Entwickelt ein wirklich sorgfältig durchgeplantes Konzept

Edelsatt Restaurant: Wildburger & Wildcurrywurst

Stellen Sie sich und das Startup Edelsatt doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind ein junges Team und vor allem gute Freunde, was das Konzept und das Arbeiten miteinander sehr harmonisch macht. Im Kern unseres Unternehmens geht es uns um gutes Essen verbunden mit Nachhaltigkeit. Diese Vorstellung konnten wir perfekt mit unserer Passion der Jagd verbinden, weil es wohl keine nachhaltigere Möglichkeit gibt Fleisch zu konsumieren und anzubieten. Das Edelsatt steht damit vor allem für ein einzigartiges Gastronomiekonzept fernab des üblichen ‚Green Washings’. Was wir machen ist jung, dynamisch und wirklich mit einer konkreten Idee von Sustainability zu vereinbaren.

Wie ist die Idee zu Edelsatt entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Sebastian und ich haben uns damals in der Schule kennengelernt. Wir sind beide auf dem Land großgeworden und hatten dadurch schon als Kinder einen sehr engen Bezug zur Natur. Schon mit 16 Jahren haben wir unseren Jugendjagdschein gemacht. Deshalb teilen wir nicht nur eine enge Freundschaft, sondern auch ein gemeinsames Interesse: Die Jagd. Die Vielschichtigkeit der Jagd, bestehend aus Hege, Demut vor jedem einzelnen Tier und auch die richtige Zubereitung von Wildfleisch hat uns von Beginn an begeistert. Während unseres Studiums beschäftigten wir uns dann immer mehr mit dem Gedanken Wildfleisch für jedermann anzubieten.

Nicht nur saisonal in den Monaten November bis Dezember in Form eines klassischen Bratens, sondern auch über das ganze Jahr hinweg. Denn wir glauben, dass Wildfleisch das beste Fleisch überhaupt ist! Das Wild lebt in seiner eigenen Umgebung ohne durch Menschen beeinflusst zu werden. Das Fleisch ist purin- und fettarm, hat keine hormonellen Zusätze, ist reich an Mineralstoffen, B2-Vitaminen, sowie Eisen, Zink und Selen. Mehr Bio geht wirklich nicht mehr!

Erste Auftritte mit selbstkreierten Wildburgern hatten wir auf dem Alstervergnügen in Hamburg und bei mehreren privaten Veranstaltungen. Der große Anklang unserer Produkte bei diesen ersten Kunden, hat uns dazu gebracht die Idee vom eigenen Restaurant noch konkreter zu greifen. Den Anfang dabei machte unser erster Wildburger mit Preiselbeeren, karamellisiertem Zwiebelrelish, einer hauseigenen Gewürz-Mayo, Chester-Cheese und einem Salat-Mix.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Während des Studiums haben Sebastian und ich uns viele Gedanken zum Konzept gemacht. Für uns war nach den ersten Auftritten klar, wir möchten gerne Burger der anderen Art anbieten. So standen wir anfangs viele Stunden in der Küche und entwickelten viele Rezepturen. Immer mit dem Grundgedanke das Wildfleisch im Geschmack perfekt abzuholen. Das Entwickeln der Rezepte war dabei das Eine, die zu uns passenden Lieferanten zu finden das Andere. Wir wollten ganz eindeutig Zulieferer, die unsere Philosophie und Grundwerte teilen. Der nächste schwierige Schritt war die Location an sich. Das war kein einfaches Unterfangen und wir haben lange gesucht. Seit März 2015 bot sich für uns die Möglichkeit die Räumlichkeiten am Mühlenkamp 8 zu mieten.

Nachdem wir kurzfristig die Finanzierung durch einen Verkauf von 20% unserer Anteile gestellt hatten, konnten wir dann auch planen, umbauen, renovieren und schlussendlich einziehen. Der Verkauf der Anteile konzentrierte sich dabei auf ausgesuchte Gesellschafter, die wir von uns und unserem Konzept begeistern konnten. Mit dem Umbau machten wir uns auf die Suche nach Teammitgliedern für das EDELSATT. Zuerst haben wir unseren Freund Maximilian Schippmann als unser erstes festes Crewmitglied gewonnen. Neben der Arbeit wohnen wir sogar zusammen in einer WG! Von da an wuchs unsere Crew immer mehr an und es entstand ein Team aus Freunden und Freundesfreunde. Wir hatten alle Lust auf das Projekt und bis dato wirklich eine tolle Zeit! Wir glauben tatsächlich auch, dass es leichter ist mit Freunden zusammenzuarbeiten, weil alle mit dem gleichen Herzblut an einem Strang ziehen.

Wer ist die Zielgruppe von Edelsatt?
Wir haben eine recht ausgewogene Zielgruppe. Familien, Paare, Singles, Kinder, Cliquen, Frauen, Männern und allen anderen Konstellationen schmecken unsere Gerichte gut. Müssten wir uns aber demographisch festlegen, ist der größte Anteil unserer Gäste zwischen 22 und 50 Jahren alt.

Was findet man auf der Speisekarte von Edelsatt?
Neben zahlreichen Wildburgern bieten wir auch vegane und vegetarische Burger an. Zusätzlich findet sich eine Wildcurrywurst auf der Karte und auch ein Lachs hat inzwischen Einzug gehalten. Salate kommen bei uns auch nicht zu kurz mit verschiedensten frischen Zutaten und einer Variation an Dressings.

Woher stammt das Wild?
Aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Wie ist das Feedback von Gästen?
Das Feedback hat uns wirklich überwältigt. Neben unserem Essen schätzen die Gäste vor allem auch unsere freundliche und familiäre Atmosphäre.

Edelsatt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Ziel ist es drei eigengeführte Restaurants in Hamburg betreiben. Wir sind Inhabergeführt und das Gefühl bekommt auch jeder bei uns vermittelt. Naja und dann gäbe es da noch die kleine Idee von einem Standort in einer anderen Stadt, aber das steht momentan noch in den Sternen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1) Entwickelt ein wirklich sorgfältig durchgeplantes Konzept
2) Betriebswirtschaftliche Grundlagen sind bei allem unternehmerischem Feuereifer dringend nötig
3) Alles was man mit Leidenschaft und Herzblut anpackt wird einen Fußabdruck in der Gesellschaft hinterlassen. Wie groß dieser wird, entscheidet aber manchmal auch das Timing und ein Quäntchen Glück.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Johann Jencquel & Sebastian Kämpfert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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