Montag, Oktober 25, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

eisbrunnen veganes Eis ohne Kompromisse frei von Laktose, Cholesterin und tierischen Hormonen

Stellen Sie sich und das Startup eisbrunnen doch kurz unseren Lesern vor!

Die Gründerin vom eisbrunnen bin ich, Lucy, 29 Jahre jung – und leidenschaftliche Eisliebhaberin. Wir vom eisbrunnen möchten der Welt zeigen, dass veganer Eisgenuss ohne Kompromisse und mit positivem Einfluss auf den Planeten möglich ist. Unser Eis schmeckt wie feinstes Milcheis, ist jedoch deutlich nachhaltiger, gesünder, komplett frei von Laktose, Cholesterin und tierischen Hormonen. In unserer Manufaktur in München bieten wir köstliche Eisbecher und Eis-Erlebnissboxen an. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen? 

Ich bin Eisfan und ernähre mich vegan. Ein Creme-Eis, wie ich es aus Kindheitstagen kenne, war weit und breit nur mit tierischen Produkten auffindbar. Als leidenschaftliche Genießerin wurde ich immer wieder von wässerigen oder mehligen Konsistenzen und faden Geschmackssorten enttäuscht. So beschloss ich, zu versuchen, es in veganer Variante selbst zu kreieren. Da ich mich seit einigen Jahren pflanzlich ernähre und Tierschutz mir sehr am Herzen liegt, hat ein nachhaltiges, veganes Produkt zu meinen persönlichen Werten gepasst. 

Ernährung ist ein bedeutsames, emotionales Thema, manchmal scheint es vergleichbar mit einer Religion und hat dabei einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unseren Planeten. Ich glaube nicht, dass es etwas bringt, Menschen etwas aufzuzwingen oder zu versuchen ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen. Da kommt Eis ins Spiel: diese kalte Köstlichkeit hat so etwas magisches, unschuldiges und erlaubt es Menschen jeden Alters an eine pflanzliche Ernährung heranzuführen. Eine positive vegane Erfahrung mit einem „Glücklich-Mach-Produkt“ wie Eis, kann im besten Fall weitere Türen öffnen und kleine aber wichtige Veränderungen herbeiführen. 

Was war bei der Gründung von eisbrunnen die größte Herausforderung?

Als junge Frau ernst genommen zu werden. Die Eisbranche ist so männerdominiert, dass ich auf Messen oft übersehen oder bewusst ignoriert wurde. Teilweise musste ich auch mehrmals erklären, dass ich die Inhaberin bin und ich die Rechnungen bezahle. Mein Vorname wird im Emailaustausch auch gerne von Lucy in Herr Luca umgewandelt, so oft, dass es kein Zufall sein kann. Einige Rohstofflieferanten haben sogar Marketingmails in denen ausschließlich „sehr geehrte Herren“ steht. Da kann man manchmal wirklich nur lachen. 

Auf der anderen Seite bringt es auch Vorteile mit, unterschätzt zu werden, es öffnet Türen. Mehrmals ist es mir passiert, dass ich an bestimmte Orte gekommen bin oder Tipps erhalten habe, weil ich nicht als Konkurrenz wahrgenommen wurde. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist? 

Aus meiner Erfahrung heraus sollte man das sogar! Perfektionismus hemmt die Kreativität und kann zu Stillstand führen. Mit Freude experimentieren und sich nicht zu viel Druck machen, hilft um in Bewegung zu bleiben. Natürlich sollte man sich bestmöglich vorbereiten und agieren, aber Fehler gehören zum Leben und auch zu einem Startup dazu. Grundsätzlich glaube ich, dass gründen sehr viel mit mentaler Stärke zu tun hat und wie man mit Unsicherheiten, Fehlern oder auch Rückschlägen umgeht.  

Welche Vision steckt hinter eisbrunnen?

Die Vision hinter eisbrunnen ist es, neue Standards für Eis zu setzen und den Markt zu revolutionieren. Mit unserem „Eis der Zukunft“ möchten wir andere inspirieren und zeigen, dass vegane Ernährung kein Verzicht, sondern ein Zugewinn ist. 

Wer ist die Zielgruppe von eisbrunnen?

Unser Eis ist für Eisliebhaber, die auf Geschmack, Qualität und Nachhaltigkeit der beliebtesten Geschmacksrichtungen setzen. Durch unsere Erlebnisssorten wie zum Beispiel Provence (Marzipan-Lavendel-Blaubeere) und Mrs. Grey (Earl-Grey Blutorange) sprechen wir auch experimentierfreudige Gourmets an.  

Was ist das Besondere an dem Eis?

Da unsere innovativen Rezepturen wie feinstes Premium-Milcheis schmecken, können die meisten Eistester kaum glauben, dass es rein pflanzlich ist! Wir sind quasi das „Beyond Eis“ auf dem Markt. Mit jeder einzelnen Kugel beweisen wir auf spielerische Weise, dass vegane Ernährung kein Verzicht, sondern ein Zugewinn ist. Und ganz nebenbei kann man jede Menge CO2 einsparen und verantwortungsloses Tierleid vermeiden.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Fokus sind keine Sorbets, sondern pflanzliches Milcheis, welches sich deutlich durch seine Cremigkeit, das Mundgefühl und die Konsistenz von den „Ersatzprodukten“ großer Marken unterscheidet. Unsere Sorten sind kein Ersatz, sondern eine gänzlich neue Qualität. Wir erhalten oft das Feedback, dass unsere Sorten besser schmecken als Premium Kuhmilcheis. Mit dem Ziel das Beste Eis überhaupt herzustellen gehen wir bei Geschmack und Qualität keine Kompromisse ein. Um unseren hohen Standards gerecht zu werden, arbeiten wir mit wenigen, handverlesenen Händlern und Lieferanten zusammen. Wann immer möglich beziehen wir unsere Zutaten regional, in Bio- und Fairtrade-Qualität und achten auch beim Thema Verpackung auf Nachhaltigkeit.

Eisbrunnen, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nach der geplanten Eröffnung unserer Eis-Boutique in München planen wir den Einzug in den LEH und möchten deutschlandweit vertreten sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

1.    Such dir eine Mission, die größer (und wichtiger) ist als du selbst. Ein starkes warum, hilft dabei, in Krisen weiter zu machen und niemals aufzugeben.

2.    Akzeptiere kreatives Chaos, als Teil des Start-Up Prozess und versuche auch die verrückten Momente zu genießen.

3.    Immer wieder Prioritäten überprüfen und den Fokus behalten 

Wir bedanken uns bei Lucy Allary für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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