Dienstag, August 16, 2022

Einbruchsschutz: Das sollten Unternehmen beachten

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Alle 4 Minuten findet in Deutschland ein Einbruch statt. Häufiges Ziel davon sind Unternehmen und Geschäftslokale. Damit man sich als Unternehmer vor ungewolltem Eindringen in das Geschäftsgebäude schützen kann, sollte man in mechanischen sowie elektronischen Einbruchschutz investieren. 

Mechanischer Einbruchschutz

Ein effektiver mechanischer Einbruchschutz raubt den Tätern wertvolle Zeit und verhindert im Idealfall den Einbruch. Können Einbrecher nicht innerhalb kürzester Zeit in das Gebäude eindringen, so geben sie oftmals auf und versuchen es woanders.

Zunächst gilt es, alle Schwachstellen am Gebäude zu identifizieren. Täter steigen längst nicht mehr nur über Türen oder Fenster ein. Gerne verschaffen sie sich einen Zugang über das Dach oder schlagen sogar ganze Wände ein. 

Die wichtigsten Schwachstellen sind: 

  • Fenster: Alte Fenster sollten unbedingt ausgetauscht werden, da diese leicht aufzubrechen sind. Bestehende Fenster kann man relativ einfach nachrüsten. Empfehlenswert sind abschließbare Fenstergriffe, Kippsicherungen, Verbundglasscheiben und ein Scharnierschutz. 
  • Schaufenster: Der größte Schwachpunkt bei Geschäftslokalen sind die Schaufenster. Es besteht die Möglichkeit, diese durch eine angriffhemmende Verglasung abzusichern. Zusätzlichen Schutz bieten verschließbare Rollläden oder Gitter. 
  • Türen: Hauptangriffspunkte bei Türen sind das Schloss, der Rahmen und die Verankerungen. Es braucht geprüfte einbruchshemmende Türen, um einen Einbruch erfolgreich abzuwehren. Solche Türen sind mit Mehrfachverriegelungen, Schließzylindern, Schließblechen und/oder Querverriegelungen ausgestattet. 
  • Tore: Elektronische Tore dürfen immer nur von innen zu öffnen sein. Am besten sind sie auf der Innenseite noch zusätzlich durch eine mechanische Abriegelung gesichert. Bei Betriebsschluss ist es ratsam, diese Tore vom Strom zu nehmen, um einen ungewollten Einstieg zu erschweren.  

Wer die diversen Schwachstellen zusätzlich absichern möchte, muss auf einen qualitätsvollen und zertifizierten Schutz achten. Ein Anhaltspunkt sind die Widerstandsklassen/Resistance Classes (RC).

Es gibt 6 Widerstandsklassen. Je höher die Widerstandsklasse, desto stärker ist der Schutz gegen Einbrecher. Die niedrigste Widerstandsklasse (RC 1) weist nur einen sehr geringen Einbruchschutz auf und hält lediglich körperliche Gewalt ab. Die höchste Widerstandsklasse (RC 6) hingegen schützt vor jeglicher Art von Werkzeugen darunter auch Elektrowerkzeuge wie Bohrmaschinen oder Stichsägen. 

Wertgegenstände und wichtige Papiere sind in einem passenden Safe zu sichern. Dieser ist im besten Fall versteckt aufgestellt oder fachgerecht montiert. Schlüssel oder Zahlenkombination zum Tresor dürfen sich in keinem Fall im gleichen Gebäude befinden! 

