Dienstag, April 20, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

espero nachhaltige und faire Mode für den Artenschutz

Stellen Sie sich und das Startup espero doch kurz unseren Lesern vor!

Hi! Ich bin Tim aus Gießen und Gründer des fairen und nachhaltigen Streetwear-Labels espero, das 25% seiner Überschüsse für den Schutz vom Aussterben bedrohter Tierarten spendet. So ziemlich jede unserer Kollektionen steht für eine Tierart. Ich habe Projekte für den Schutz von Elefanten, Gorillas, Nashörnern und Löwen für unser Label gewinnen können! Außerdem gibt es noch die Kollektion espero, mit der ich eine Organisation unterstütze, die sich um Tiere kümmert, die Wilderern zum Opfer gefallen sind. Alles wahnsinnig spannende Projekte, wie ich finde. espero ist sowas wie mein persönliches Herzensprojekt. Auch bei der Mode selbst achte ich auf den Schutz der Umwelt. So sind alle T-Shirts, Hoodies und Jogginghosen PETA-Approved-Vegan zertifziert und werden fair und schadstofffrei produziert. Mit war es wichtig eine Möglichkeit für Menschen zu schaffen, beim Kauf von Textilien gleichzeitig etwas Gutes zu tun und dabei auch noch möglichst die Umwelt und unsere Ressourcen zu schonen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Angefangen hat alles mit meinem langjährigen Wunsch selbst aktiv etwas zu tun, um Spenden für den Schutz bedrohter Tierarten zu sammeln. Ich dachte immer daran irgendwann eine eigene Hilfsorganisation zu gründen, bis mir die Idee zu espero kam. Relativ schnell fiel mir dann auch auf, dass es gar nicht nötig ist, noch eine weitere Organisation zu gründen, weil es schon viele tolle und vor allem kleinere Organsationen gibt, die alle bereits ihre Berechtigung haben und gute Arbeit leisten. Und genau mit diesen Organisationen wollte ich gerne zusammenarbeiten. Die Spenden sollen genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden und nicht durch lange und teure Strukturen fließen. Durch einen langen Abstimmungsprozess und Telefonate nach Afrika und Asien wurden entsprechende Organisationen identifiziert und wir konnten einige hingebungsvolle Organisationen für unser Label gewinnen, von denen jede für sich großartige Arbeit leistet. Weitere Organisationen haben bereits Interesse angemeldet und befinden sich in der Pipeline.

Welche Vision steckt hinter espero?

Entstanden ist espero aus der Idee, jedem Menschen die Möglichkeit zu bieten, mit dem Kauf von alltäglich benötigten Dingen – wie etwa Kleidung – automatisch etwas Gutes zu tun und nachhaltige Projekte zu unterstützen. Das ist nun möglich. Wir spenden ein Viertel unserer Überschüsse in Projekte für den Schutz bedrohter Tierarten und das völlig transparent. Sobald man einen Artikel aufruft, kann man der jeweiligen Artikelbeschreibung entnehmen, welches Projekt mit dem Kauf des Artikels unterstützt wird. Dazu findet man dort Links, die zu den Projekten selbst führen. Dort gibt es weitere ausführliche Infos und natürlich können die Organisationen so auch direkt unterstützt werden. Zum Jahresende werden bei espero 25% des Überschusses den jeweiligen Projekten anhand des Verkaufs der jeweiligen Teile zugeordnet und dann gespendet.

Durch espero hat jeder nun die Möglichkeit seinem Konsum ganz bewusst eine Stimme zu verleihen. Denn was man nie vergessen darf: Wir alle können täglich entscheiden, was wir mit unserem Geld finanzieren. Entscheide ich mich für nachhaltige Kleidung oder für Fast Fashion? Beziehe ich Produkte, die fair sind oder Produkte, deren Erzeugung und Handel ich nicht genau nachvollziehen kann? Wähle ich bio oder konventionell? Wir haben als Verbraucher die Macht überall mitzuentscheiden und mitzugestalten. Doch das ist nur den wenigsten bewusst. Unsere große Vision ist, dass man irgendwann über den Konsum die Möglichkeit hat, der Welt das zurückzugeben, was man damit nimmt und für sich selbst eine positive Bilanz schaffen kann.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zu den größten Herausforderung gehörte bei uns definitiv die Abstimmung mit den Hilfsorganisationen vor Ort, die sich zum Beispiel im Kongo befinden. Wir wollten das Geld nicht einfach nur spenden, sondern wir wollten die Organisationen selbst mit an Board haben und sie mitnehmen. Uns war wichtig, dass sie das Konzept kennen und es auch unterstützen. Also haben wir persönlich mit ihnen geschrieben und telefoniert. Damit konnten wir uns ein genaus Bild von den Organisationen und ihrere Arbeitsweisen machen und sicherstellen, dass die Spenden dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Ich finanziere mich komplett selbst.

