Zum Jahreswechsel umsteigen: Sparen Sie Steuern, Zeit und Nerven mit einem elektronischen Fahrtenbuch

Sie haben einen Firmenwagen und dürfen ihn auch privat nutzen? Was erst mal toll klingt, kann schnell zu einer hohen Steuerlast führen. Denn Sie müssen die Privatnutzung Ihres Wagens versteuern.

Zum Jahreswechsel können Sie die Methode wechseln, wie Sie Ihren Firmenwagen versteuern. Es ist daher jetzt Zeit, dass Sie sich über Ihre Möglichkeiten informieren und zum Januar 2019 bereit sind.

Wie Sie Ihren Firmenwagen versteuern können.

Das Standard-Modell zur Versteuerung ist die 1%-Methode. Mit ihr versteuern Sie monatlich 1% vom Bruttolistenpreis. Ein Beispiel: Hat Ihr Firmenwagen einen Bruttolistenpreis von 50.000 EUR, dann versteuern Sie jeden Monat 500 EUR mehr, als wenn Sie keinen Firmenwagen hätten!

Wenn Sie Ihren Firmenwagen viel beruflich nutzen, dann lohnt sich aller Wahrscheinlichkeit nach ein Fahrtenbuch. Sie versteuern dann nur die Kilometer, die Sie wirklich privat gefahren sind. Sie können damit im Schnitt 2.500 EUR pro Jahr an Steuern sparen. Ihre mögliche Ersparnis können Sie einfach mit Fahrtenbuch-Rechnern ermitteln.

Papierfahrtenbuch? Vorsicht bei der Anerkennung

Wer an Fahrtenbuch denkt, denkt häufig an ein altbackenes Papier-Buch. Das Buch haben Sie im Handschuhfach liegen und müssen vor und nach jeder Fahrt eintragen: Wann bin ich wohin gefahren? Zu welchem Zweck? Wie war der Kilometerstand vor und nach der Fahrt?

Das ist sehr aufwendig. Viele vergessen ab und zu mal eine Fahrt. Das merkt das Finanzamt aber schnell. Fahrtenbücher, die nicht vollständig und zeitnahe geführt sind, werden regelmäßig abgelehnt. Sie verlieren damit Ihren Steuervorteil komplett.

Elektronische Fahrtenbücher als Lösung?

Hardware-basierte Fahrtenbücher

In den letzten Jahren sind vermehrt elektronische Fahrtenbücher an den Markt gekommen. Viele davon sind Hardware-basiert: Sie bauen einen Dongle in Ihr Auto ein (z.B. an den OBD2-Port). Der ermittelt dann, wann Sie wieviele Kilometer gefahren sind. Zu bedenken bei Hardware-basierten Lösungen: Sie müssen selbst den OBD-Port finden und den Dongle anstecken. Das ist je nach Autotyp kompliziert und sorgt häufig für eine unschöne offene Klappe unter dem Lenkrad.

App-basierte Fahrtenbücher

Da mittlerweile so gut wie jeder ein Smartphone in der Tasche hat, das bereits GPS-Funktionen mitbringt, liegt diese Lösung auf der Hand: Eine App auf dem Smartphone übernimmt das Schreiben des Fahrtenbuchs.

Was auf den ersten Blick super klingt, entpuppt sich aber bei vielen Lösungen als enttäuschend. Denn die meisten sind nicht automatisiert: Sie müssen vor einer Fahrt einen Start-Knopf und nach einer Fahrt einen End-Knopf drücken. Das vergessen viele genauso wie den Eintrag ins Papierfahrtenbuch. Mit so einer Lösung ist also nicht viel gewonnen. Außerdem sind ganz wenige Lösungen finanzamtkonform. Beispielsweise erlauben sie, Fahrten beliebig lang im Nachhinein zu bearbeiten, was das Finanzamt aber nicht zulässt.

Darauf sollten Sie achten

Sie sollten also darauf achten, dass ein App-basiertes Fahrtenbuch möglichst automatisch läuft:

Es sollte nicht notwendig sein, die Fahrtenaufzeichnung manuell zu starten. Stattdessen sollte die App automatisch erkennen, wann eine Fahrt beginnt und endet.
Die App sollte ein finanzamtkonformes Fahrtenbuch führen können. Viele Apps sind nicht speziell für die deutschen Anforderungen an Fahrtenbücher entwickelt und werden damit nicht vom Finanzamt anerkannt.
Am besten lernt die App aus Ihren Fahrten und führt mit der Zeit automatisch das Fahrtenbuch für Sie. Wenn Sie zum Beispiel immer den gleichen Arbeitsweg haben, sollte die App das erkennen und die Fahrten automatisch entsprechend kategorisieren.

Ein Beispiel für eine finanzamtkonforme, hoch automatisierte App, die Ihnen viel Arbeit abnimmt, ist SquareTrip.

Bild: pixabay

redaktion

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