Wie Logistiker und Start-ups voneinander profitieren können

Wie althergebrachte Logistiker und Start-ups gerade jetzt in der Corona-Krise voneinander profitieren können?

Innovative Start-ups sind in den letzten Jahren in der Logistik wie Pilze aus dem Boden gesprossen. Jetzt in Zeiten von Corona hat es die Branche schwer. Wie in vielen anderen Branchen, sind in auch in der Logistikbranche die Umsätze eingebrochen. Lieferketten sind unterbrochen, die Produktion für viele Industriegüter steht weltweit still oder ist deutlich heruntergefahren. Kurzarbeit steht in vielen Unternehmen auf dem Plan.

Die Einschränkungen durch die Pandemie treffen die Wirtschaft massiv –  sowohl etablierte Unternehmen als auch die Start-up-Szene. Zahlreichen Start-ups droht die Insolvenz. Viele Gründer setzen jetzt den Fokus auf das Überleben der Firma, Finanzierungsrunden sind verschoben oder ausgesetzt. Viele Start-ups stehen unter hohem Druck, da die Investoren ein zweistelliges Wachstum erreichen.

Obwohl das „Zusammenleben“ von Start-ups und etablierten Unternehmen nicht immer einfach ist, betont  Redspher CEO Philippe Higelin: „dass gerade jetzt in der Krise eine solche Melange, vielfältige Vorteile bringt.“ Redspher ist eine digitale Plattform, unter der die Start-ups und Unternehmen der Gruppe gebündelt sind.

Hintergrund: Wer ist die Redpsher-Gruppe und wie setzt sie sich zusammen?

Die Gruppe setzt sich aus Flash Europe International (internationale Premium Logistik im BtoB-Bereich), Schwerdtfeger Transport (internationale Premium Logistik im BtoB.Bereich), Upela (internationales Freight Management, Preisvergleichsplattform und all-in-one- Versandlösung für deutsche Online-Händler), Easy2Go (Sameday Lieferungen im BtoB und BtoC-Bereich – derzeit auf den französischen Markt begrenzt), Easy4Pro (Adhoc-Transportmanagement Software im BtoB-Bereich), GeniusAcademay (Online-Trainingscenter), Easy2Trace (App zur Überwachung von Fahrzeugen und Sendungen), Roberts.eu (Dienstleister mit Zugriff auf die größte europäische Kleintransporter-Flotte), Yoctu (Anbieter von IT-Tools) und Rubwin (Flottenmanagement) zusammen.

Alle diese eigenständigen Firmen haben Eines gemeinsam: sie dienen dazu unseren Kunden die bestmögliche Lösung für On- Demand-Transporte zu bieten. Einige der Unternehmen stehen im direkten Zusammenhang mit der Transportdienstleistung, andere ermöglichen eine optimierte und kostengünstige Abwicklung des Transports.

Cui bono? Oder wer profitiert jetzt eigentlich wie?

·         Startup-Mentalität – oder sich immer wieder selbst erfinden

Start-ups setzten auf Eigeninitiative und die ständige Suche nach neuen Möglichkeiten. Sie sind Meister der Reaktionsgeschwindigkeit. Hier können etablierte Unternehmen gerade in einer Krise, in der das gesamte Geschäftsmodell auf dem Kopf gestellt wird, lernen um ggf. unnötigen Ballast wegzuschneiden oder Arbeit grundlegend umzuorganisieren. Start-ups sehen oftmals die Krise mehr als Chance- Diese Denkweise können sich auch etablierte Unternehmen zu Eigen machen.

·         Start-ups profitieren von der Erfahrung und von bereits etablierten Prozessen in Krisenzeiten

Etablierte Unternehmen leben hingegen von einem langjährig bewährten Geschäftsmodell und festen Strukturen und Prozessen. Dies ist nicht die erste Wirtschaftskrise, mit der althergebrachte Unternehmen wie z.B. auch die beiden Unternehmen in der Gruppe Flash Europe und Schwerdtfeger konfrontiert sind. Von dieser Erfahrung und auch von der administrativen Unterstützung z.B. im Bereich Kurzarbeitslösungen etc. können die Startups für sich einen Nutzen ziehen. „Wir haben mit Redspher eine starke schützende Hand, die uns bei Prozessen, internationalem Netzwerk, juristischen Fragestellungen oder auch IT-Themen unterstützen kann”, führt Quentin de Madre, Gründer des neuesten Start-ups Rubiwin aus. „Dank Redspher konnten wir Rubwin im letzten Sommer direkt mit einem großen Kundenstamm starten – wer kann schon zu Beginn auf über 10.000 potentielle Kunden direkt zugreifen.  Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist ein solcher Vorteil unschlagbar”, erläutert de Madre.

·         Start-ups profitieren von der finanziellen Sicherheit und Stärke eines etablierten Unternehmens

Philippe Higelin

Die Auswirkungen der Corona-Krise trifft gravierend die Umsätze und das Neugeschäft vieler Startups. Eine solche Wachstumsschwäche lässt sich selbstverständlich leichter mit einem starken Partner im Rücken aushalten. „Unser Startup EASY4Pro konnte sogar noch einen Schritt weitegehen“, erklärt der CEO der Gruppe Philippe Higelin „und bietet seine On-Demand-Transportmanagement-Dienste für alle Verlader im Bereich des Gesundheits- und Lebensmittelsektors – also für alle Transporte für Hilfsgüter, Lebensmittel und Medizinprodukte bis Mitte Mai kostenlos an. Einerseits kommen wir als Gruppe damit unserer gesellschaftlichen Verpflichtung nach, was mir persönlich sehr am Herzen liegt und unterstützen die Eindämmung der Epidemie als Nebeneffekt. Andererseits hat EASY4Pro mit der deutlich gestiegenen Datenmenge in der Zeit einen erheblichen Lerneffekt und kann das Produkt weiter optimieren“, fasst Philppe Higelin zusammen.

·         Etablierte Unternehmen können bei der Digitalisierung lernen

Etablierte Unternehmen haben dank Start-ups die Möglichkeit, die vor allem in der Logistik oft noch hinterher hinkende Digitalisierung im Unternehmen schneller vorantreiben.

„Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie essentiell die Digitalisierung für alle Bereiche der Wirtschaft ist und in wie vielen Bereichen wir gerade in Deutschland (Faxe der Gesundheitsämter, Schulen etc.) noch Nachholbedarf haben“, sagt Schwerdtfeger Geschäftsführer Fabian Rogalla“. Bereits vor fünf Jahren hat die Redspher Gruppe einen starken Fokus auf die Digitalisierung gesetzt. „Davon profitieren wir jetzt, freut sich Firmenchef Philippe Higelin“. „Alle unsere Tools, Transportmanagementysteme und Software sind schon sehr lange über das Internet zugänglich. Dadurch sind alle unsere Betriebs-, Büroautomations- und Konferenzsysteme überall zugänglich, ob im Büro oder zu Hause. Um unser Personal zu schützen haben wir am 16. März unser Home-office-Personal in weniger als 24 Stunden auf 40% erhöht, und fünf Tage später arbeiteten mehr als 70 Prozent des Personals remote.

„Eine große Unterstützung in der Krise war auch unser eigenes E-Learning-System Genius-Academy“. Innerhalb kürzester Zeit konnten wir Fahrer und Partner zu den neuen Sicherheitsvorkehrungen schulen“, ergänzt Higelin abschließend.

Autor: Philppe Higelin

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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