earebel: Kopfhörer ganz einfach und mit Stil in der Mütze

earebel Mütze mit integrierten und herausnehmbaren Kopfhörern

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen earebel doch kurz vor!
Hallo, wir sind Didi Hirsch und Manuel Reisacher. Hauptberuflich sind wir beide Grafik-Designer mit eigener Agentur (www.zweimanns.de) und begeisterte Outdoor-Sportler. Wir sind aus dem schönen Allgäu und die Erfinder von earebel. Mittlerweile liegt unser Hauptaugenmerk auf earebel: Alles dreht sich bei uns um die Mützen und Stirnbänder mit integrierten und herausnehmbaren Kopfhörern. Wir wollen den Leuten zeigen, wie toll und praktisch es ist, Kopfhörer in einer Mütze oder einem Stirnband bei Outdooraktivitäten zu tragen. Wir wollen erreichen, dass wir als echte Alternative zu allen herkömmlichen Kopfhörern für Aktivitäten wahrgenommen werden. Das ist unsere Hauptaufgabe momentan.

Wie ist die Idee zu earebel entstanden?
Wir haben uns über die Arbeit kennengelernt und zusammen unsere Werbeagentur gegründet. Schnell haben wir gemerkt, dass wir sehr gut zusammenarbeiten können und uns wunderbar ergänzen. Also gab es seitdem nur noch ein „wir“. Von Anfang an hatten wir, neben der Arbeit als Grafiker und Designer, den Wunsch, Produkte zu gestalten und zu produzieren. Angefangen haben wir mit handgestrickten Mützen von Manuels Mutter, damals noch ohne Kopfhörer. Der eigentliche Auslöser für die Idee der earebel-Mütze kam uns direkt beim Sport im Winter. Das lästige Tragen von In-Ear-Kopfhörern, die beim Sport drücken, ständig aus den Ohren fallen und einen außerdem komplett von den Umweltgeräuschen abschotten, war für uns so nervig, dass wir uns eine Lösung überlegten: Wir integrierten die Kopfhörer direkt in eine Mütze.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größten Herausforderungen stehen immer ganz am Anfang eines Prozesses und betreffen sehr oft organisatorische Dinge: Wer macht was und wie? Und natürlich die wichtigste Frage nach dem Warum? Wie definiert sich die Zielgruppe? Wer braucht das Produkt oder findet es kaufenswert? Tausend Fragen, die schwierigste Entscheidung ist wohl aber immer, wieviel Zeit und Geld man in seine Idee bzw. Produkt steckt? Da können ja oft Jahre vergehen, bis man mit seinem Produkt erste Umsätze, geschweige denn die ersten Gewinne, verbucht. Diese ersten Jahre sind dann geprägt von viel Arbeit, wenig Freizeit und finanziellem Druck. Da gibt es natürlich oft Zeiten, in denen man sich fragt, ob sich das alles lohnt.
Gerade dann muss man aber unserer Meinung nach weitermachen und mit Glück und Intuition die richtigen Entscheidungen treffen, um die Hochs und Tiefs sowie Rückschläge, die es wohl bei jeder Gründung gibt, zu meistern. Bis heute ist uns das eigentlich ganz gut geglückt.
Bis jetzt haben wir allein aus den Gewinnen unserer Agentur und mit privaten, aus den Familien zur Verfügung gestellten, finanziellen Mitteln, unsere Ideen verwirklicht und uns finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von earebel?
Unsere drei Produktlinien LIFESTYLE, S P O R T und HANDMADE decken ein sehr weites Feld potentieller Kunden ab: Menschen, die handgemachte, nachhaltige Produkte schätzen, sprechen wir mit unserer HANDMADE-Kollektion an. Teenies und Twens werden bei unserer LIFESTYLE-Linie, die wir als preislich interessante Einstiegsvariante anbieten, fündig und sportliche Menschen, eigentlich jeden Alters, finden bei unseren Sportmodellen etwas Passendes.

