Auch das beste Produkt muss auf dem Markt platziert werden!

EVEREST CLIMBING rotierende Kletterwand EVEREST

Stellen Sie sich und das Startup Everest Climbing doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Dariusz Salamonowicz. Ich bin Mitgründer und Miteigentümer von EVEREST CLIMBING. Unsere Firma ist Entwickler und Produzent von innovativen Geräten. Wir versuchen neue Trends in den Bereichen Sport, Entertainment, Erholung und Rehabilitation zu setzen.

Unser Flaggschiff-Produkt ist die rotierende Kletterwand „EVEREST“, deren erste Generation bereits in 2015 vorgestellt wurde. Seit dieser Zeit sind wir recht dynamisch gewachsen und produzieren unsere Kletterwände mittlerweile in vier Varianten: PROFESSIONAL, EVENT, FITNESS und KIDS.

Wie ist die Idee zu Everest Climbing und der Kletterwand „EVEREST“ entstanden?
Wir wollten ein Gerät erschaffen, das so vielseitig ist, wie keins davor. Ein Gerät, das Spaß macht und als „Nebeneffekt“ unserer Gesundheit und unserer Fitness dient. Anfangs hatten wir komplett andere Ideen, waren aber mit diesen nie ganz zufrieden.

Dann hat jemand gesagt: „Bauen wir eine Kletterwand“. Anfangs dachten wir, es ist lächerlich. Als mein Kollege aber erklärt hat, was er meint, waren wir alle begeistert.

Die Idee an sich ist nicht ganz neu. Unsere Kletterwand arbeitet nämlich nach dem Prinzip eines Laufbandes. Es arbeitet zwar vertikal und auf ihm wurden Klettergriffe montiert, es ist aber immer noch ein Laufband. Das erste voll funktionierende und professionell aussehende Exemplar haben wir am Anfang 2015 gebaut. YouTube Video

Was ist das Besondere an der Kletterwand?
Wir waren die ersten, die die Bewegungssensoren bei einem derartigen Gerät angewendet hatten. Die Kletterwand kann sich dadurch den Bedürfnissen des Kletternden automatisch anpassen.

Wir haben auch ein neues System entwickelt, das die Position der Klettergriffe relativ zueinander ständig und automatisch verändert … und zwar während des Kletterns. Die Kletterstrecke auf unserer Kletterwand ist somit nicht nur unendlich lang, sondern sich auch nie wiederholt. Dieses System haben wir auch patentieren lassen. Wir sind bis heute weltweit die einzige Firma, die dieses System anwenden darf.

Wir haben noch ein paar kleinere Neuerungen entwickelt und ließen uns auch unser Design rechtlich schützen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Der zweite Teil des Satzes beantwortet eigentlich schon die Frage. Die technischen Herausforderungen waren nicht die schwierigsten. Es ist uns natürlich nicht alles leicht gefallen. Die Technik war aber meistens die Frage der Zeit und der Geduld. Die Finanzen stellten bei weitem die größere Herausforderung für uns. Dies sollte aber jedem Startuper bekannt sein . Am Anfang haben wir uns aus Eigenmitteln finanziert. Danach gab es ein paar Leute, die an uns geglaubt haben. Mittlerweile kann die Firma schon Gewinn erwirtschaften. Wir wollen aber wachsen und suchen nach wie vor nach Investoren.

Wer ist die Zielgruppe von Everest Climbing?
Jeder. Ich möchte nicht banal klingen, aber es ist so. Durch einen sehr hohen Sicherheitsstandard und mittlerweile verschiedene Modelle bieten wir Produkte für jede Altersgruppe an. Auf unseren Kletterwänden können schon die Kinder ab dem 3. Lebensjahr klettern. Dank dem variablen Schwierigkeitsgrad sind die Geräte aber auch für die Jugend, Erwachsene, Amateurs und Profis attraktiv. Sie können sogar in dem Rehabilitationsbereich angewendet werden.

Wenn Sie aber nach Käufergruppen fragen, dann würde ich diese in folgende Bereiche aufteilen:
Nr. 1 ist die Entertainmentbranche. Sie sucht immer gierig nach Neuheiten. Dicht danach sind Hotels, die ihre Gäste immer mit neuen Angeboten anlocken wollen. Erst danach kommt die Fitnessbranche, die eigentlich ein natürlicher Abnehmer für unsere Produkte sein sollte. Das Problem sind hier aber die Entscheidungsträger, die lieber alte Wege gehen und ein weiteres Laufband kaufen, als etwas Neues auszuprobieren. Seitdem wir in diesem Jahr das Modell „KIDS“ gebaut haben, wurden auf uns auch die Indoor Spielplätze aufmerksam.

Welche Vorteile bietet die Kletterwand „EVEREST“?
1. Die Geräte sind kompakt, beweglich und können beinahe überall eingesetzt werden.
2. Die Kletterstrecke ist unendlich lang und verändert sich ständig. Wir können somit so lange klettern wie wir wollen/können, das Klettern wird auch nie langweilig.
3. Für die Benutzung der Geräte braucht man keine zusätzliche Sicherheitsausrüstung. Man bewegt sich ständig auf einer Höhe von unter 1 m über einer weichen Matratze.
4. Dank den veränderbarem Schwierigkeitsgrad und sehr hohem Sicherheitsstandard können unsere Kletterwände von jedem in dem Alter 3-99 Jahren benutzt werden.
5. Und „last but not least“ – dadurch, dass derartige Geräte immer noch neu und nicht sehr bekannt sind, ist der „WOW Effect!“ immer garantiert!

Wie ist das Feedback?
Auf jeden Fall sehr positiv. Alle die die Kletterwand sehen sind begeistert, egal ob Kinder oder Erwachsene. Das Problem mit neuen Ideen ist aber oft, dass man das Bedürfnis des Marktes erst kreieren muss. Wir brauchen daher entweder einen finanzstarken Partner oder eine prominente Person, damit wir so schnell wachsen können, wie wir es gerne hätten.

Everest Climbing, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Immer nach vorne. Einerseits sind wir immer noch dabei mit unserer Kletterwand den Markt zu erobern. Wir suchen neue Absatzmärkte und Käufergruppen. Gleichzeitig arbeiten wir aber schon an neuen Produkten und versuchen neue Trends zu kreieren. In ein paar Wochen möchten wir etwas Interessantes aus dem VR-Bereich vorstellen.

In unseren „Schubladen“ haben wir noch viele neue Ideen gesammelt. In ein paar Jahren sehen wir uns daher gerne mit einem finanzstarken Partner, damit wir in der Zukunft nur mit der Technik und nicht mit den Finanzen zu kämpfen haben

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wir sind immer noch recht am Anfang unseres Weges. Ich fühle mich daher nicht befugt den anderen Gründern Tipps zu geben. … vielleicht Eins. Unterschätzt bitte nicht, wie wichtig heutzutage Marketing und finanzstarke Partner sind. Auch das beste Produkt muss auf dem Markt platziert werden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dariusz Salamonowicz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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