Keine Angst vor Fehlern! Nobody’s perfect!

Edamama Bio-Pasta enthält wenig Kohlenhydrate und viel Protein

Stellen Sie sich und das Startup Edamama doch kurz unseren Lesern vor!
Unser Motto lautet: Eat better, not less. Im hektischen Alltag bleibt eine ausgeglichene Ernährung oft auf der Strecke. Wir reagieren darauf mit Diäten, aber leider schlägt das Pendel immer wieder zurück. Gute Ernährung muss einfacher werden. Das ist unser Ziel. Und deshalb haben wir Pasta aus 100% Bio-Bohnen entwickelt.

Die Edamama Bio-Pasta enthält wenig Kohlenhydrate und viel Protein.

Wie ist die Idee zu Edamama entstanden?
Angefangen hat alles 2015. Uns selbst fehlte eine einfache Lösung, wie wir uns im stressigen Alltag gesünder ernähren können. Schnelle Mahlzeiten wie Pasta, Brot oder Cerealien enthalten zu viel Zucker. Sie stillen zwar kurzzeitig den Appetit, halten aber nicht lange satt und enthalten kaum wertvolle Nährstoffe. Das ist ein Problem, das uns faszinierte und wir begannen, mit besseren Grundbaustoffen Alltagslebensmittel zu kreieren.

Am besten hat das mit Edamame-Bohnen geklappt.

Welche Vision steckt hinter Edamama?
«We Beanify Your Nutrition» – Pasta ist also erst der Anfang. Wir wollen eine Lifestyle-Marke schaffen, die Millionen von Menschen eine gesunde Alternative zu kohlenhydratreichen Alltagsprodukten wie Pasta, Brot, Cerealien und Snacks bietet.

Was waren bisher die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben zu Beginn den Kapitalbedarf unterschätzt. Überall verstecken sich Kosten, die sich zu einem echten Problem aufsummieren können, wenn man mit zu wenig Ressourcen hochtrabende Ziele verfolgt. Zudem war die Logistik ein großes Problem – es gestaltete sich schwierig, einen guten Partner zu finden, der Qualitätsarbeit leistet und gleichzeitig unsere Margen nicht allzu sehr in Mitleidenschaft zieht. Finanziert haben wir uns über “Friends, Family & Fools”, eigene Mittel und einige Business Angels.

Warum haben Sie sich für eine Crowdinvesting Finanzierung entschieden?
Wir wollten unsere Kunden noch mehr in das Unternehmen involvieren. Zudem haben wir zu Beginn des Jahres unser “Berlin Office” eröffnet und wollen uns mit der Kampagne etwas Visibilität in der hiesigen Food-Szene verschaffen.

Wo sehen Sie die Vorteile für sich?
Das “Venture Debt”-Modell ist für uns interessant, da wir damit keine weitere Kapitalverwässerung in Kauf nehmen müssen. Es handelt sich um ein nachrangiges Darlehen. Die Kampagne ist übrigens bereits ein voller Erfolg. Wir erreichten bereits nach zwei Tagen unser Investment-Ziel von 500.000 €.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Das eingesammelte Kapital wird vor allem in die Bereiche Produktentwicklung, Vertrieb und Personal fließen. Wir möchten in einem nächsten Schritt für den Online-Channel ein einzigartiges Produktsortiment aufbauen – und damit verbunden Edamama als B2C-Marke weiter stärken. Daneben bauen wir auch unsere Distribution im Einzelhandel strategisch aus.

Mit “strategisch” ist hier gemeint: In den richtigen Verkaufspunkten und mit den richtigen Produkten. Man kann nicht alles gleichzeitig machen.

Wer ist die Zielgruppe von Edamama?
Unser primäre Zielgruppe sind Menschen, die einen stressigen Alltag haben und aus Zeitmangel schnell verfügbare und meist ungesunde Mahlzeiten zu sich nehmen. Sie brauchen Produkte, die sie ohne schlechtes Gewissen genießen können, die bequem zuzubereiten sind und satt machen.

Welche Produkte bieten Sie an? Was ist das Besondere an den Produkten?
Unsere Differenzierung gegenüber der Konkurrenz erfolgt über die Positionierung als Anbieter einer ganzheitlichen Lösung, statt einfach nur Lebensmittel zu verkaufen.

Es geht nicht nur um gute Ernährung – es geht um das gute Leben.

Edamama, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Mit unserer Pasta gelang ein erster «Proof of Concept». In fünf Jahren wollen wir eine Lifestyle-Marke sein, die den Ernährungsalltag von Millionen von Menschen in Europa und den USA drastisch erleichtert.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Baut euch ein Netzwerk auf und investiert Zeit in den Austausch mit anderen Startups. Gemeinsam sind alle stärker! Diese Kultur pflegen wir beispielsweise auch auf dem Food Tech Campus, wo sich unser “Berlin Office” befindet.
2. Trefft keine übereilten Entscheidungen. Nehmt euch auch in stressigen Zeiten einen Moment, um die Basis-Informationen bereitzustellen, die es für jede gute Entscheidungen braucht.
3. Keine Angst vor Fehlern! Nobody’s perfect. Evaluiert eure Fehlentscheidungen und lernt daraus. Denn der schlimmste Fehler ist tatsächlich, nicht aus seinen Fehlern zu lernen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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