Sonntag, Dezember 4, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

ERUi Cosmetics Bio zertifizierte Zero-Waste Naturkosmetik – 100% wasserfreie Kosmetik, frei von Konservierungsstoffen und Emulgatoren

Stellen Sie sich und das Startup ERUi doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Jure, Gründer von ERUi Organic sustainable cosmetics. Ich bin Chemie Ingenieur und habe in verschiedenen Bereichen in der chemischen Industrie gearbeitet. 2017 habe ich mich entschlossen ein eigenes Unternehmen zu gründen.

ERUi Cosmetics ist die erste Bio zertifizierte Zero-Waste Naturkosmetik Marke in Österreich. Wir produzieren 100% wasserfreie Kosmetik, die auch frei von Konservierungsstoffen und Emulgatoren ist. Nicht nur das, einige unserer Produkte sind auch ohne Duftstoffe (ätherischen Ölen). Diese Vorteile sind am Markt sonst nirgends zu finden. Aus diesem Grund sind unsere Produkte auch für empfindliche und sensible Haut geeignet.

Alle Produkte sind in einer biologisch abbaubaren Zero-Waste Verpackung erhältlich, die sich komplett abbaut und kein Mikroplastik hinterlässt (anders als bei Bioplastik).

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Im Jahr 2011 habe ich mich mit meiner Freundin auf die erste längere Reise begeben. Wir haben uns für Thailand entschieden, weil wir die schönsten Inseln im Indischen Ozean für uns entdecken wollten. Eines unserer Reiseziele war „Maya Beach“. Dort haben wir die dunkle Seite der Konsumindustrie gesehen. Abseits der üblichen Touristenziele fanden wir einen Strand der voller Plastikmüll war. Vom Meer angespült…

Während dieser, sonst sehr schönen, Reise bekam ich auch einen Hautausschlag woraufhin wir uns neue Hautpflegeprodukte kauften. Doch der Ausschlag wurde leider nicht besser und so sahen wir uns die „Pflege“ etwas genauer an und erkannten, dass wir „Whitening Shower Gel“ gekauft hatten. In Asien ein gerne gekauftes Produkt, dass die Haut etwas weißer macht. Leider aber voller künstlicher Substanzen die der Haut an sich nicht guttun. Ich war schockiert. In diesem Moment ist mir klar geworden, dass wir als Konsumenten nicht wirklich geschützt sind und es unsere Aufgabe ist, die Inhaltsstoffe unserer Hautpflegeprodukte genauer zu beachten.

Welche Vision steckt hinter ERUi?

ERUi entstand durch den „back to basic“ – Ansatz. 100% natürliche Rohstoffe und sonst nichts. ERUi steht für die Besinnung auf das Wesentliche. Ganz nach dem Motto „try less“ verzichtet ERUi komplett auf synthetische Zusatzstoffe und produziert hochwertige BIO Kosmetik, die ehrlich und echt ist. Für eine gesunde Umwelt, frei von Plastikverschmutzung und zurück zur Natur.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war und ist für ERUi Reichweite und Bekanntheit auf einem gut gesättigten Kosmetikmarkt zu schaffen. Durch bisher nur eingesetztes Eigenkapital können wir uns keine großartigen Promotion- und Werbekampagnen leisten. Wir setzen auf unsere Kunden und Vertriebspartner. Unsere Marketing-Methoden basierend auf Social Media Marketing, SEO, Empfehlungsmarketing und Influencer Marketing. Die Gewinne werden in Performancemarketing reinvestiert. So schaffen wir es, immer mehr Kunden zu erreichen. Wir haben das Glück, dass unsere Kunden die Produkte wirklich lieben und die meisten auch gleich Stammkunden werden. In Durchschnitt sind unsere Produkte mit 4,86 Sternen von 5 Sternen bewertet und darauf sind wir sehr stolz. 

Wer ist die Zielgruppe von ERUi?

Unsere Hauptzielgruppe sind Personen mit trockener und empfindlicher Haut. Viele Produkte verursachen Hautunverträglichkeiten, die durch verschieden Inhaltsstoffe (wie z.B. Konservierungsmittel, Duftstoffe, Farbmittel, Erdöl usw.) ausgelöst werden. In einer Studie aus Dänemark haben Wissenschaftler herausgefunden, dass 56 % aller befragten Frauen schon mindestens einmal in ihrem Leben eine allergische Reaktion auf ein Kosmetikprodukt hatten.

