Erfolgreich selbstständig – Groß denken und träumen, langfristig planen!

Sich selbstständig machen, das kann im Grunde genommen jeder. Ist die Entscheidung für eine Selbstständigkeit erst einmal getroffen, ist der tatsächliche Prozess einer Anmeldung als Selbstständige recht einfach. Die eigentliche Arbeit beginnt danach, denn das Schwierige ist, auf Dauer am Markt erfolgreich zu sein und sich als Unternehmerin mit dem eigenen Business zu etablieren. Und zu positionieren. Denn die ersten Herausforderungen passieren in der Regel direkt im ersten Jahr. Die ersten zwölf Monate einer Selbstständigkeit sind vergleichbar mit einer Achterbahnfahrt – mal läuft alles super und die Selbstständigkeit war die beste Entscheidung des Lebens. Aber manchmal läuft das Geschäft nicht so gut, Aufträge kommen ins Stocken, Rechnungen werden nicht gezahlt und der finanzielle Druck wächst. Und dann stehen viele Frauen in ihrer Selbstständigkeit irgendwann an einem Wendepunkt und stellen sich die Frage: Soll ich so weitermachen wie bisher? Oder hebe ich mein Unternehmen auf den nächsten Level?

Der Weg zum unternehmerischen Erfolg ist oft holprig und mit viel Arbeit und vor allem Zeit verbunden. Und genau darüber haben viele vorab keine Vorstellung. Als Selbstständige wird man nicht einfach über Nacht erfolgreich. Vor allem nicht, wer kurzfristig plant und nur an Profit denkt. Daher sollte sich jede Frau, die sich mit der Frage nach der Selbstständigkeit beschäftigt, vorab auch Gedanken über die Herausforderungen machen. Und vor allem auch, wie sie diese meistern kann. Denn es gibt sie, die Schlüssel für einen langfristigen Erfolg. Und wer sie frühzeitig (er-)kennt und auch in der eigenen Arbeit mit einbezieht, kommt vielleicht gar nicht erst in die Situation, über Aufgabe nachzudenken.

Denk Groß! Träume Groß!

Unternehmerinnen sollten von Haus aus groß denken. Klein anfangen tun sie sowieso von ganz allein. Ein Ziel oder eine Vision sind wichtig, denn darauf kann Gründerin sich besinnen, wenn sie Erfolge zu feiern hat. Dafür hat sie sich ja selbstständig gemacht. Aber auch für Misserfolge sind Visionen wichtig, denn sie verhelfen einem wieder zurück auf den richtigen Weg in Richtung Ziel. Und das Ziel sollte Erfolg heißen, zumindest im Untertitel.

Und ganz nebenbei: Die Vorstellung oder Vision, viel Freizeit zu haben und viel Geld zu verdienen, sollte nicht die Grundlage einer Unternehmerschaft sein. Denn mit Freizeit hat Selbstständigkeit – vor allem in den ersten Jahren – nicht viel zu tun. Und eine Vision ist sehr wichtig, sie sollte aber nicht vom eigentlichen Weg ablenken. Sie soll vielmehr ein Wegweiser sein, der immer in die richtige Richtung zeigt.

Denk langfristig!

Selbstständigkeit ist eine Kopfsache. Frauen, die eine unternehmerische Laufbahn einschlagen, müssen es auch wirklich wollen. Sie müssen sich bewusst machen, dass sie ab sofort ihre eigene Chefin sind, dass sie allein für unternehmerische Entscheidungen verantwortlich sind und sie sich auch darum kümmern müssen, wenn es mal nicht gut läuft.

Wer also langfristig erfolgreich sein möchte, sollte am besten immer einen (oder zwei) Schritte vorausplanen. Dabei ist es wichtig die Planung laufend im Auge zu behalten und bei Bedarf anzupassen. In Bildern gedacht ist der Businessplan der eigentliche Fahrplan, aber es kann immer mal zu Behinderungen im Verkehr kommen oder Baustellen blockieren den Weg. Dann muss schnell eine Umleitung her, damit die Passagiere dennoch ihr Ziel erreichen. Und genauso sollte jede Selbstständige und Unternehmerin auch ihr Business anpassen oder umleiten, wenn Hürden dies verlangen. Wer selbst keine passende Lösung findet, sollte sich an dieser Stelle an einen Experten wenden.

