Ein Start-Up ist kein Streichelzoo

Wenn Du ein Unternehmen gründest, wie stellst Du Dir deinen Arbeitsalltag vor? Täglich 100 E-Mails schreiben und 100 weitere beantworten? Sicher nicht! Aber bestimmt steht auf Deinem Plan, dass Du für die hartnäckigsten Probleme kreative Lösungen finden möchtest und Dir kein Berg zu hoch und keine Herausforderung zu schwer scheinen wird! Ich möchte Dir zum Leben als Entrepreneur ein Geheimnis verraten, das viele Unternehmen der Old Economy noch nicht verstanden haben: Kreativität steht nicht im Gegensatz zu Produktivität, vielmehr ist sie deren Treibstoff! Um den Fluss kreativer Ideen zu befördern, darf man erst gar nicht in das bekannte Hamsterrad geraten oder sollte – so man schon darin gefangen ist – sich schnellst möglich wieder daraus befreien! Daher heute sechs Ratschläge einer “alten Häsin” mit viel Liebe für junge Unternehmungen.

Nimm Dir Zeit

Kreatives Problemlösen erfordert oft mehr Input, als es Output generiert. Das bedeutet aber nicht, dass die investierte Zeit nicht produktiv ist. Suche nicht nach der effizientesten Lösung. Nimm Dir mindestens eine Stunde pro Woche, in der Du Deinen Ideen freien Lauf lässt.

Vermeide endlose Aufgabenschleifen

Verbringe Deinen Arbeitstag sinnvoll und behalte immer das größere Bild Deiner Einzelvorhaben im Auge. Meine Empfehlung ist, Routinen zu vermeiden und Kreativität Zeit zu geben!

Wachstum ist nicht der einzige Maßstab für Erfolg

Sinnhaftigkeit und Wertschätzung sind wichtige, essentielle Einflussfaktoren. Lege selbst andere, neue Maßstäbe fest, an denen Du Arbeitserfolge messen kannst! Denke immer über neue Lösungsansätze für alte Probleme nach und halte Notizen und Ideen für zukünftige Projekte in einem Ideenbuch oder Paper fest.

Mach Dein Unternehmen weder zur Löwengrube noch zum Streichelzoo

Eine gute Streitkultur ist die Grundlage erfolgreicher Teamarbeit! Gehe neue Wege in der Zusammenstellung Deines Teams und versammle nicht einfach – wie früher üblich – die Personen in einem Team, die gerade freie Kapazitäten haben. Deine Teams sollten nach dem benötigten Expertenwissen interdisziplinärer Teilbereiche zusammengesetzt sein. Natürlich führen die verschiedenen Ansichten und Herangehensweisen auch mal zu Auseinandersetzungen, aber wenn alle von Anfang an übereinstimmen würden, käme es niemals zu neuen, einfallsreichen Ideen und kreativen Lösungswegen. Richtig streiten zu lernen steigert nicht nur die Produktivität, sondern auch – spätestens bei der Versöhnung – den Zusammenhalt im Team. Auch die Rolle von Führungskräften ändert sich: Du solltest Dich als „Möglichmacher“ verstehen und für klare Ziele, aber auch eine motivierende Arbeitsumgebung, Belohnungen oder Lob sorgen.

Gestaltet Euren Arbeitsplatz so, dass er zum “Wohlfühlfaktor” wird

Du wirst schnell merken, was Deinem Unternehmen gut, und was ihm schlecht tut. Schlecht ist beispielsweise “work about work” – also die verlorene Zeit, die heute laut McKinsey & Company noch immer 60% aller Wissensarbeiter mit der Suche nach Inhalten, dem Checken von E-Mails und langwierigen Updates zu allen aktuellen Projekten verbringen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Arbeitnehmern oft nur 40% ihrer Zeit bleibt, um die Aufgaben zu erledigen, für die sie ursprünglich eingestellt wurden. Du tust also gut daran, “work about work” von Beginn an zu reduzieren oder ganz zu vermeiden.

Finde den “Flow”

Menschen sind „im Flow“, wenn sie konzentriert sind und völlig in einer Art Schaffensrausch aufgehen. So können sie ihre besten Leistungen abrufen. Sich in diesen Zustand zu versetzen, gelingt jedem anders und Du weißt selbst am besten, wie Du in den “Flow” kommst. Was auf jeden Fall nötig ist, um in diesen Arbeitsfluss einzusteigen und darin zu bleiben, ist, den Trott aus der Arbeit zu eliminieren und neue Wege der Zusammenarbeit zu beschreiten. Zuhören und das Team selber eine Kultur mitschaffen lassen, ist ein guter Schritt in diese Richtung.

Mögen Euch diese Ratschläge der Schlüssel zu mehr Happiness am Arbeitsplatz sein! Viel Glück und Erfolg bei Eurer Unternehmung!
Über die Autorin

Barbara Wegmann verantwortet bei Dropbox Deutschland den Bereich Medien und Tech. Nach dem Abschluss ihres BWL-Studiums ist Barbara nun schon seit 20 Jahren in verschiedenen Managementpositionen der IT-Branche tätig. Zudem berät sie seit 2009 auch als Coach und Trainerin zu Themen der schnellen menschlichen Veränderung.

Fotograf Ulrich Schaarschmidt

Quelle: PR13/ Dropbox

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