Wer ist ihr echter Kunde?

enfore bietet die digitale Komplettlösung für kleine Unternehmen und ermöglicht die Digitalisierung zu einem konkurrenzlos günstigen Preis

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen enfore doch kurz vor!
Gut 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland gehören laut Statistischem Bundesamt zu den sogenannten kleinen und mittleren Unternehmen. Eine der aktuell größten Herausforderungen und zugleich Chancen für diese kleinen Unternehmen ist das Thema Digitalisierung. Dennoch sind über 80 Prozent der deutschen kleinen Unternehmen noch nicht digitalisiert und damit nicht wettbewerbsfähig. Gründe hierfür sind in der Regel zu hohe Kosten, eine fehlende IT-Abteilung sowie fehlendes Know How.

enfore hat sich zum Ziel gesetzt, alle kleinen Unternehmen die durch die fehlende Digitalisierung den Anschluss zu verlieren drohen, konkurrenzfähig zu machen. Studien von TNS Infratest oder GFK Enigma belegen, dass kleine Unternehmen die digitale Lösungen nutzen, schneller wachsen als ihre Mitbewerber und neue Technologien einen positiven Beitrag zum Unternehmenswachstum leisten

Die enfore AG wurde im September 2009 von Entrepreneur und Digital-Unternehmer Marco Börries als NumberFour AG gegründet und hat in den letzten acht Jahren eine offene Geschäftsplattform aufgebaut, die kleinen Unternehmen weltweit dabei helfen soll, ihr Geschäft zu digitalisieren und zu führen. Das ehrgeizige Ziel des in Berlin und Hamburg ansässigen Unternehmens ist, kleinen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Technologie sowie Effizienz- und Skaleneffekte in gleichem Maße nutzen zu können, wie es bislang nur großen Unternehmen und Konzernen möglich war. Dafür hat das rund 70-köpfige enfore Team in den letzten acht Jahren intensiv an der Entwicklung einer digitalen Geschäftsplattform für kleine Unternehmen gearbeitet.

Wie ist die Idee zu enfore entstanden?
Marco Börries (enfore Gründer und CEO): Eigentlich habe ich schon seit der Gründung von StarOffice darüber nachgedacht, wie ich kleinen Unternehmen helfen und unterstützen kann – das war vor über 30 Jahren. Weltweit gibt es etwa 200 Millionen kleine Unternehmen. Sie sind das größte Einzelsegment der gesamten Technologiewelt. Doch bisher gibt es keinen globalen Player, der sie bedient. Wenn ich die 200 Millionen Firmen zusammenzähle, erwirtschaften sie ein größeres Sozialprodukt als jedes andere Segment, aber als einzelnes Geschäft sind sie natürlich nicht so attraktiv, weil sie klein und daher schwer zu erreichen sind. Daher hat es noch keiner geschafft, in diesem attraktiven Markt eine ähnliche Dominanz zu erreichen wie etwa SAP oder Oracle im Großkundenmarkt oder Google und Facebook im Konsumentenmarkt.

Heute ist alles durch Software bestimmt und kleine Unternehmen benötigen die gleichen Technologien wie große Unternehmen, aber die kleinen Unternehmen können sich die Technologie entweder nicht leisten oder ihnen mangelt es an Know-How. Für kleine Unternehmen wird es also immer schwerer, Kunden langfristig zu halten. Deshalb ist es unser Ziel diese kleinen Unternehmen mit der Technologie ausstatten, die sie brauchen, um in einer vernetzten Welt wettbewerbsfähig zu sein. Unsere Mission ist es, diesen 200 Millionen Kleinunternehmern zu helfen, ihr Geschäft zu führen und ihnen die Chancengleichheit mit Großunternehmen zu ermöglichen. Ich finde, „small is beautiful“ und ich möchte nicht in einer Welt leben, wo es nur noch Amazon, Ebay oder Zalando gibt. Das sind alles großartige Unternehmen, aber ich mag den Wettbewerb und die Vielfalt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Marco Börries: Die Idee zu enfore ist – wie bereits erwähnt – bereits vor vielen Jahren entstanden. Im September 2009 haben wir dann mit einem kleinen Team mit der Software-Entwicklung begonnen. Bis zum Start im September 2017 sind also acht Jahre vergangen. Doch eine Business-Plattform zu bauen, die 200 Millionen kleinen Unternehmen dabei hilft, ihr Geschäft zu führen ist eine sehr ambitionierte Angelegenheit. Wir haben sehr lange darüber nachgedacht und haben sehr viel entwickelt. Da stecken ein paar hundert Mann-Jahre drin. Außerdem haben wir ja nicht nur Software gebaut, sondern auch die komplette Hardware entwickelt. Das allein hat fast drei Jahren in Anspruch genommen.

Hinter enfore stehen namhafte Investoren wie Index Ventures, der Yahoo Gründer Jerry Yang, Sun-Microsystems-Mitgründer Andreas von Bechtolsheim, der US-Investor Allen & Company, der Telekom-Beteiligungsarm T-Ventures, sowie die Business Angels Klaus Hommels (Lakestar) und Xing-Gründer Lars Hinrichs.

