Fake it until you make it

ello: Elektrischer Rollator in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und den Rollator ello doch kurz vor!
Mein Name ist Max Keßler und ich hatte die Idee eines elektrischen Rollators. Zusammen mit Benjamin Rudolph und Matthias Geertsema habe ich den Rollator der Zukunft, unseren ello, entwickelt.

Wie ist die Idee zu ello entstanden? Welche Vision steckt dahinter?
Die Oma eines Freundes wohnt auf der Schwäbischen Alb und hatte Probleme ihren Einkauf den Berg hochzuschieben. Zu dieser Zeit sind die e-Bikes auf den Markt gekommen und wir haben uns gefragt, warum man den elektrischen Antrieb nicht einfach in einen Rollator integrieren kann.

Somit kam uns die Idee für einen elektrischen Rollator um Personen zu helfen und ihnen den Alltag zu erleichtern.

Wer ist die Zielgruppe von ello?
Die Zielgruppe von ello sind Personen welche eine Gehunterstützung benötigen. Somit ist unsere Hauptzielgruppe Senioren im Alter von 80 – 90 Jahren.

Was ist das Besondere an dem Rollator ello?
Das Besondere ist, dass ello weiterunterstützen kann, wenn andere Rollatoren an ihre Grenzen kommen. Beispielweise muss ello nicht geschoben werden, sondern fährt durch Berührung eines Sensors von alleine in der zuvor festgelegten Geschwindigkeit.

Bergab bremst ello automatisch und rollt daher nicht weg.

Wie ist das Feedback?
Bisher durchweg positiv. Es ist schön zu sehen, dass auch zuerst kritische Einstellungen zu einem elektrischen Rollator durch Testen behoben werden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Wir wurden in den vergangenen Jahren immer wieder angefragt, ob wir nicht an der Gründer-Show teilnehmen möchten. Nun war die Zeit gekommen, das Produkt ausgereift und wir bereit für den großen Einstieg in den Markt. Daher haben wir dann unsere Unterlagen bei der Produktionsfirma eingereicht und wurden schließlich eingeladen, vor den „Löwen“ zu präsentieren.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Fast gar nicht! Wir haben am Donnerstag die Einladung für den Dreh am Dienstag bekommen. Da bleibt nicht viel Zeit für Vorbereitungen. Vor allem als wir am Freitag erfahren haben, dass schon am Montag gedreht wird.

Wir verlassen und darauf, dass ello für sich spricht.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Das ganze Team fiebert der Aufzeichnung und den Ereignissen danach entgegen. Wir hoffen auf einen starken Push im Vertrieb, viele Anfragen und Kunden, was natürlich auch Herausforderungen für Produktion und Logistik bedeutet. Für mich persönlich geht ein alter Traum in Erfüllung:

Ich wollte immer, dass ein von mir mitentwickeltes Produkt von vielen Menschen genutzt wird.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf ello aufmerksam werden?
DHDL ist die bekannteste Show für neue Produkte in Deutschland. Eine bessere Plattform um das Produkt vielen Leuten vorzustellen können ist für uns nicht denkbar. Wir haben ein gutes Produkt und müssen dies nun bekannt machen, unter Fachhändlern, Senioren, Angehörigen aber auch in Kliniken und bei Pflegediensten.

Ziel der Sendung „Die Höhle der Löwen“ ist es, dass ein Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Frank Thelen ist als Experte für „Gadgets“ aller Art bekannt, ich könnte mir vorstellen, dass er Interesse an ello zeigt. Carsten Maschmeyer hat gute Kontakte zu medizinischen Einrichtungen, hier würde es Anknüpfungspunkte geben.

ello, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben ello (und vielleicht auch schon ello 2.0) erfolgreich am Markt etabliert, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern. Wir sind auf dem Weg ein Unternehmen für neue, elektrische Mobilitätskonzepte zu werden, jenseits von eBike und Elektroauto.

Vielleicht werden wir uns auch weiter mit Produkten für die alternde Gesellschaft beschäftigen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sucht euch ein komplementäres Team. Das ist vielleicht weniger bequem als ein Team aus Gleichgesinnten, bringt die Unternehmung aber weiter. Fake it until you make it – eine gute Außendarstellung sorgt dafür, dass man wahrgenommen wird. Make it – bei allem StartUp-Live sollte nie vergessen werden, dass der wichtigste Baustein für den Erfolg gründliche und leider oft langwierige Arbeit am Schreibtisch oder in der Werkstatt ist.

Bild © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Weitere Informationen finden Sie hier

Sehen Sie ello am 25.September in #DHDL

Wir bedanken uns bei Max Keßler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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