Was ist das schlimmste, was passieren kann?

embauerment hat es sich zum Ziel gemacht Landwirtschaft und Ernährung nachhaltiger zu gestalten

Stellen Sie sich und das Startup embauerment doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Reenie und Sinjo von embauerment und mit unserem Start-up wollen wir Landwirtschaft und Ernährung nachhaltiger machen. Dies funktioniert am besten, wenn BürgerInnen und Bauern/Bäuerinnen gemeinsam die landwirtschaftliche Zukunft regional vorantreiben. Mit embauerment könnt ihr auf unserer Onlineplattform eure/n regionale/n Bauern/Bäuerin unterstützen, auf bio umzustellen und die Direktvermarktung auszubauen. Im Gegenzug erhaltet ihr Produkte und Aktivitäten vom Hof oder aus der Region. Gemeinsam beschleunigen wir so die Umstellung auf eine ökologische und faire Landwirtschaft.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben uns dafür entschieden, weil wir direkten Einfluss nehmen und Lösungsansätze für Herausforderungen, wie Agrarwende und Klimawandel, bieten wollen.

Welche Vision steckt hinter embauerment?

Unsere Vision ist, einen digitalen Ort zu schaffen, in dem BürgerInnen und Bauern/Bäuerinnen gemeinsam die Agrarwende beschleunigen, sodass in Zukunft mehr nachhaltige Landwirtschaft auf unserem Boden stattfindet und weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Es soll eine Plattform des Austausches, der Unterstützung, der Aufklärung und der unabhängigen Informationen über Landwirtschaft sein. Wir wollen darüber informieren, wie genau unsere Lebensmittel hergestellt werden. Das können uns Bäuerinnen und Bauern am besten erzählen. Dazu wollen wir in den digitalen und analogen Dialog gehen und so BürgerInnen und Bauern/Bäuerinnen wieder näher zusammenbringen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind seit einem Jahr dabei und die größten Herausforderungen waren und sind die vielen Raufs und Runter, die eine Gründung mit sich bringt, und die gesellschaftliche Herausforderung, dass Deutschland kein Gründungsland ist und es daher schwer ist, sich nicht von der Idee abbringen zu lassen.

Wer ist die Zielgruppe von embauerment?

Wir sprechen vor allem LOHAS (lifestyle of health and sustainablity) an. Also BürgerInnen, denen Tierwohl wichtig ist, die Nachhaltigkeit in ihr Leben integrieren, denen Ernährung und Gesundheit am Herzen liegt und die sich für ihre Land(wirt)schaft interessieren.

Aufgrund des Plattformcharakters haben wir aber neben BürgerInnen auch LandwirtInnen als Zielgruppe. Hier sprechen wir vor allem die an, die in der Umstellung sind oder sich vorstellen können, in die Umstellung auf Ökolandbau oder Direktvermarktung zu gehen.

Wie funktioniert embauerment? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Als BürgerIn gehst du auf unsere Plattform und entdeckst, welche/r Bauer/Bäuerin in deiner Region umstellt. Du entdeckst die Betriebe und entscheidest dich für eine Tier- oder Ackerpatenschaft und suchst dir Dankeschöns aus, Produkte oder Aktivitäten direkt vom Hof. Mit deiner finanziellen Unterstützung bekommen Bauernhöfe gesellschaftlichen Rückhalt und eine Anschubfinanzierung, um Ihre Betriebe auf Ökolandbau oder Direktvermarktung umzustellen. Alle gewinnen durch gesteigerte Biodiversität, sauberes Grundwasser und fruchtbaren Boden. Wir konzentrieren uns auf die Umstellungsphase und heben uns dadurch von anderen ab. Des Weiteren kombinieren wir die Themen Patenschaften, Crowdfunding und Direktvermarktung auf unserer Onlineplattform und unterscheiden uns auch dadurch von anderen AnbieterInnen.

embauerment, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren ist embauerment die führende Plattform für lokale Agrarwende. Wir sind deutschlandweit aktiv. Wir haben embauerment mit einem Weiterbildungsangebot für LandwirtInnen erweitert und sind der erste Anlaufpunkt für ausführliche, einfache, wissenschaftsbasierte Informationen über Landwirtschaft.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Einfach mal machen mit der Fragestellung, was ist das schlimmste, was passieren kann?

2. Ziele und Kompetenzen klar haben, sodass äußere Einflüsse keine Chance haben.

3. Kommunikationskompetenz ist ein wichtiges Element, um erfolgreich zu sein.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Reenie und Sinjo für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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