Donnerstag, Dezember 9, 2021

Elimba-ein Jahr nach Höhle der Löwen

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Elimba: Produkte aus Rohkakao

Stellen Sie sich und Elimba doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein junges Startup aus Köln. Unsere Passion liegt im Rohkakao, also der ganzen und ungerösteten Kakaobohne, die aufgrund der gesunden und wohltuenden Inhaltsstoffe ein echtes Naturwunder ist. Wir sind das erste Unternehmen, welches ein Kakaogetränk herstellt, dass nach dem Vorbild der Inkas traditionellen Rohkakao nutzt. Zusammen mit anderen spannenden Gewürzen stellen wir so eine Kakaokugel her, die aus 100% Bio-Zutaten besteht und auf eine vegane Zubereitung ausgerichtet ist. Außerdem erweitern wir jetzt unser Genusssortiment um andere Rohkakaoprodukte, angefangen mit unserem Elimba Topping. 

Welche Vision steckt hinter Elimba?

Wir wollen mit Elimba eine weltweit etablierte Marke erschaffen, die für besonders hochwertige und innovative Produkte rund um das Thema Rohkakao steht und diesen so in die westliche Kultur bringen. Außerdem soll Transparenz und Ganzheitlichkeit bei uns immer großgeschrieben werden.

Wer ist die Zielgruppe von Elimba?

Elimba richtet sich an alle, die gerne Kakao trinken, eine bekömmliche Alternative zum Kaffee bevorzugen und besonders an Konsument*innen, die einen starken Fokus auf Qualität, Natürlichkeit und intensiven Geschmack legen – Personen, für die Kakao nicht nur eine Art Frühstücksgetränk, sondern ein Genussgetränk ist. Unsere Zielgruppe sind somit vor allem Menschen, die viel Wert auf eine bewusste Ernährung legen und für die Achtsamkeit im Alltag einen hohen Stellenwert hat. 

Was ist das Besondere an den Produkten?

Das Besondere an unseren Produkten ist in jedem Fall der Rohkakao. Denn Kakao beinhaltet in seiner ungerösteten Form eine Vielzahl an gesunden Inhaltsstoffen wie Magnesium, Calcium oder Antioxidantien. Außerdem benutzten wir Criollo-Kakao, eine Edelkakaosorte, die in Peru angebaut wird und ausschließlich Bio-Zutaten, wodurch unsere Produkte durch hohe Qualität überzeugen können.

Warum haben Sie sich vor einem Jahr für die Höhle der Löwen beworben?

Tatsächlich wurden wir vor ca. 2 Jahren von Sony Pictures kontaktiert. Uns wurde gesagt, dass jemand aus dem Produktionsteam uns 2018 auf einem Weihnachtsmarkt entdeckt hätte, daraufhin haben wir uns dann beworben. 

In wie weit hat ihnen der Auftritt in der Höhle der Löwen für den jetzigen Erfolg geholfen?

Die Höhle der Löwen war für uns ein unglaublich großer Erfolg. Wir haben so viele Bestellungen bekommen, dass wir mit unseren Kapazitäten leider teilweise nicht schnell genug nachproduzieren konnten. Daraufhin haben wir unsere gesamte Produktion umgestellt: Wir haben große Maschinen gekauft, einen neuen Produktionspartner dazugewonnen und den Herstellungsprozess auf allen Ebenen optimiert um unsere Produktionskapazitäten der Nachfrage anzupassen – davon profitieren wir auch jetzt. Der Auftritt hat also nicht nur unsere Bekanntheit gesteigert, sondern auch dafür gesorgt, dass wir Prozesse optimieren konnten. 

Was ist nach der Sendung passiert?

Seit der Ausstrahlung hat sich vieles bei uns geändert. Wir haben unser Team auf mittlerweile 8 Leute vergrößert. Sind in ein neues Büro in Köln Ehrenfeld gezogen und haben stark an Bekanntheit gewonnen – sowohl im B2C als auch im B2B Bereich. Aber natürlich gab es besonders durch die Corona-bedingten Caféschließungen einige Probleme für uns. Trotzdem sind wir, vielleicht auch wegen den Herausforderungen, als Team gewachsen. 

Würden Sie anderen Gründern den Schritt in die Höhle der Löwen empfehlen?

Wir würden jedem*r Gründer*in empfehlen teilzunehmen. Selbst wenn man keine passenden Investor*innen findet, ist es eine unglaublich spannende Erfahrung und außerdem eine Möglichkeit sein Produkt einem großen Publikum vorzustellen.  

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Im Endeffekt haben wir uns durch Corona nicht so sehr verändert. Natürlich haben wir unseren Arbeitsalltag bezüglich Home-Office angepasst und die Vertriebstouren in die Geschäfte und Cafés haben sich stark verändert, aber wir sind eben auch ein junges Unternehmen, da ist zu Beginn sowieso noch sehr viel im Fluss. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Viele Möglichkeiten, um sich auf Corona einzustellen gab es ehrlicherweise nicht. Besonders dadurch, dass viele unserer Kund*innen Gastronom*innen sind und die Caféschließungen nicht in unserer Hand lagen, mussten wir mit den Einbußen zurechtkommen. Gleichzeitig war auch noch Sommer, was für ein Kakaounternehmen nicht die stärkste Saison ist. Wir haben das aber als Anlass genommen, Strukturen zu optimieren, unsere Genusssortiment zu erweitern und uns auf einen vielversprechenden Winter vorzubereiten!

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir glauben, dass sich die Menschen durch die Krise wieder mehr auf sich selbst besinnen, merken wie wichtig es ist, sich Auszeiten zu nehmen und achtsam mit seinem Körper und Geist umzugehen. Genau dafür steht auch Elimba. Wir glauben, dass unser Kakao einem dabei helfen kann, sich diese Pause zu gönnen und sie auf jeden Fall versüßt. Die steigende Achtsamkeit durch Corona passt daher zu uns. Sowohl zu unserem Kakao als auch zu unserer Philosophie. 

Elimba, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren möchten wir mit Elimba flächendeckend im LEH sowie in Bio-Fachmärkten gelistet sein. Außerdem möchten wir in naher Zukunft Fair-trade zertifiziert sein, unser Team und schließlich auch unser Sortiment erweitern. Dabei soll weiterhin der Rohkakao im Mittelpunkt stehen, um die Wirkung und die Wertschätzung gegenüber natürlichem Kakao weiter etablieren zu können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Generell war für uns das Buch „Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin eine große Motivation und Ermutigung. Dort wird beschrieben, dass man zum Gründen weder ein riesiges Kapital braucht noch ein Profi in allen Bereichen sein muss. Es reicht völlig aus, sich auf seine Kompetenzen zu konzentrieren und sich mit einem ausgearbeiteten Konzept die entsprechenden Kompetenzen von außen dazu zu holen. Außerdem ist es wichtig ausdauernd zu sein. Viele Menschen werden dich für eine verrückte Idee belächeln und dir das Gefühl vermitteln, dass man mit dieser Idee seine Zeit verschwendet. Natürlich ist es wichtig Kritik ernst zu nehmen und flexibel und dynamisch zu bleiben, trotzdem solltest du dich nicht beirren lassen und dein Ziel nicht aus den Augen verlieren. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Elias El Gharbaoui für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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