Wer ist die Zielgruppe von enfore?
Marco Börries: Zielgruppe der enfore Lösungen sind die rund 200 Millionen kleinen Unternehmen weltweit. Zum Start konzentriert sich enfore mit einem ersten Satz von Business Apps und Geräten auf die rund 50 Millionen lokalen Händler aus den Bereichen Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleister.

Wie funktioniert enfore?
Marco Börries: „Connected Businesses“ – das ist der Kerngedanke, der hinter enfore steckt.

Man muss dazu wissen, dass Kleinunternehmen bislang in der Regel Einzelanwendungen nutzen – etwa eines für die Buchhaltung, eines für das Kundenmanagementsystem, eines für die Warenwirtschaft oder die Kasse. Sie haben keine eigene IT-Abteilung, die diese Daten zusammenführt. Wir stellen diesen kleinen Unternehmen kostengünstig – über die Cloud – eine Business Plattform zur Verfügung, die alle Arbeitsprozesse abbildet. Darüber können Kleinunternehmer nicht nur ihre Kennzahlen kontrollieren, sondern auch ihre Website veröffentlichen und automatisch mit aktuellem Content befüllen. Wenn der Einzelhändler in dem integrierten „Point-of-Sale/Service-(POS-)System“ also etwa eine Rabattaktion kennzeichnet, kann er diese direkt auch auf der Website und in sozialen Medien veröffentlichen. Die Businessprozesse und die Online-Aktivitäten werden automatisch vernetzt.

Welche Vorteile bietet enfore?
Marco Börries: Unsere digitale Komplettlösung für kleine Unternehmen aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen ermöglicht die Digitalisierung dieser Unternehmen zu einem konkurrenzlos günstigen Preis. Für einmalig 998,- Euro erhalten lokale Händler eine Kombination aus intuitiv bedienbarer Business Software, innovativer Hardware, ein Cloud basiertes Kundenkonto sowie attraktiven Business Payment Services. Vergleichbare, bereits im Markt befindliche Angebote kosten in der Regel das drei- bis fünffache und verlangen zusätzlich häufig eine monatliche Gebühr. Und das bei einem deutlich geringerem Leistungsumfang.

Bei enforeDasher handelt es sich um ein robustes, hochwertiges POS-Terminal mit elegantem Design – inklusive Kassensystem mit 14 „Full HD Touchscreen, 5“ Kunden Display, Hochgeschwindigkeitsdrucker, 3D-Barcode-Scanner, Ethernet, HDMI und 4 USB-Anschlüssen. Der Preis für enforeDasher liegt bei 799,- Euro netto. Dies ist weit unter dem Niveau, das derzeit im Markt für deutlich weniger umfangreiche Lösungen verlangt wird.

Für enforePayPad, einem WiFi-fähigen Kartenbezahlterminal zahlen interessierte Kleinunternehmen einmalig 199,- Euro. Die Transaktionsgebühren, also die Kosten die ein Unternehmer für die bargeldlose Zahlung per Kredit- oder EC-Karte an einen Payment-Service-Provider bezahlt, liegen bei enfore im Rahmen seiner Business Payment Services bei 0,79% für EC- und 1,19% für Kreditkartenzahlung.

enforeDasher und enforePayPad arbeiten perfekt mit enforePOS, einer Business App mit branchenspezifischen Software-Modulen, die lokale Geschäfte bei allen Arbeitsschritten von der Warenwirtschaft und der Lagerhaltung über die Abrechnung bis hin zur Kundenbindung digital unterstützt, zusammen. Darüber hinaus sind in enforePOS leistungsfähige Tools integriert, mit denen ein Unternehmen seine Kunden besser verstehen, binden und belohnen sowie über mehrere Vertriebs- und Servicekanäle mit ihnen in Verbindung treten kann. Der Clou: Die umfangreiche Software sowie alle zukünftigen Updates sind bereits im Preis der Hardware enthalten. Sie ist also kostenlos.

Herr Börries, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich mit enfore in fünf Jahren?
Marco Börries: Unser Fokus liegt derzeit ganz klar auf der Einführung von enfore in Deutschland und der Bereitstellung der Business-Plattform und der wichtigsten Anwendungen für das lokale Geschäftsfeld. Als nächstes wollen wir unser Geschäft zügig auf weitere Märkte und Regionen ausdehnen. Darüber hinaus ist geplant, weitere Kundengruppen anzusprechen, wie z.B. den Dienstleistungssektor. Weiterhin werden wir Entwicklern Tools zur Verfügung stellen, mit denen sie ihre eigenen Anwendungen schreiben können, so dass wir eine breitere Abdeckung für verschiedene Branchen erreichen können. Wie bereits erwähnt, ist unser langfristiges Ziel, 200 Millionen kleinen Unternehmen zu helfen, ihr Geschäft zu führen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Ausdauer

2. Niemals aufgeben/entmutigen lassen

3. Immer wissen, für wen sie optimieren / auf wen sie sich konzentrieren – wer ist ihr echter Kunde?

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Marco Börries für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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