden eine Stimme geben, um schwierige Themen ohne Angst vor Benachteiligung anonym und sicher ansprechen zu können und die richtige Hilfe zu erhalten. Zuvor habe ich im Rahmen eines Praktikums selbst Diskriminierung erfahren und festgestellt, dass es keinerlei konkrete Angebote für die anonyme und sichere Aufklärung derartiger Probleme gab. Gemeinsam mit Marvin, der sich zu diesem Zeitpunkt mit Compliance-Richtlinien in Unternehmen beschäftigte, haben wir uns für die Unternehmensgründung entschieden. 

Im Laufe des Jahres haben wir den Funktionsumfang von Lytt dann weiter ausgebaut. Da wir künftig neben der Hilfe im Ernstfall zusätzlich auch präventive Unterstützung rund um das Thema mentales Wohlbefinden leisten, ist aus Lytt die Gesundheits-App Evermood geworden. 

Welche Vision steckt hinter Evermood?

Marvin: Unsere Vision ist es, mentales Wohlbefinden in der Kultur von Unternehmen zu verankern und Mitarbeitenden dabei zu helfen, ihr volles Potential zu entfalten. Um das zu erreichen, unterstützen wir Unternehmen dabei, eine Kultur zu schaffen, in der Mitarbeitende sich wertgeschätzt fühlen und dazu befähigt werden, ihre mentale Gesundheit nachhaltig zu stärken.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Marvin: Die größte Herausforderung ist es, ein Nutzererlebnis zu entwickeln, das nachhaltig funktioniert. Hierzu drehen wir viele Runden mit unserem Entwicklungsteam und stehen in engem Austausch mit unseren Kunden. Besonders interessant ist für uns an dieser Stelle, wie wir die Bedürfnisse von Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen.

Für die Finanzierung des Unternehmens haben wir zunächst die Exist-Förderung des BMWi und des ESF erhalten. Später erhielten ein Pre-Seed-Investment durch Zweitag, und haben kürzlich eine Seed-Investment Runde mit 1,1 Mio. Euro abgeschlossen.

Wer ist die Zielgruppe von Evermood?

Lara: Unsere Zielgruppe sind Unternehmen, die das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden proaktiv unterstützen möchten. Das gilt natürlich vor allem für Branchen, in denen sich Mitarbeitende häufig extremen Stresssituationen und weiteren psychischen Belastungen gegenüber sehen. 

Wie funktioniert Evermood? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Marvin: Unternehmen können Evermood ihren Teams ganz einfach über einen individuellen Zugang zur Verfügung stellen. Mitarbeitende haben dann die Möglichkeit, die App auf ihren Smartphones zu öffnen und Routinen auszuwählen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechen. Hierzu können beispielsweise Atemübungen, Konzentrationstrainings oder Meditationen zur Entspannung nach dem Feierabend zählen. Evermood unterstützt Mitarbeitende dabei, an den gewählten Routinen festzuhalten, um langfristig gesunde Gewohnheiten zu schaffen. 

In Fällen von akuten Problemen können sich Mitarbeitende direkt über die App an Experten wenden. Evermood bietet hier die Möglichkeit, sowohl interne Vertrauenspersonen als auch bestehende EAP Angebote in die App zu integrieren. 

Lara: Personalverantwortliche erhalten durch anonymisierte Analysen gleichzeitig wichtige Einblicke in das allgemeine Wohlbefinden ihrer Teams. So können sie etwaige Gefahren und Probleme frühzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen zur gezielten Gesundheitsförderung umsetzen. Ganz wichtig: Mentale Gesundheit ist ein sehr sensibles und persönliches Thema. Wir schützen deshalb personenbezogene Daten nach den höchsten Standards und geben diese nie an Arbeitgeber oder Dritte weiter. 

Was uns von anderen Anbietern unterscheidet, ist unser umfangreiches Angebot: Wir stellen nicht nur gesunde Routinen zur Prävention von Problemen bereit, sondern führen regelmäßige Umfragen mit Mitarbeitenden durch und unterstützen sie im Ernstfall auf direktem Wege über unsere App. Außerdem ist es für uns essentiell, ein Nutzererlebnis zu schaffen, das Spaß macht und das Thema betriebliche Gesundheitsförderung aus den bürokratischen Aktenordnern holt. Mentales Wohlbefinden wird mit uns zu etwas, mit dem sich Mitarbeitende und Personalverantwortliche gerne beschäftigen.

Evermood, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Marvin: In diesem Jahr ist es unser Ziel, unseren Kernmarkt zu verstehen und eine herausragende App zu entwickeln. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen wir die marktführende Plattform für betriebliche Gesundheitsförderung in der DACH-Region werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Testen, testen, testen. 

Ihr müsst für eure Idee brennen! Wenn ihr in den ersten Jahren ein normales Wochenende habt, stimmt irgendwas nicht.

Wachst mit eurem Team. Die ersten Mitarbeitenden entscheiden häufig über Erfolg oder Misserfolg. Umso wichtiger ist es, von Anfang an eine gute Unternehmenskultur aufzubauen, in der jede Person Ideen einbringen kann.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lara von Petersdorff-Campen und Marvin Homburg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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