Mit unseren Produkten bieten wir unseren Kundinnen und Kunden eine Alternative zu konventioneller- und herkömmlicher Naturkosmetik. Unsere Produkte sind zu 100% wasserfrei und benötigen deshalb keine Zusatzstoffe, wie z.B. Konservierungsmittel, Emulgatoren, usw. Zusätzlich ist es, durch die Absenz von Wasser, möglich unsere Produkte in einer biologisch abbaubaren auf Holz-basierten-Verpackung zu verkaufen. Dies ist großer Pluspunkt.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Produkte sind echt und transparent. Wir verwenden nur natürliche Bio Rohstoffe, keine synthetischen Zusatzstoffe und auch kein Wasser. Dadurch sind die Produkte super ergiebig (in der Regel braucht man nur 1/3 der normalen Menge) und somit besonders sparsam. Der zusätzliche Vorteil: Im Vergleich zu anderen Naturkosmetikmarken sind unsere Produkte in einer biologisch abbaubaren (Zero Waste) Verpackung abgefüllt und werden per Hand im 15. Wiener Gemeindebezirk produziert. Die strenge Bio-Zertifizierung (Austria Bio Garantie – mind. 95% Bioinhaltsstoffe) ist ein weiteres Merkmal, wodurch wir uns von anderen Anbietern unterscheiden. Zusätzlich setzen wir auch auf persönliche Beratung. Egal ob telefonisch, auf Messen oder bei Workshops Kundinnen und Kunden nehmen diesen Service auch sehr gern in Anspruch, um die für ihre Haut passende Pflege zu erhalten. Bei der Entwicklung neuer Produkte helfen uns die Kundengespräche anschließend auch, um herauszufinden in welchen Bereichen auf dem Markt noch Bedarf für wirklich hochwertige und natürliche Pflegeprodukte besteht.

ERUi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das ist eine sehr spannende Frage. Ich sehe ERUi in fünf Jahren als eine etablierte Naturkosmetikmarke im deutschsprachigen Raum (DACH). Großartig wäre es auch, wenn wir z.B. bei Denn‘s Bio Markt vertreten wären. Die Expansion im zentralen EU-Raum wird auch angedacht. Wir wollen Menschen die Möglichkeit geben auf nachhaltige und gesunde Zero Waste Pflegeprodukte umzusteigen. Weg von Greenwashing Marken hin zu echter Premium Qualität.

Dazu wollen wir neue Produkte auf den Markt bringen und unsere Produktpalette mit der Zeit stetig vergrößern. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen eine Crowdfunding Kampagne auf Startnext zu starten, um unsere neue Bio Lippenpflege in biologisch abbaubarer Verpackung dem Markt vorzustellen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sehr gute Frage und es fällt mir nicht leicht die wichtigsten drei Tipps rauszusuchen. Aber ich würde mich für folgendes entscheiden:

1. Markt und Zielgruppe

Gründer sollten den Markt und ihre Zielgruppe wirklich gut kennen. Reinen Vermutungen sollte man nicht trauen, überhaupt, wenn man im Marketingbereich wenig Erfahrung hat. Man sollte mit einer sehr gründlichen Konkurrenzanalyse anfangen und sich schrittweise zu der wichtigsten Zielgruppe hocharbeiten.

2. Sales and Marketing Plan

Lieber sich etwas mehr Zeit nehmen, um dafür besser für auf den Produktstart vorbereitet zu sein.

Leider ist es oft nicht genug, ein gutes Produkt zu haben. Wenn die Produkte niemand kennt braucht es große Anstrengungen bekannt zu werden, überhaupt wenn man in einen gesättigten Markt einsteigt. Man soll sich vorher gut überlegen über welche Wege man zu seiner Zielgruppe kommen kann, um Reichweite zu gewinnen. Welche Verkaufskanäle sind relevant für den Produktstart und die weiteren Phasen. 

3. Finanzierung

Die Finanzierung, ist aus meiner Sicht, eines der Hauptthemen. Alle Kosten sollten berücksichtigt werden – zu Beginn gibt es immer Ausgaben wie z.B. die Produktion, die Verpackung, Gehälter, Miete, etc. die immer vorher ausgelegt werden müssen bevor noch ein einziges Stück verkauft wird. Wieviel Geld wird dann zusätzlich benötigt für z.B. das Marketing, Zertifikate, IT-Lösungen und wie viel, wenn Plan A nicht funktioniert (das kann auch passieren). Man soll anfangsweiße lieber sehr konservativ planen. Und wenn alles gut geht, kann man sich schneller freuen und die nächsten Schritte planen.

Das sind meine drei Tipps, aber ich würde jedem Gründer raten, dass er sich noch andere Themen genau überlegt, wie z.B. das Team, Förderungen und Investment, Netzwerke, Kooperationen, usw.

Besser gemeinsam als einsam.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Derk Roodhuyzen de Vries für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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