Tausche dich aus!

Es ist ein wirklich gut gemeinter Rat und er kann nicht oft genug wiederholt werden: Geh raus – und das entweder online oder offline – und vernetze dich. Vor allem für Frauen, die in kleineren Städten oder auf dem Land leben, wo es nicht so einfach ist, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzten, bietet der digitale Fortschritt passende Möglichkeiten, Netzwerke zu finden. Und laufender Austausch im Netzwerk bietet einen großen Mehrwert für jede Selbstständige. Sei es, um sich einfach über Ideen auszutauschen oder Inspirationen zu bekommen, oder aber von anderen Menschen zu lernen, die schon das erreicht haben, was du selbst noch erreichen möchtest.

Wichtig ist auch zurückzugeben, wenn es dann richtig gut läuft. Genauso wie du dir Support aus dem Netzwerk holst, solltest du auch anderen Frauen deine Unterstützung geben, die die gleichen Ängste und Zweifel haben, die du anfangs hattest. Um den Aufbau und die laufende Pflege des eigenen Netzwerks sollte sich wirklich JEDE Selbstständige und Unternehmerin kümmern.

Vermarkte (auch) dich selbst!

Auch dies ist ein Aspekt, der scheinbar immer wieder mal wiederholt werden muss: Jeder Gründer muss selbst für neue Kunden sorgen. Dazu müssen sie ihre Produkte oder Services, und auch sich selbst, kontinuierlich vermarkten. Denn wenn dich und deine Leistungen niemand kennt, kann sie auch niemand kaufen. Und dann ist dein Business auch direkt hinfällig.

Da die Informationsflut heute sehr groß ist, reicht es nicht aus, ein gutes Angebot zu haben. Es muss auch gefunden werden. Und dafür müssen Selbstständige die (Werbe-)Trommel mitunter sehr laut schlagen, um sich Gehör zu verschaffen. Auch hierbei kann das Netzwerk eine wichtige Rolle spielen, denn in der Regel gibt es immer jemanden im Netzwerk, der das sucht, was du anbietest, oder jemanden kennt, der es sucht. Sei draußen, sei aktiv, mach dich bemerkbar. Und sichtbar. Denn Bilder (und heute verstärkt auch Videos oder Podcasts) bekommen in der Regel mehr Aufmerksamkeit als nur Text.

Arbeite an deinem Unternehmen!

Diese Formulierung ist sehr wichtig, denn als Selbstständige arbeitest du nicht mehr IN einem Unternehmen. Du bist keine Angestellte, die sich einfach mal zurückziehen kann. Als Selbstständige bist du selbst für dein Business verantwortlich. Und als Selbstständige versinkt man gern mal in der alltäglichen Arbeit. Für einen Moment ist das auch völlig in Ordnung. Wichtig ist aber: Der Alltag darf einen nicht einholen. Denn zur Selbstständigkeit gehört nicht nur, seine Selbstständigkeit oder seine Firma aufzubauen, sondern diese auch laufend weiterzuentwickeln und auszubauen. So sollten Unternehmerinnen ihr Angebot so weiterentwickeln, dass sie mittel- bis langfristig mit weniger Zeit und Aufwand mehr Geld verdienen können.

Schlussendlich läuft jede Selbstständigkeit anders, denn jede Gründerin ist anders. Aber es gibt sie, die Faktoren für eine erfolgreiche Selbständigkeit und die oben genannten bilden die Basis dafür. Und diese sollte sich jede Unternehmerin wirklich zu Herzen nehmen und verinnerlichen. Und wer dann doch mal feststeckt, sollte nicht darauf verzichten, sich professionelle Unterstützung zu suchen.

Tanja Lenke

Tanja Lenke ist Business Consultant, Gründercoach und Mentorin für Unternehmerinnen und selbstständige Frauen. Mit she-preneur bietet sie Gründerinnen und Selbstständigen eine digitale Plattform als Anlaufstelle und begleitet sie als Gründungs- und Unternehmensberaterin auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Selbstständigkeit. Auf ihrem Blog gibt es Tipps und Tools für Selbstständige und Erfahrungsberichte und Interviews von und mit selbstständigen Frauen zu finden.

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