Ein bisschen Blauäugigkeit gehört dazu

Eddison Leuchten verwandelt unter anderem Skateboards und Motorradtanks in Design Leuchten

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Eddison Leuchten doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Eddy, komme aus Stuttgart und bin Gründer und Inhaber des jungen Startups Eddison Leuchten, das sich auf alternative Lichtlösungen spezialisiert hat.Grundidee hierbei ist die Vereinigung von Stil und Funktion. Das bedeutet dass Leuchten/ Lichtquellen ein- wie auch ausgeschaltet etwas darstellen und ein Hingucker sind.

Wie ist die Idee zu Eddison Leuchten entstanden?
Die Beleuchtung von Räumen war für mich als gelernter Elektroniker und angehender Meister der Elektrotechnik schon immer ein Thema welches mich interessierte. Die Illuminierung hat solch eine große Auswirkung auf Raumgefühl und Atmosphäre dass die Beschäftigung mit Beleuchtungstechniken auf jeden Fall belohnt wird. Die Leidenschaft zum Skateboarden und die Affinität für alte Motorräder sind das bindende Glied um die Ästhetik mit dem Lifestyle in meinen Produkten zu vereinen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung bis jetzt war der Anfang. Das Ja sagen. Den Mut haben es zu versuchen. Sich trauen auf eigenen Beine zu stellen.
Alles andere kommt dann im Fluss wenn man nur mal den ersten Schritt gemacht hat. Natürlich geht nichts von allein oder gar automatisch aber das eine folgt auf das andere und was am Anfang wie ein Quantensprung aussah stellt sich dann als ein Schritt wie jeder andere heraus.
Die Finanzierung erfolgte zunächst aus eigener Tasche jedoch konnte ich mit vielen Messeauftritten und einem Online Shop den benötigten Umsatz im ersten Jahr erzielen.

Wer ist die Zielgruppe von Eddison Leuchten?
Am Anfang habe ich mir die gleiche Frage gestellt und bis heute immer noch keine präzise Antwort gefunden.
Was aber eher daran liegt dass ich mir die Zielgruppen Diagnose anders vorgestellt habe. Es ist optisch nicht erkennbar bzw. pauschalisier bar
Wer meine Produkte kauft, da es quer durch alle Altersklassen geht. Wenn ich jedoch nach dem Feedback meiner Kunden gehe, haben sie alle eines gemeinsam: Die Wertschätzung von individuellen Produkten, ein Faible für Design und die Liebe zur Kreativität.

Aus was werden die Leuchten gefertigt?
Das kommt ganz auf die Ausführung der Leuchten an, der Topseller sind die Skateboard Leuchten.
Diese werden entweder aus dem bestehenden Sortiment von Skateboard Herstellern bezogen, oder selber entworfen und mit eigenen Designs bedruckt.
Ebenso gern gesehen sind die Stehleuchten aus alten, aufbereiteten Motorradtanks und unbehandeltem Stahl sowie Wurzelholz – Deckenleuchten und Kontinent Wandleuchte aus flambierten Kieferholz

Fertigen Sie auch Sonderwünsche an?
Sonderanfertigungen decken einen großen Anteil meines Umsatzes ab.
Diese sehen ganz unterschiedlich aus, manchmal sind es besondere Gegenstände welche die Kunden beleuchtet haben wollen.
Des Weiteren bin ich auch in der Dienstleistung tätig sobald es um Lichtdesgin und Steuerung von Beleuchtung in Räumen von Privathaushalten und Gastronomie geht.

Eddison Leuchten, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Nach Bestehen der Meisterprüfung würde ich gerne den Dienstleistungssektor ausbauen und meine Produkte in komplette Raumkonzepte einbinden, welche von uns geplant und umgesetzt werden. Ebenso wollen wir uns in der Veranstaltungstechnik etablieren und unsere Produkte in Lichtsteuerungen einbinden um frischen , ästhetischen Wind auf die Bühne zubringen.
Des Weiteren liegt mir die Integration von Flüchtlingen am Herzen und der allgegenwärtige Fachkräftemangel in der Branche. In diesen beiden ernstzunehmenden Themen sehe ich Synergien, und würde mich somit freuen bald Ausbildungs- und Arbeitsplätze anbieten zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1- Auch ich habe davor viel ausprobiert sei es in der der Industrie arbeiten oder ein Maschinenbaustudium, das war beides nichts für mich .Aber genau darin liegen die Wurzeln meines heutigen tun: Ausprobieren! Ohne genau zu wissen was man selber will und kann und was nicht ist es noch schwerer sein eigenes Ding zu machen .Ich habe meine Energie für das „eigene Ding machen“ aus den Tätigkeiten erwirtschaftet auf die ich gar keine Lust habe.
2- Niemals ein Business aus Existenzängsten Gründen. Das führt zu Sklaverei seiner eigenen Tätigkeit und bringt niemals die erforderliche Leidenschaft und Muse für einen nachhaltigen Start.
3- „Ein bisschen Blauäugigkeit gehört dazu“ und genauso bei der Preisgestaltung auch. Nur keine Scheu vor der gerechtfertigten Preisgestaltung eurer Produkte/Dienstleistung. Oftmals traut man sich selber nicht für das Produkt den entsprechenden Preis zu Verlangen der auch nachhaltig vertretbar ist. Tipp: Anfangs niemals allein über den Preis des Produktes entscheiden!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Eddy Gloss für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.