Verantwortung in der PR

Drei Möglichkeiten für Engagement & Kommunikation

Nicht nur große Unternehmen zeigen Verantwortung mit einem Food Print oder klimaneutralem Transport auch viele Startups beweisen von der ersten Minute an, dass sie ein Gewissen haben und ihr Geschäft nach ethischen Grundsätzen betreiben. Sollten Sie sich auch dazu entscheiden Ihre Abläufe, Maßnahmen und Materialien verantwortungsbewussten Maßstäben zu unterziehen, kann ich Sie aus PR-Sicht nur beglückwünschen, denn Sie haben damit ein weiteres wunderbares Thema für die PR Ihres Startups definiert. Damit Sie das Potential nutzen können, hier die drei Säulen für ein nachhaltiges Engagement:

1. Kinder

Wer sich um die Zukunft sorgt, hält die Augen auch für die nachwachsende Generation offen. Alle Themen rund um die Unterstützung von Kindern erfordert jedoch großes Fingerspitzengefühl. Sie schüren Erwartungen bei Organisationen aber auch bei den Kleinsten, die Sie auch erfüllen können sollten. Sich in diesem Bereich zu engagieren, ist in der Regel persönlich motiviert durch Einflüsse aus dem direkten Umfeld bzw. der eigenen Familie.

+++ Mein Tipp +++
Selektieren Sie erst das Thema und dann die Organisation, in der Sie sich engagieren wollen. Ihre Motivation ist ab diesem Moment kein Geheimnis mehr, sondern Teil der Geschichte und Teil der Startup Story. Entscheiden Sie jedoch vorher mit Bedacht, wie weit sie das Thema an das Startup oder Ihre Person knüpfen. Denn es kann sehr persönlich werden.

2. Umwelt

In diesen Bereich heißt es Verantwortung für die Umwelt offen bei jeder Gelegenheit zeigen. Das können regionale Arbeitseinsätze Ihres Teams im Naturschutzgebiet vor Ihrer Haustier sein, eine Spendenaktion zur Rettung einer seltenen Pflanze oder die Nutzung von Rohstoffen rein natürlichen Ursprungs. Es ist die verbreitetste Form des Engagements, bei der Ihr Startup eine Fülle kompatibler Möglichkeiten finden wird.

+++ Mein Tipp +++
Bei aller Begeisterung für den Umweltschutz achten Sie darauf, dass das Thema Ihres Engagements zum Charakter des Startups, den handelnden Personen und den Produkten bzw. Dienstleistungen passt. Schließlich soll Ihr Umweltengagement zum Gesamtbild des Unternehmens und der Unternehmer passen sowie Ihre Glaubwürdigkeit unterstreichen.

 3. Gesellschaft

In diesem Bereich ist in den letzten Jahren eine ganze Industrie gewachsen, die von Corporate Social Responsibility über Corporate Citizenship bis hin zur nachhaltigen Unternehmensführung geht. Alle haben eins gemeinsam: Der Unternehmer – also auch Sie als Startup – will einen freiwilligen Betrag für die Gesellschaft leisten, der über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus geht und vor allem zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beträgt. Also heute schon an morgen denken – und das für meinen Einflussbereich.

+++ Mein Tipp +++
Wenn sie sich entscheiden, das Handeln Ihres Startups mit gesellschaftlicher Verantwortung und Weitsicht auch öffentlichkeitswirksam zu betreiben, empfehle ich einen – wenn auch erstmal kurzen – Code of Conduct also einen Verhaltenskodex fest zu halten. Hier definieren Sie alle Unternehmensgrundsätze wie Sie fair, ethisch und verantwortungsbewusst mit sich, den Ressourcen und anderen umgehen wollen. In Lieferantenbeziehungen hilft Ihnen dies auch, um die für Sie passenden Partner auszuwählen.

Fazit:

Sollten Sie sich für eines der Themenbereiche entschieden haben, planen Sie die damit verbundenen Maßnahmen fest in Ihren Jahresplan ein und nutzen Sie alle Kommunikationskanäle. Das Engagement sollt zu Ihnen passen und auch in fünf Jahren nachvollziehbar aber vor allem budgetär abbildbar sein. Aber bitte Vorsicht: Sollten Sie es nicht ernst meinen und das Thema nur als kommunikatives Feigenblatt benutzen, um über andere Punkte hinweg zu täuschen, wird es Ihnen früher oder später auf die Füße fallen und Ihrem Startup schaden. Also: „be prepared“ and „be honest“!

Bild: pixabay.com

Annett Oeding

Annett Oeding berät seit 20 Jahren Geschäftsführer und Vorstände in Kommunikationsfragen. Sie leitete Kommunikationsabteilungen von Konzernen und arbeitete als Pressesprecherin. 2013 gründete sie ihre eigene Strategieberatung für Kommunikation AOSK und unterstützt neben etablierten Unternehmen immer mehr Startups, die sie in unterschiedlichen Phasen kommunikativ berät, trainiert, coacht und begleitet. Alle Informationen finden Sie auch auf http://aosk.de/

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