Samstag, Oktober 16, 2021

Wichtige Tipps zur Businessplan-Erstellung für ein eMobility Startup

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Der Wunsch nach einer nachhaltigen Lebensweise steigt in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Attribute wie Ressourcenschonung und Wiederverwertung nehmen für die Menschen an Bedeutung zu. Veränderte Ansprüche, die sich nicht nur auf Lebensmittel und Konsumgüter beziehen. Umweltfreundliche Fortbewegungsmittel werden ebenfalls vermehrt nachgefragt.

Elektromobilität (auch: E-Mobilität oder E-Mobility) ist für Start-ups somit eine zukunftsweisende und erfolgversprechende Sparte. Damit sich die erste Idee zu einem ausgereiften Konzept verwandelt, ist die Erstellung eines Businessplans unverzichtbar.

Für wen wird der Businessplan geschrieben?

Als Gründer eines Start-ups im Bereich Elektromobilität möchten Sie ohne Verzögerung in den wachsenden Markt der nachhaltigen Produkte einsteigen. In der Vorgründungsphase sollten Sie Ihr Bedürfnis nach schnellen Ergebnissen jedoch vorübergehend nach hinten stellen. Wer in dieser entscheidenden Phase gewissenhaft, bedacht und sorgfältig vorgeht, der wirkt bösen Überraschungen von Anfang an wirksam entgegen. 

Ein elementarer Schritt auf dem Weg in die Selbstständigkeit ist das Schreiben des Businessplans. Bei ihm handelt es sich um eine schriftliche Ausarbeitung, in der Sie Ihre Geschäftsidee strukturieren und ihre Erfolgschancen prognostizieren. Neben der grundsätzlichen Idee und der geplanten Marketingstrategie beschreibt er auch die voraussichtlichen Kosten sowie den geschätzten Umsatz beziehungsweise Gewinn. 

Diesen Personengruppen nützt der Businessplan Ihres E-Mobility Start-ups:

Ihnen als Gründer 

Potenziellen Investoren

Staatlichen Institutionen

Businessplan für ein E-Mobility Start-up – die Vorteile

Die schriftliche Ausarbeitung Ihrer Geschäftsidee dient Ihnen als Planungshilfe bei der Realisierung Ihrer Vision. Zudem können Sie ihn nach dem Markteintritt Ihres Start-ups nutzen, um Ihr Unternehmen dauerhaft auf Erfolgskurs zu halten. 

Ein Start-up im Bereich E-Mobilität zu gründen, erfordert ein hohes Startkapital. Sofern Sie dieses nicht aufbringen können, sollten Sie die Unterstützung von Investoren in Anspruch nehmen. Die Chancen stehen gut, denn aufgrund des großen Marktpotenzials beteiligen sich externe Geldgeber gerne an nachhaltigen Geschäftsideen. Dasselbe gilt für öffentliche Einrichtungen wie die Agentur für Arbeit oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie bieten Gründungszuschüsse an, die vorzugsweise für zukunftssichere Projekte bewilligt werden. 

Sowohl für private Investoren als auch für staatliche Institutionen ist der Businessplan Ihres E-Mobility Start-ups ein wichtiges Entscheidungskriterium. Bei ihrer Betrachtung liegt der Fokus vor allem auf den Kennzahlen. Indem Sie die voraussichtliche Rendite, die benötigten Finanzmittel sowie die Gewinne pro Periode genau recherchieren und berechnen, stellen Sie Ihr Know-how als Gründer unter Beweis. Ein fundierter, schlüssiger und realistischer Businessplan erleichtert Ihrem Start-up somit den Zugang zu Fremdkapital.

Wie ist ein guter Businessplan aufgebaut?

Ziel der schriftlichen Erfassung Ihrer Geschäftsidee ist, sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln gründlich zu betrachten und auf Realisierbarkeit zu prüfen. Aus diesem Grund ist bei der Erstellung des Businessplans für Ihr E-Mobility Start-up eine festgelegte Struktur einzuhalten. Den Anfang macht eine Gliederung, die einen Überblick über die folgenden fünf Themenschwerpunkte der Ausarbeitung gibt. 

Die fünf Pfeiler des Businessplans inklusive Anleitung:

1. Executive Summary

In diesem ersten Teil fassen Sie die wesentlichen Aspekte Ihrer Geschäftsidee zusammen. Sie baut auf den Informationen der übrigen vier Teile auf und sollte somit zum Schluss geschrieben werden. Beschreiben Sie Ihr Konzept kurz und knackig, reißen Sie die Marktlage sowie das -potenzial an und bilden Sie die Erfolgschancen Ihres Start-ups grob ab. Beschränken Sie sich in diesem Abschnitt auf ein bis drei Seiten.