Elektronischer Einbruchschutz

Die effektivste Sicherung ist gegeben, wenn mechanischer Einbruchschutz mit elektronischem verbunden wird. Während der mechanische den Einbruch verzögert oder im besten Fall ganz verhindern, schlägt der elektronische Einbruchschutz im Ernstfall Alarm

Zu elektronischem Einbruchschutz gehören beispielsweise: 

  • Alarmanlagen: Alarmanlagen informieren über unerwünschte Aktivitäten im Gebäude. Sie geben entweder einen stillen Alarm an die Besitzer und/oder an den Sicherheitsdienst oder erzeugen einen lauten Signalton. Dieser dient der Abschreckung und sorgt im Idealfall dafür, dass der Täter aufgibt. 
  • Videoüberwachung: Am effektivsten ist die Videoüberwachung, wenn sie sowohl im Außenbereich als auch im Innenbereich des Gebäudes installiert wird.  Bei Videoüberwachungssystemen gibt es eine große Auswahl unterschiedlicher Funktionen. Für Unternehmen ist es sinnvoll, in ein System mit Nachtsichtfunktion zu investieren, sodass nächtliche Einbrüche nicht unbemerkt bleiben. In jedem Fall sollte das Überwachungssystem dazu befähigt sein, Videomaterial aufzuzeichnen. So kann man im Ernstfall auf dieses zurückgreifen.  
  • Bewegungsmelder: Bewegungsmelder sind in diversen Videoüberwachungssystemen bereits integriert. Oftmals sind sie in Leuchten eingebaut, sodass bei Bewegung automatisch das Licht angeht. Das Ziel von Einbrechern ist es, möglichst ungesehen zu bleiben – da kommt ein Bewegungsmelder sehr ungelegen und führt oft zum Rückzug des Täters. 
  • Zeitschaltuhren für die Beleuchtung: Besonders effektiv sind Zeitschaltuhren für die Beleuchtung. Diese führen dazu, dass in einem oder in mehreren Räumen gleichzeitig oder zeitversetzt das Licht angeht. So wird Aktivität im Gebäude suggeriert. Das schreckt Einbrecher ab, da diese Konfrontationen aus dem Weg gehen möchten. 
  • Smart Home: Moderne Alarmanlagen lassen sich als Smart Home konfigurieren. Man kann dann selbst entscheiden, was geschieht, wenn bestimmte Sensoren ausgelöst werden. Zudem lässt sich sogar aus der Ferne noch überprüfen, ob wirklich alle Fenster und Türen verschlossen sind. Mit Smart Home ist es möglich, jederzeit und von überall aus Änderungen vorzunehmen, Alarmanlagen einzuschalten etc. Auch die Videos der Überwachungskameras lassen sich so auf dem Handy anzeigen. 

Einzelne Teile des elektronischen Einbruchschutzes bilden eine Alarmkette. Bei einem Einbruchversuch wird, wenn gewünscht, ein Sirenenalarm ausgelöst. Daraufhin geht eine Meldung an das Handy des Besitzers und je nach Wunsch gleich direkt oder zeitverzögert an die Polizei oder einen Sicherheitsdienst.

Allgemeine Tipps

Wer für einen Einbruch gewappnet sein möchte, sollte sowohl in eine mechanische als auch in eine elektronische Sicherung investieren. Diese schrecken Einbrecher ab und verhindern im Idealfall den Einbruch. 

Abschließend hier noch ein paar allgemeine Tipps, wie Unternehmen sich gegen Einbruch schützen: 

  • Türen doppelt abschließen
  • Fenster nicht gekippt lassen
  • Außentüren und Parkplätze gut beleuchten 
  • Bäume oder Hecken nicht zu nahe am Gebäude pflanzen
  • Mülltonnen, Leitern etc. nicht leicht zugänglich aufbewahren 
  • Mitarbeiter schulen und für das Thema Einbruchschutz sensibilisieren 
  • geeignete Versicherung abschießen
  • Mindestvoraussetzungen der Versicherung erfüllen
  • jährliche Sicherheits-Audits vom Profi

Bild: pixabay/Geralt

Autor: Michael Reinalter ist bei Safehero – Onlineshop für Sicherheitslösungen im Beratungscenter tätig, wo er Kunden mitunter bei der Suche nach dem richtigen Tresor unterstützt. In diesem Beitrag erläutert er detailliert, worauf Unternehmen achten müssen, um sich effektiv und effizient vor Einbrechern zu schützen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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