Nach neuen Wegen und Ideen zu suchen

ECC East-Com-Concept: Online Kaufhaus für Deutsche Konsumgüter auf der Plattform von Alibaba in China

Wie ist die Idee zu ECC East-Com-Concept entstanden?
Die Begründerinnen Claudia Carillon und Adrienne Stark haben beide eine grosse China Erfahrung. Nachdem sie jahrelang deutsche Firmen im Chinageschäft beraten haben, ist ihnen aufgefallen, dass der Eintritt für deutsche Produkte in China auf Grund der Größe des Landes und einer total anderen Vertriebsweise sehr beschwerlich ist. Dabei steht das Label Made in Germany besonders hoch im Wert der chinesischen Konsumenten. Nur ist die Frage, wie kommt man an sie heran. Da entstand die Idee, ein Online Kaufhaus voller deutscher Produkte in China zu eröffnen, damit auch die Chinesen, die nicht in den großen Städten leben, endlich einmal deutsche Produkte kaufen können.
Das Online Geschäft in China boomt und Alibaba ist der grösste Online Provider der Welt, der rund 65 % des chinesischen Konsumentmarktes beherrscht und bedient. Das bietet keine andere Online Plattform.

Da aber nicht jede deutsche Firma die hohen Kosten von Alibaba zahlen kann und möchte, ist die Lösung eines gemeinsamen Auftrittes einfacher, denn hier zahlt jede Firma nur eine Art Mietbeteiligung der Gesamtkosten und kann somit klein und vorsichtig anfangen. Wer Erfolg hat, kann sich ja dann später vergössern.

So können die deutschen Hersteller zukünftig ihre Produkte direkt B-to-C antesten und vertreiben. Selbst wenn Sie bereits schon Vertriebspartner in China haben, ist eine Präsenz in dem Shop von ‚German Lifestyle Brands‘ eine Garantie für deutsche Originalware und ist ein zusätzlicher Vertriebsweg.

In Ergänzung zum Online-Shop sind in Zukunft vor Ort German Lifestyle Festivals in Shoppingmalls im Pop-up Stil rund um China geplant, in denen die chinesischen Endverbraucher die Produkte ansehen, testen und dann im Online Shop kaufen können.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Auf Grund unserer langjährigen Erfahrungen wollten wir den Firmen helfen, die gute deutsche Produkte haben aber nicht wissen, wie sie den Einstieg nach China stemmen sollen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Zunächst einmal das System von Alibaba zu verstehen. Alibaba, im Gegensatz zu anderen Online Geschäften, verlangt die Zusammenarbeit mit einem von ihnen ausgewählten TP (Third Partner), einer Firma, die im Namen der Kunden in China alle Serviceleistungen, von der Vorkontrolle und Analyse über die Shopgestaltung über Lagerhaltung, Versand, Einkassieren der Gelder und Abrechnung mit den Firmen, übernimmt. Das ist zwar gerade für ausländische Firmen in China ideal, muss aber auch erst einmal verstanden sein. Finanziert haben wir bislang alles mit unserem Stammkapital.

Wer ist die Zielgruppe von ECC East-Com-Concept?
In Deutschland wollen wir zum Einen mit den KMUs arbeiten, die gute deutsche Produkte entwickeln, aber bisher noch keine Möglichkeit hatten, sich auf dem chinesischen Markt zu präsentieren. Doch da wir ja deutsche Produkte allgemein promoten wollen, sprechen wir natürlich auch mit allen großen Marken, die schon auf dem chinesischen Markt präsent sind, aber durch eine Beteiligung in unserem Kaufhaus auch auf ihre deutsche Qualität hinweisen möchten.

In China ist unsere Zielgruppe der chinesische Endverbraucher in allen Teilen Chinas und nicht nur in den großen Städten, immerhin ist China so groß wie ein Kontinent von Portugal bis Russland!

Welche Produkte wird der Kunde finden?
Alle deutschen Konsumgüter: Kinderartikel, Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel, Getränke, Babynahrung, Kosmetika, Pharmazeutika, vor allem Naturprodukte, Haushaltswaren, Dekoartikel, Bekleidung, Taschen, Schuhe, etc.

Was ist das Besondere an dem Konzept von ECC East-Com-Concept?
In China Deutsche Konsumgüter gebündelt als ‚made in Germany‘ unter dem Dach von German Lifestyle Brands zu präsentieren.

ECC East-Com-Concept, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Vielleicht mit einem wirklichen Kaufhaus und futuristisch gedacht an der Börse.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nach neuen Wegen und Ideen zu suchen und sie auf Ihre erfolgreiche Umsetzung hin zu prüfen, dazu breite Netzwerke nützen und vor dem Start nach rechst und links testen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Adrienne Stark für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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