Habt Vertrauen in eure Idee und die Leute mit denen ihr zusammenarbeitet.

Evergreen Ideas Nachhaltigkeitskalender 366 Kalenderblätter mit Tipps, um Schritt für Schritt umweltfreundlicher und grüner zu leben

Stellen Sie sich und das Startup Evergreen Ideas doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Julia, gemeinsam mit Katja und Raphael habe ich Evergreen Ideas  gegründet. Raphael und ich betreiben zusammen den Foodblog „Der Veg ist das Ziel“  und arbeiten als Freelancer im Online Marketing. Katja arbeitet hauptberuflich in einer NGO. Unser Start Up Evergreen Ideas steht für nachhaltige Produkte, die dabei helfen, Nachhaltigkeit und nachhaltige Bildung einfach in den Alltag zu integrieren. Daher ist unser erstes Produkt auch ein immerwährender Nachhaltigkeitskalender, der an 366 Tagen im Jahr – mehrjährig – mit einem Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Alltag aufwartet.

Wie ist die Idee zum immerwährenden Nachhaltigkeitskalender entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee zum Kalender kam mir während meines Studiums an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Ich fragte mich, warum Nachhaltigkeit für viele scheinbar so schwer in den Alltag zu integrieren ist und dachte darüber nach, wie man diese Einbindung in den Alltag ver-einfachen könnte. Wenig später war die Idee zum Nachhaltigkeitskalender geboren. Als ich ein paar Jahre später Raphael davon erzählte, war er sofort begeistert und innerhalb weniger Tage war auch Katja mit an Board. Raphael und ich haben innerhalb von 3 Monaten sämtliche Tipps und Kategorien ausgearbeitet, Katja hat in der Zeit das schicke Regenbogendesign entworfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Diese Frage hat Raphael kürzlich sehr passend beantwortet:
„Die größte Herausforderung war und ist es nach meinem Empfinden, dranzubleiben. Wenn man Tag für Tag und Woche für Woche arbeitet, ohne zu wissen, ob am Ende überhaupt etwas dabei herauskommen wird, dann ist man früher oder später versucht, die Flinte ins Korn zu werfen. Und diesen Punkt zu überwinden und das Vertrauen in die Sache nicht zu verlieren, das ist der harte Part. Es ist ein Wagnis, das man eingeht, und der Schlüssel ist meiner Meinung nach, bereits in der Arbeit und dem dadurch entstehenden Erfahrungsschatz einen Erfolg zu sehen.

Wenn du dir sagst: Ich mache das jetzt, und wenn es am Ende nicht klappt, dann habe ich zumindest dazugelernt, und kann es beim nächsten Mal anders und besser machen – dann gehst du viel ruhiger an die Sache ran, und steckst auch Schwierigkeiten besser weg. Das klappt natürlich nicht die ganze Zeit, aber doch häufig.“

Finanziert haben wir uns selbst. Katja arbeitet hauptberuflich in einer gemeinnützigen Organisation und Raphael und ich arbeiten selbstständig im Online Marketing und Usability Testing.

Warum haben Sie sich für ein Crowdfunding entschieden?
Wir haben uns für ein Crowdfunding entschieden, weil wir mit unseren Produkten unabhängig von externen Finanzgebern bleiben möchten. Gleichzeitig ist es eine super Methode, die richtige Zielgruppe zu erreichen.

Wo sehen Sie die Vorteile gegenüber anderen Finanzierungsmodellen?
Die Vorteile gegenüber anderen Finanzierungsmodellen sehen wir darin, dass wir unseren Nachhaltigkeitskalender im Vorfeld verkaufen und dann vom Erlös finanzieren können. So erreichen wir schon vorab die richtigen Interessenten. Weiterhin der bereits genannte Punkt der Unabhängigkeit.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Nach der erfolgreichen Finanzierung werden wir eine Auflage von 500 Kalendern in Auftrag geben und auf verschiedenen Wegen vermarkten. Wir produzieren ausschließlich regional und ökologisch, weshalb unsere Produktionskosten sehr hoch sind. Die Kalenderkarten gehen in der ökologischen Druckerei „Printzipia“ in Druck und die Kisten werden in der Lebenswerkgemeinschaft hergestellt, einer Behindertenwerkstatt in Berlin. Wir planen, einen eigenen Online Shop aufzubauen und auch weiterhin mit DaWanda und Fairmondo zusammenzuarbeiten. Außerdem wird der Avocadostore als Verkaufsplattform hinzukommen. Im Oktober besuchen wir unsere erste Messe: Die Green World Tour Messe in Berlin. In der Vorweihnachtszeit kommen hoffentlich weitere kleine Märkte hinzu.

Wer ist die Zielgruppe vom Nachhaltigkeitskalender?
Die Zielgruppe ist groß. Sie reicht von Neulingen, die gerade erst auf das Thema aufmerksam werden, über solche, die sich bereits Mühe geben, aber vielleicht nicht so genau wissen, worauf sie noch Acht geben könnten, bis hin zu Leuten, die sich bereits Intensiv damit beschäftigen, und vielleicht ihr Umfeld dazu anregen möchten, sich ebenfalls damit zu beschäftigen. Außerdem bietet es sich prima als Mitarbeitergeschenk für Unternehmen an, die auf Nachhaltigkeit setzen und ihren Mitarbeitern zu Weihnachten oder anderen Anlässen eine Aufmerksamkeit zukommen lassen möchten.

Was ist das Besondere am Nachhaltigkeitskalender?
Das Besondere an unserem Kalender ist ganz klar der immerwährende Charakter. Dieser bietet dem Besitzer des Kalenders die Möglichkeit, Nachhaltigkeit in seinem eigenen Tempo in sein Leben zu integrieren und sich in den Folgejahren selbst zu überprüfen, was aus der Zustimmung zu einem Tipp geworden ist.

Evergreen Ideas, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir planen weitere nachhaltige Produkte auf den Markt zu bringen. Das nächste ist schon fertig und ist ein Gedächtnisspiel. In fünf Jahren haben wir hoffentlich ein paar Mitarbeiter und ein Büro, an das ein Garten mit selbstangebautem Gemüse anschließt. Daran können dann alle Mitarbeiter mitwirken, die mögen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Dranbleiben! Es wird Rückschläge geben. Immer wieder. Aber es wird auch wieder Lichtblicke und große Erfolge geben.
2. Vertrauen haben! Habt Vertrauen in eure Idee und die Leute mit denen ihr zusammenarbeitet.
3. Dankbar sein! Seid dankbar für jeden noch so kleinen Erfolg und für jede Unterstützung, sei sie noch so klein. Am Ende sind es die kleinen Erfolge, die die Grundlage für den Gesamterfolg bilden.

Link zum Crowdfunding

Wir bedanken uns bei Julia Hupel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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