Versteht den Markt – und vor allem die Kunden und ihre wirklichen Bedürfnisse

Element ist eine komplett digitale Versicherungs-Plattform

Stellen Sie sich und das Startup Element doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Henning Groß, ich bin CTO. Zuvor war ich bei Axel Springer für strategische Projekte zuständig, zuletzt als Director Engineering beim Aufbau der Newsplattform upday. Mit Element haben wir eine komplett digitale Versicherungs-Plattform geschaffen, die für Geschäftspartner (B2B) und – durch diese Partner – auch Endkunden (B2C) ein ganz neues Versicherungserlebnis bietet. Unser Fokus ist also B2B2C.

Wie ist die Idee zu Element entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee zu Element, genau wie die Gründung des Teams, entstand im Fintech Company Builder FinLeap. FinLeap hat bereits mit der solarisBank ein Banking-as-a-platform Model gegründet, das sehr erfolgreich agiert. Mit Element werden wir Insurance-as-a-platform anbieten. Als Vorstand bei Element fungiert Wolff Graulich, ein langjähriger Versicherungsexperte und zuletzt Bereichsleiter bei der Axa. Unser Team wächst stetig, denn wir sind immer auf der Suche nach Tech-Talenten, die mit uns eine der ältesten Branchen weltweit revolutinieren wollen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Da wir zusammen mit FinLeap gegründet haben, profitierten wir von der Anschubsfinanzierung, die jedem FinLeap-Venture zur Verfügung steht. Eine der größten Herausforderungen ist, die richtigen Leute zu finden, den einerseits brauchen wir sehr tech-affine, digitale Teammitglieder, andererseits aber auch Menschen, die bereits Erfahrung aus dem Versicherungssektor mitbringen und bereit sind, sich auf das Abenteuer „Start-up“ einzulassen und neue Lösungen für alte Probleme zu finden.

Wer ist die Zielgruppe ?
Nach Erhalt der BaFin-Lizenz, die wir beantragt haben, kann Element als eigenständiger Sachversicherer für viele Zielgruppen relevant sein. Online-Händler können mit Element passgenaue Versicherungen für ihre Güter anbieten, anderer InsurTechs und deren Produkte können durch die API mit Element neue Versicherungsfeatures in ihre Produkte integrieren und auch Versicherungsmakler profitieren von dem digitalen Charakter, durch den aufwendige und manuelle Prozesse wegfallen.

Wie funktioniert das?
Element wird, nach Erhalt der BaFin-Lizenz, als digitale Versicherungsplattform fungieren. Dabei kann Element aus den Bereichen Sachversicherungen, wie zum Beispiel Hausrat, Haftpflicht etc., individuelle Versicherungsprodukte anbieten, je nach Bedürfnis unserer Geschäftspartner und deren Kunden.

Welche Vorteile bietet Element?
Vorteile bietet Element in erster Linie für Geschäftspartner aus dem Handel- und Versicherungsbereich, die die Plattform mit Lizenz praktisch als Basis für neue Produkte nutzen können. Durch die vollständig digitale Form sind Abläufe wesentlich schneller. Der Endkunde profitiert über die Element-Partner von individuellen Versicherungen, wie zum Beispiel der Versicherung fürs teure Moutainbike genau für die Zeit der wochenlangen Radtour.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wo liegt Ihr USP?
Auf dem deutschen Markt gibt es bisher keine anderen Anbieter. Wir sind das erste Insurtech, dass eine BaFin-Lizenz für einen Sachversicherer anstrebt. Im Vergleich zu traditionellen Versicherern braucht man bei Element keine papierlastigen, langwierigen Prozesse, sondern es geht alles digital. Auf Wünsche unserer Partner kann schnell und einfach eingegangen werden.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback ist sehr gut, wir führen bereits viele interessante Gespräche.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Die innovativen Produkte, die wir gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln, sollen fest etablierte Größen werden und die Branche nachhaltig verändern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1) Versteht den Markt – und vor allem die Kunden und ihre wirklichen Bedürfnisse. Nur so kann man Veränderung schaffen.
2) IT darf nicht am Ende der Wertschöpfungskette eines Unternehmens stehen, sondern muss nah am Markt aufgebaut werden.
3) Richtet euer Geschäft auf hohe Dynamik aus und seid offen für konstante Veränderung. In Linienorganisationen und streng hierarchisch gegliederten Unternehmen klappt das meistens nicht sehr gut.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Henning Groß für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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