Gründung bedeutet Mut und Durchhaltevermögen

el origen food Bio-Chips aus der Kochbanane und der Maniok

Stellen Sie sich und das Startup el origen food doch kurz unseren Lesern vor!

Wir von el origen food sind ein nachhaltiges Startup aus Hamburg und bieten Bio-Snacks aus Lateinamerika an. Mit unseren Bio-Chips aus Kochbanane und Maniok bieten wir ein neuartiges Snackerlebnis und eine echte Alternative zu klassischen Kartoffelchips. Dabei setzen wir uns für eine biologische Landwirtschaft ein, um die Amazonas Region zu schützen und fördern faire Arbeitsbedingungen vor Ort. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Gordon und ich kennen uns bereits seit mehreren Jahren, haben beide einen sehr starken Bezug zu Lateinamerika und wollten mit unserem Wirtschaften etwas Positives bewirken. Wir haben das Unternehmen gegründet, weil wir hierdurch die Möglichkeit gesehen haben etwas in Lateinamerika zu bewirken, die Natur zu schützen und Menschen zu unterstützen ein besseres Leben zu haben. Und das mit Produkten die lecker sind, Spaß machen und bisher in Europa noch unbekannt sind. 

Welche Vision steckt hinter el origen food?

Wir wollen ein faireres und nachhaltigeres globales Wirtschaften vorantreiben. Wir arbeiten für die Produktion unserer Chips mit Kleinbauern in Ecuador zusammen. Durch unser Commitment zu Direct-Trade Standards können wir die FarmerInnen in den Kooperativen langfristig unterstützen und so zu faireren Arbeitsbedingungen beitragen und ihren Lebensstandard und den ihrer Familien verbessern. Gleichzeitig fördern wir durch unsere Nachfrage den Ausbau der biologischen Landwirtschaft vor Ort und tragen somit zum Schutz der Amazonasregion bei. Wir haben viele Ideen und Ambitionen die Welt, vor allem in Lateinamerika, ein Stück besser zu machen. Wir möchten wirklich etwas verändern und dazu aufrufen, gemeinsam etwas zu bewegen, also möchten wir euch gerne animieren: “Join the crunchy revolution!”

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung für uns war die gesamte Lieferkette aufzubauen und mit allen Partner Hand in Hand zu arbeiten und zu kommunizieren: Vom Verpackungsmittellieferanten und Produzenten in Ecuador, über die Biozertifizierungsstelle und den Dienstleister für den Transport und die Logistik bis hin zur Auslieferung an die ersten Kunden.  Wir haben uns in viele Prozesse ganz neu eingearbeitet und wachsen täglich an unseren neuen Herausforderungen. 

Wer ist die Zielgruppe von el origen food?

Das sind Menschen aller Altersgruppen, die gerne salzige Snacks essen und sich freuen neue Produkte auszuprobieren.  Einen speziellen Fokus legen wir auf eine jüngere Zielgruppe, unter 39 Jahre, welche zu den größten Chips-Fans zählt und immer bewusstere Kaufentscheidungen trifft. Diese Konsumenten bevorzugen Unternehmen, die Wert auf nachhaltige und ethische Produktionsstandards legen. 

Aus welchen Zutaten bestehen die Chips? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Bio-Chips bestehen lediglich aus drei Zutaten: Bio-Kochbananen bzw. Bio-Maniok Wurzeln, Bio- Sonnenblumenöl und Gewürzen. Unsere Produkte sind selbstverständlich vegan, ohne Palmöl, glutenfrei und ballaststoffreich. Sie kommen durch wertvolle bio-zertifizierte Zutaten ganz ohne künstliche Zusätze aus. In Lateinamerika zählen Kochbananen und Maniokwurzeln zu den traditionellen Grundnahrungsmitteln und erfreuen sich großer Beliebtheit. Endlich können wir uns von diesem leckeren Geschmackserlebnis auch hier in Deutschland überzeugen.  Außerdem sind unsere Chips mit einer sozialen Mission dahinter! 

el origen food, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Gern wollen wir unser Sortiment aufbauen und noch weitere Snacks aus Lateinamerika anbieten. In 5 Jahren wünschen wir uns, dass jeder bei el origen direkt an unglaublich leckere Snacks aus Lateinamerika denkt.

Außerdem wollen wir unseren Impact vor Ort vergrößern und dadurch die Natur und die Menschen noch stärker unterstützen. Die Bio-Landwirtschaft ist in der Region im Vergleich zu der konventionellen Landwirtschaft noch nicht so weit verbreitet. Wir möchten mit der Zusammenarbeit die Vorteile der Bio-Landwirtschaft den FarmerInnen näher bringen, damit Sie höhere Gehälter erzielen, bessere Arbeitsbedingungen haben und die Region schützen können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nehmt Hilfe an! Wenn ihr nicht weiterwisst oder vor scheinbar unlösbaren Problemen steht, holt euch Feedback und Rat aus eurem Umfeld. Oft kommt Hilfe aus unerwarteten Richtungen, es entstehen neue Netzwerke und gemeinsam ist man viel stärker, als man denkt. 

Steht zu euch und eurer Idee! Auch wenn es Menschen gibt, die ihr vielleicht nicht direkt abholen oder überzeugen könnt. Gebt nicht so schnell auf, arbeitet weiter an euch, werdet besser und versucht es immer wieder.

Nehmt euch Zeit Erfolge zu feiern! Auch wenn der Berg an Aufgaben manchmal nicht zu bewältigen scheint und immer neue Fragen aufkommen: Wenn ihr Teilziele erreicht habt, nehmt euch die Zeit einmal inne zu halten und stolz auf euch zu sein, dass ihr so weit gekommen seid. Gründung bedeutet Mut und Durchhaltevermögen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Gordon Prox und Mathyas López für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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