2. Markt- und Wettbewerbsanalyse

Welche Mitbewerber sind am Markt tätig und wie umsatzstark sind sie? Wie setzt sich die Zielgruppe zusammen und welche Wünsche, Ansprüche und Erwartungen haben sie an einen E-Mobility Anbieter? In diesem Abschnitt widmen Sie sich der Beantwortung dieser Fragen. Ein Tipp: Unterschätzen Sie die Konkurrenz nicht. Erläutern Sie, welches Marktsegment Sie mit Ihrem Start-up bedienen möchten und wie Sie sich erfolgreich gegen die Mitbewerber behaupten können.

3. Ziele und Strategien

Nun gilt es, Ihre Ideen niederzuschreiben und diese in gezielte Strategien zu übersetzen. Die aus dem Marketing bekannte SWOT-Analyse hat sich als praktisches Hilfsmittel etabliert. Sie beschreibt die Stärken, Schwäche, Chancen und Risiken Ihrer Geschäftsidee. Ziel ist, Lösungsansätze zur Abwehr von Risiken und Überwindung von Herausforderungen zu finden. Dieser Teil beschreibt neben Ihren Zielen auch den Weg, wie Sie diese erreichen möchten.

4. Persönliche Vorstellung

Im Rahmen der Erstellung Ihres Businessplans für Ihr E-Mobility Start-up kommen Sie als Gründer ebenfalls zur Sprache. Falls es sich bei Ihrem Konzept nicht um eine Einzelgründung handelt, sollten Sie alle Mitglieder des Teams miteinbeziehen. Gehen Sie auf Ihren beruflichen Werdegang, Ihre persönliche Verbindung zum Thema Elektromobilität sowie Ihre Stärken ein. Wichtig: Finden Sie die Balance zwischen übermäßigem Eigenlob und gesundem Selbstbewusstsein.

5. Finanzplan

Dieser letzte Abschnitt bildet vor allem bei der Suche nach Investoren sowie der Beantragung öffentlicher Zuschüsse das Herzstück Ihres Businessplans. Führen Sie hier das benötigte Startkapital auf und beschreiben Sie die Höhe sowie den Verlauf der Kosten. Berechnen Sie den Punkt, ab dem Ihr Unternehmen Gewinne generiert, indem Sie die geschätzte Absatzmenge und den durchsetzbaren Preis ermitteln. Neben diesem sogenannten Break-Even-Point interessieren sich private Investoren auch für das Return-on-Investment und andere Kennzahlen, die den Investitionsrückfluss abbilden.

Diese Tipps sollten Sie bei der Erstellung Ihres Businessplans beachten

Gehen Sie gewissenhaft vor

Der Businessplan für Ihr E-Mobility Start-up ist nur dann aussagekräftig, wenn Sie fundierte und gründlich recherchierte Daten verwenden. Verschönern Sie nichts, sondern setzen Sie sich mit den tatsächlichen Gegebenheiten auseinander. Auf diese Weise gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Investoren und vermeiden böse Überraschungen in der Wachstumsphase.

Betrachten Sie einen größeren Zeitraum

Bilden Sie in Ihrem Plan mindestens die nächsten drei bis fünf Jahre ab. Dieser erweiterte Planungshorizont berücksichtigt neben der Anfangsphase auch die Jahre danach, die für Neugründungen entscheidend sind. Dies wird dem Umstand gerecht, dass die Kosten in den unterschiedlichen Phasen der Unternehmensgründung nicht linear verlaufen.

Wenden Sie den passenden Schreibstil an

Unterstreichen Sie Ihre Seriosität als Gründer beziehungsweise Gründer-Team, indem Sie sachlich aber nahbar schreiben. Einzige Ausnahme bildet der Abschnitt, der sich mit der Vorstellung Ihrer Person befasst. Verzichten Sie allerdings auch hier auf einen allzu emotionalen Schreibstil, denn dies wirkt auf Investoren und Sachbearbeiter naiv. 

Nutzen Sie den Businessplan auch nach der Gründung

Die schriftliche Ausarbeitung stellt das Rückgrat Ihrer Geschäftsidee dar. Diese unterstützende Wirkung kann der Businessplan für Ihr E-Mobility Start-up nur dann entfalten, wenn Sie ihn zur Kontrolle verwenden. Betrachten Sie ihn regelmäßig, um den Status quo mit dem Soll-Zustand abzugleichen und notwendige Anpassungen rechtzeitig vornehmen zu können. Auf diese Weise sichern Sie sich und Ihrem Unternehmen langfristigen Erfolg.

Für weitere Fragen zum Thema Businessplan-Erstellung für E-Mobility Startups können Sie sich jederzeit an avviarsi Consulting wenden.

Autor: avviarsi Consulting

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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