Was unterscheidet die earebels von anderen Kopfhörern?
Alle unsere Konkurrenten benutzen das gleiche Prinzip:Die Kopfhörer sind innen in die Mütze integriert und von außen nicht sichtbar. Dadurch müssen die Kopfhörer sehr flach konstruiert sein und besitzen auf Grund des sehr geringen Klangkörpers nur selten eine ausreichende Klangqualität.
Wir haben ein neuartiges, zum Patent angemeldetes, Verfahren erfunden:Die Kopfhörer werden direkt in den Strick der Mützen bzw. über ein eingenähtes Loch mit Hilfe eines speziellen, dehnbaren Materials in die Kopfbedeckung integriert. So ist der Kopfhörer von Außen sichtbar und gleichzeitig ein Styleelement der Mütze, hält perfekt in der Mütze, kann nicht verrutschen oder rausfallen, kann aber auch mit wenigen Handgriffen entnommen werden. Die Mütze kann ohne die Kopfhörer gewaschen werden oder eine andere Kopfhörerfarbe kann eingesetzt werden. Die Kopfhörer können zwischen allen drei Linien getauscht werden und passen in jedes earebel-Modell.
Des Weiteren bieten wir mit unseren drei Linien und den verschiedenen Qualitäten für jeden Mützentyp die unterschiedlichsten Verwendungszwecke und Stylings. Unsere Stirnbänder und Mützen sind ein tolles Stylingaccessoire, bei uns steckt kein Plastik im Ohr, man trägt die Kopfhörer ganz einfach und mit Stil in der Mütze oder dem Stirnband.

Wie viel kostet eine Mütze?
Wir haben drei Linien: LIFESTYLE, S P O R T und HANDMADE. In der Linie LIFESTYLE haben wir maschinell hergestellte Acrylmützen und -stirnbänder mit Bluetooth-Kopfhörern. Das sind die preislich günstigsten Modelle, die es ab 49,00 Euro zu kaufen gibt. Die Mützen und Stirnbänder der Linie S P O R T heben sich durch funktionelle und perfekt für den Sport geeignete Materialien und Garne von der LIFESTYLE Linie ab und sind ebenfalls mit Bluetooth-Kopfhörern ausgestattet. Diese Linie wird in Deutschland hergestellt und ist ab 59,00 Euro zu haben.
Bei dem Premiumprodukt HANDMADE werden die Mützen und Stirnbänder dieser Linie alle auch in Deutschland hergestellt, sind aber mit hochwertigster Wolle handgestrickt und mit hochwertigen, kabelgebundenen AKG-Kopfhörern ausgestattet. Diese Modelle gibt es für 99,00 Euro.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Nach den ersten Schritten merkt man relativ schnell, dass es ohne finanzielle und professionelle Unterstützung im Vertrieb nicht geht, ein Produkt, das es bis dahin so nicht gab, am Markt zu etablieren. Daher haben wir die Möglichkeit von Anfang an in unsere Überlegungen einbezogen, uns bei „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben. Dass wir dann wirklich zur Show eingeladen wurden, hat uns natürlich unglaublich gefreut!
Und natürlich gucken wir die Show seit der ersten Staffel regelmäßig, da viele, die sich in „Die Höhle der Löwen“ trauen, natürlich am exakt gleichen Punkt stehen und exakt die gleichen Probleme und Unwägbarkeiten zu meistern haben, wie wir!

