Geht raus, erzählt den Leuten von eurer Idee. Hört euch das Feedback genau an

Erledigungen.de übernimmt ihre Behördengänge schnell sicher und zuverlässig

Stellen Sie sich und das Startup Erledigungen.de doch kurz unseren Lesern vor!
Die Gründer, Sebastian Simon und Andreas Schmid, haben sich im Studium kennengelernt, als Andreas Sebastians Bachelorarbeiten betreute. Parallel zur Betreuung der Bachelorarbeiten bereitete Andreas seine Auswanderung in die USA vor. Dabei verbrachte er mehr Zeit in den Wartebereichen der Behörden als ihm lieb war und er stellte sich die Frage: Warum kann man das eigentlich nicht einfach online machen? erledigungen.de war geboren.
Inzwischen lebt Andreas in den USA, betreut von dort aus die IT und entwickelt weitere Geschäftsmodelle für das Startup. Erledigungen.de ist nach nur eineinhalb Jahren in sieben deutschen Großstädten präsent. Das Headquarter ist in München, von dort aus lenken wir das operative Geschäft, alle Personalangelegenheiten, Strategische Planung und Kundenservice.

Wie ist die Idee zu Erledigungen.de entstanden?
Unser Behördenservice ist aus der Not heraus entstanden. Es gab einfach niemanden, der einem die zeitraubenden und nervigen Behördengänge abnehmen konnte. Frei nach dem Motto: „Was man nicht kaufen kann, muss man eben selber machen“, haben wir dann erledigungen.de gegründet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben einen strategischen Investor an Bord, der die Chance, die erledigungen.de bietet erkannt hat. Gerade zu Beginn war es herausfordernd funktionierende Prozesse zu etablieren, da wir überhaupt nicht auf irgendwelche Erfahrungswerte oder Zahlen zugreifen konnten. Wir mussten jeden Schritt immer wieder selber machen, um dann zu sehen, was besser, was schneller laufen kann, was wegfallen kann oder muss, was wir ins Angebot mit aufnehmen müssen, wie wir unsere Preise gestalten und so weiter.

Das hat sich aber mit der Erfahrung alles schnell etabliert. Darüber hinaus haben wir uns intensiv mit der Sicherheit unserer Kundendaten beschäftigt. Uns ist bewusst, dass die Menschen uns zum Teil sehr persönliche Dinge aushändigen, da gibt es ab Ängste zu nehmen. Es ist nach wie vor so, dass die Menschen im Internet sehr freizügig mit ihren Daten umgehen, wenn sie diese aber persönlich abgeben, dann haben sie zu Recht Hemmungen. Deshalb tracken wir alle Unterlagen per GPS, sodass wir jederzeit wissen wo, die Unterlagen sich befinden. Darüber hinaus kommen die Unterlagen in eine spezielle Mappe, die nur auf der Behörde einmalig geöffnet wird. Zusätzlich sind alle Mitarbeiter und „Erlediger“ streng sicherheitsüberprüft. Es muss sich keiner Sorgen um seine Daten machen- das ist uns wichtig.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Das lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Rasant!
Das Feedback unserer Kunden ist extrem positiv. Viele sind wahnsinnig dankbar, dass es unseren Service gibt. Nicht nur auf Kundenseite! Auch Mitarbeiter in den Behörden freuen sich, unsere „Erlediger“ zu sehen weil sie wissen, dass wir immer sehr gut vorbereitet und freundlich sind. Die Mitarbeiter auf den Ämtern sind oft am Rande ihrer Belastbarkeit, werden mit Frust und Wut konfrontiert, da 30 von 100 Behördengänger wegen unvollständiger Unterlagen wieder weggeschickt werden.

Wer ist die Zielgruppe von Erledigungen.de?
Generell jeder, der keine Lust oder Zeit hat, auf dem Amt kostbare Zeit zu verschwenden. Das dürfte vermutlich auf so ziemlich jeden in Deutschland zutreffen.
Besonders interessant sind wir für Kunden, die sich eine mehrstündige Auszeit von der Arbeit nicht leisten können oder wollen: z.B. Selbständige wie Ärzte, Anwälte. Wenn man da den Stundenlohn gegenrechnet, erklärt sich die Sinnhaftigkeit unseres Services von selbst.

Wie funktioniert Erledigungen.de?
Drei einfache Schritte: Die gewünschte Erledigung wird online, telefonisch oder per Mail gebucht. Anschließend kommt zum Wunschtermin ein „Erlediger“ vorbei und holt die Unterlagen an jedem beliebigen Ort innerhalb des Stadtgebietes ab – bei Bedarf hilft er auch beim Ausfüllen der Unterlagen. Der „Erlediger“ überprüft die Vollständigkeit. Dann wird der Vorgang auf dem Amt abgewickelt und geht nach Abwicklung zum Kunden zurück.

Welche Vorteile bietet Erledigungen.de?
Wir sparen den Kunden Zeit und Nerven und geben ihnen Zeit sich um die wichtigen Dinge im Leben zu kümmern.

Wie ist das Feedback?
Extrem positiv. Wir profitieren auch viel von Empfehlungen.
Einige wenige sagen im ersten Moment wir wären teuer, was allerdings schnell revidiert wird, wenn den Kunden klar wird, dass unsere Preise alles beinhalten: Abholung, Rückbringung, Beratung und natürlich sämtliche Amtsgebühren.

Erledigungen.de, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Ziel ist, dass das Warten auf dem Amt eines Tages genauso überholt sein wird wie heutzutage die Handys der ersten Generation.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Der erste Tipp: Achtet auf euer Umfeld. Nehmt Hilfe in Anspruch. Als Gründer setzt man sich massiven Belastungen aus. Da braucht man jemanden, der einen schützt und stützt. Und auch mal „Halt!“ ruft, wenn es nötig ist. Außerdem: Was wäre die Reise wert, wenn man den Erfolg am Ende mit niemandem teilen kann?

Zweiter Tipp: Sucht euch Mentoren, die euch zur Seite stehen, holt euch gute Leute mit an Bord. Aus den verschiedensten Fachbereichen. Nur so könnt ihr die unterschiedlichsten Blickwinkel beleuchten und über ein breites Wissensspektrum verfügen.
Wer mit Freunden gründet, sollte sich außerdem im Klaren drüber sein, wo die Reise hingehen soll. Krisen können eine Freundschaft sehr auf die Probe stellen! Ihr müsst bereit sein, auch mal zu streiten, ohne dass eure Firma dann gleich Geschichte ist. Stellt Leute an, die Dinge wissen, die ihr nicht wisst. Leute, bei denen ihr das Gefühl habt: Auf den kann ich mich verlassen, der ist ein Gewinn für mich und meine Idee.

Dritter Tipp: Geht raus, erzählt den Leuten von eurer Idee. Hört euch das Feedback genau an. Versucht, nicht betriebsblind zu werden oder alles mit der rosa Brille zu sehen. Sprecht mit der potenziellen Zielgruppe. Nehmt Feedback ernst. Lasst euch nicht entmutigen, sondern seht die Menschen als großen Wissensquelle, von dem ihr viel lernen könnt. Und keine Angst vor Ideenklau! Das Risiko halte ich für sehr gering.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Sebastian Simon für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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