Montag, November 28, 2022

Was wir von Einstein zum Umgang mit der Coronakrise lernen können

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Alissa Dittmar
Als Purposeful Career Coach begleitet Alissa Frauen auf dem Weg zu einer erfüllenden Karriere. Sei es bei der beruflichen (Neu)- Orientierung oder bei der erfüllenden Ausgestaltung des aktuellen Berufs. Mit ihrer Erfahrung aus der Change Management Beratung ist sie Expertin für Veränderungen: Die Mischung aus lösungsorientierten Fragen, vertrauensvollem Zuhören und zielgerichteter Umsetzungsbegleitung fördert eine nachhaltige Veränderung. Webseite

Zweifellos war Einstein ein sehr intelligenter Mann, der die Menschheit mit seinen Erfindungen und Erkenntnissen zur Relativitätstheorie und Quantenphysik bedeutend voranbrachte. Aber wir können von ihm nicht nur naturwissenschaftliche Dinge lernen, sondern auch den Umgang mit unserem Dasein in der aktuellen Zeit. 

Die Corona Krise birgt für uns alle Herausforderungen:

Viele Menschen haben ihren Job verloren, können oder dürfen nicht arbeiten oder sind in Kurzarbeit. Gründer können potentielle Kunden nicht direkt treffen, sondern müssen ihr Netzwerk digital aufbauen. Andere sitzen den ganzen Tag zuhause und haben das Gefühl, die Decke fällt ihnen auf Kopf. Es fehlt sozialer Kontakt, Abwechslung, häufig auch Sinn. Dann kommen noch Doppelbelastungen durch Kinderbetreuung und Homeschooling hinzu und natürlich die Unsicherheit: Wie soll das alles langfristig weitergehen? 

Um den Umgang etwas zu erleichtern, möchte ich drei Impulse von Albert Einstein aufnehmen, von dem wir zweifelsohne viel lernen können: 

„Der Sinn des Lebens besteht nicht darin ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller.“ Diese Überzeugung gilt natürlich auch außerhalb Corona Zeiten, aber jetzt ganz besonders. Denn in unserer leistungsorientierten Gesellschaft messen immer noch viele Menschen ihren Wert an ihrem beruflichen Erfolg. Bricht der Job oder Aufträge weg, entfaltet sich bei vielen Menschen ein Gefühl, nutzlos zu sein. Es gibt keine Arbeitgeber/Kunden mehr, der einen braucht. Man kann keine Aufgaben mehr erfüllen, Ziele erreichen, Herausforderungen meistern.
„Wertvoll“ kann man in der aktuellen Zeit durch vieles sein: Forschen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen, Verantwortungsvoller Umgang mit Kontakten, für andere Menschen einkaufen gehen, Omas und Opas anrufen, Kinder betreuen. Was bedeutet wertvoll für dich? Gemessen an deiner Definition kannst du Tätigkeiten und Eigenschaften ableiten mit denen du „wertvoll durch die Krise gehst“. 

„Es gibt nur zwei Arten zu leben. Entweder so als wäre nichts ein Wunder oder so als wäre alles ein Wunder.“

Das Coronavirus erinnert uns daran, dass wir sterblich sind. Auch wenn wir selbst vielleicht jung und fit sind, werden wir mit den täglichen Berichten über Coronaopfer mit dem Tod konfrontiert. Wir könnten übrigens auch sonst jeden Tag sterben, z.B. durch einen Unfall oder eine andere seltene Krankheit. Die Möglichkeit ist zu jeder Zeit gegeben. Das Virus erinnert uns nur daran. Durch den Tod haben wir die Chance, das Leben als ein Geschenk zu sehen. Unser Körper mit seinem Immunsystem, seinem Herz-Kreislauf-System, der Fähigkeit zu sprechen, zu atmen und sich zu bewegen ist ein Wunder. Oft nehmen wir das als selbstverständlich wahr – doch ist das nicht wundervoll, was wir alles können?

Den Fokus auf die Wunder zu legen hilft auch an Tagen, an denen man denkt:

„Heute war schon wieder alles gleich, langweilig“ das Besondere zu erkennen. Ein gutes Essen? Ein Kind, das laufen lernt? Die Dehnung beim Yoga, die man nun hinbekommt? Welche Wunder sind dir heute begegnet? 

„Das Studium und allgemein das Streben nach Wahrheit und Schönheit ist ein Gebiet, auf dem wir das ganze Leben lang Kinder bleiben dürfen.“

einstein

Dieses Zitat würde ich frei übersetzen mit dem Grundsatz des lebenslangen Lernens. Welche Möglichkeiten bieten uns die gewonnene Zeit zuhause uns weiterzubilden? Da gibt es zum einen ein riesiges Angebot an E-learning Möglichkeiten zu verschiedensten Themen, Online Sport Kurse, DIY Anleitungen zum Masken nähen, Rezeptinspirationen, um sich die Zeit zu vertreiben. Es macht aber auf der anderen Seite auch Sinn, sich zu fragen, auf welchen Gebieten man sich jetzt strategisch Wissen aneignen kann, z.B. für relevante Software, die zukunftsnah gebraucht wird.

Neben diesen „Hard Skills“ kann man in der Stille aber auch viel über uns sich lernen: Sich selbst beobachten im Alltag- welche Gedanken gehen einem durch den Kopf?  Wie klappt die Zusammenarbeit über virtuelle Tools? Wie funktioniert die Partnerschaft auf engem Raum? Wie kann man seinen Tag strukturieren?

Wie interpretierst du die Zitate? Schreibe gern in die Kommentare!

Für mehr Anregung und Reflexion folge mir gerne auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/alissa-dittmar/ 

Bild: pixabay

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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