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Kurz und knackig: Wir waren auf einer Messe als wir die Zusage erhielten und hatten dann nur fünf Tage Zeit alles vorzubereiten.Das war eine sehr intensive Zeit! Wir haben mit Familie und Freunden die Pitches geübt, Unterlagen vorbereitet, den Businessplan vorbereitet und Zahlen studiert und uns schließlich in den Käfig getraut.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Der persönliche „Push“ den man dadurch bekommt, ist schon beachtlich. Wir haben uns so dermaßen über die Teilnahme an der Show gefreut, das glaubt man kaum. Man sieht es uns zwar nicht immer an, aber wir haben uns riesig gefreut, ein Teil davon zu sein. Wir glauben, dass man solche Chancen nicht allzu oft im Leben bekommt! Die ganze Werbung für das Produkt und die gesteigerten Verkäufe im Onlineshop nimmt man gerne mit, aber wir wollen und brauchen ganz klar und eindeutig einen Investor für unsere Idee und unsere Produkte! Nicht nur als Sprungbrett für die Markenbekanntheit, sondern auch als langfristige Zusammenarbeit mit Profis im Vertrieb. Vielleicht auch einen Investor, der weitere Ideen mittragen möchte, versprechen wir uns davon.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Earebel aufmerksam werden?
Wir kannten ja die Einschaltquoten der letzten Staffeln und haben daher schon mit enormer Aufmerksamkeit gerechnet, dass es allerdings so extrem wird, haben wir nicht erwartet. Man wird auf einmal im Ort auf der Straße angesprochen. Außerdem haben wir einen deutlichen Anstieg des Produktabsatzes im Onlineshop verzeichnet. Es ist einfach toll, wenn man sieht, wie eine Idee, an der man so lange gearbeitet hat, so positiv wahrgenommen wird. Und man merkt, dass es richtig war, immer an das Produkt zu glauben, und dass es sich gelohnt hat, weiterzumachen – auch wenn es nicht immer leicht war.

Ziel der Show „Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Nachdem in den Medien bekannt gegeben worden war, dass Herr Dümmel für Frau Steiner kommt, haben wir natürlich recherchiert, wer das ist. Herr Dümmel von DS Produkte wurde als absoluter Produktspezialist beschrieben. Herr Dümmel wäre unser absoluter Favorit als Investor, vor allem da unsere Schwächen besonders im Vertrieb liegen. Genau so jemanden wie Herrn Dümmel von DS Produkte brauchen wir!

Wie geht es mit earebel nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Egal, ob „Deal oder No deal“ – wir werden aus earebel eine international erfolgreiche Firma machen, mit unterschiedlichen Produkten.Wir werden versuchen, uns als DIE Alternative zu allen herkömmlichen (Sport-)Kopfhörern zu positionieren. Kann nur sein, dass es ohne Deal etwas länger dauert!

earebel, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Seitdem die teilnehmenden Gründer der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“ und unser kleiner Trailer veröffentlicht wurden, bekommen wir fast täglich Presseanfragen rund um uns als Gründer und unser Produkt. Wir werden jetzt erst einmal alle Bestellungen und Anfragen abarbeiten. Dann werden wir weiter daran arbeiten, dass die Menschen verstehen, wie toll es ist, bei Outdooraktivitäten Kopfhörer in Mützen und Stirnbänder zu tragen. Dann werden wir unsere Produkte weiterentwickeln und wollen, so schnell es geht, unsere Produkte im Ausland platzieren. Anfragen aus Japan, Südkorea, Russland, USA und anderen Ländern haben wir bereits.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
All die Tipps hat man schon mal gehört – aber an Nummer eins steht tatsächlich der Fleiß! Nichts geht ohne 100% Professionalität und absolute Hingabe bei dem, was man macht. Nummer 2 ist für uns ganz klar Teamwork und Offenheit untereinander. Man braucht ein gemeinsames Grundverständnis von Kreativität, Zielen und Vorstellungsvermögen. Und bei drittens haben wir drei Punkte hervorzuheben: Man sollte ein gesundes Selbstbewusstsein haben und nie den Glauben an das eigene Produkt oder die Idee verlieren – egal, welche Steine einem sich in den Weg legen. Und 3.3: … Die richtigen Partner für die Dinge suchen, die man selbst nicht bewältigen kann.

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild © VOX/ Stefan Gregorowius

Sehen Sie earebel am 25.Oktober in #DHDL

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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