Wer ist die Zielgruppe von espero?

Zu unserer Zielgruppe gehören in erster Linie Menschen, die fair und nachhaltig konsumieren möchten und denen das auch bei ihrere Kleidung wichtig ist. Dabei können sie automatisch etwas Gutes tun. Natürlich sprechen wir mit unserer aktuellen Streetwear eine insgesamt eher lässige Sprache. Aber wir arbeiten auch bereits an weiteren Kollektionen, darunter auch eine für Kinder. Wer also mit seiner Kleidung ganz nebenbei etwas bewirken möchte, ist bei uns genau richtig.

Was ist das Besondere an der Mode? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

espero nachhaltige und faire Mode für den Artenschutz

Wir setzen komplett auf Mode, die nachhaltig und fair produziert wird. Das kann der Käufer auch anhand verschiedener Zertifikate bzw. Siegel an den jeweiligen Teilen nachvollziehen. Unsere Kleidung wird aus Bio-Baumwolle gefertigt, wodurch im Vergleich zu konventionell hergestellter Baumwolle unheimlich große Mengen an wichtigem Trinkwasser eingespart werden können. Übrigens halten die Teile dadurch vergleichsweise länger und fühlen sich deutlich weicher an. Ein paar Teile enthalten dazu einen geringen Anteil an Recycling-Polyester.

Das hat den Vorteil, dass das eigens dafür recyclete Plastik nicht auf Deponien oder in unseren Ozeanen landen kann und somit noch einmal sinnvoll verwendet wird. Zuletzt sind die Teile PETA-Approved-vegan zertifiziert. Das eigentlich Besondere ist aber, dass wir jede Kollektion einer Tierschutzorganisation widmen. Zum Jahresende werden 25% der Überschüsse dann anteilig nach dem Verkauf der Teile an die Organisationen gespendet. Das Ganze ist vollkommen transparent, weil man unter jedem Artikel genau erkennt, welche Organisation mit dem jeweiligen Teil unterstützt wird.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir haben das große Glück, dass wir einen reinen Webshop führen und daher keine direkten Auswirkungen von Corona zu spüren bekommen. Was wir allerdings gemerkt haben, war die schwierigere Abstimmung mit den Organisationen und Partnern, gerade in der Anfangszeit von Corona.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben uns einfach auf längere Abstimmungsprozesse eingestellt. Für ein Startup, das relativ agil agieren kann, ist das zwar anfangs etwas ungewohnt, aber wir haben mittlerweile eine funktionierende Routine mit allen Organisationen und Partnern.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Ich sehe eine ganz große Chance für ein nachhaltigeres Mindset. Schon nach relativ kurzer Zeit konnten wir alle sehen, welche positiven Auswirkungen die notgedrungene Entschleunigung durch Corona auf die Umwelt hatte. Nehmen wir zum Beispiel den Earthovershoot-Day, der uns zeigt, an welchem Tag im Jahr unser Verbrauch und die Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen das Angebot der Erde zur Reproduktion in diesem Jahr übersteigt und wir also auf „Pump“ leben. In den ganzen letzten Jahren, hat sich dieser Tag immer nur um ein paar Tage verändert. Dieses Jahr ist er fast einen ganzen Monat später. Es zeigt uns, dass die Erde sich erholen kann. Wir haben auch gelernt mit weniger klar zu kommen und für viele funktioniert das einwandfrei. Dieses Verständnis sollten wir beibehalten und mit in die Zukunft nehmen.

espero, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren sehen wir uns als etabliertes nachhaltiges und faires Modelabel. Wichtiger aber noch, wir nehmen eine Vorreiterrolle dafür ein, dass Konsum mehr sein kann, also bloß seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Wir zeigen, dass man Konsum immer mit etwas Gutem verbinden kann. Unsere Preise liegen dabei völlig im Mittel anderer nachhaltiger Kleidungsanbieter. Weniger Marge für uns, aber deutlich mehr für die Welt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Machen! Du hast nichts zu verlieren, also probiere es einfach aus.

2. Träume groß! Du kannst alles erreichen, wenn du nur an dich glaubst. Sei mutig und geduldig.

3. Gib nicht auf! Es wird viele Rückschläge geben und das ist auch okay so. Nutze die Erfahrung und wachse daran.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tim Weinel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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