E-Commerce gewinnt mit einem qualifizierten Payment Service Provider

Ein Payment Service Provider (PSP) ist die Schnittstelle zwischen E-Commerce oder einem Onlineshop und den verschiedenen Zahlungsanbietern. Ein wesentlicher Vorteil der Zahlungsdienstleister ist, dass sie so wie PAYMILL, ein Münchner Zahlungsdienstleister, meist verschiedene Bezahlverfahren und Sicherheitsanforderungen abdecken.

E-Commerce steht und fällt mit einer Auswahl möglichst kundenfreundlicher und marktgerechter Zahlungsmethoden. In Deutschland sind der Kauf auf Rechnung und das SEPA-Lastschriftverfahren immer noch ganz weit oben in der Beliebtheitsskala, in anderen Ländern eher die Kredit- oder Debitkarte. PayPal ist als Zahlungsmethode nicht überall verfügbar.

Ein Bouquet verschiedener Bezahlmöglichkeiten

Ob die von PAYMILL angebotene SOFORT Überweisung der schwedischen Klarna-Gruppe oder das in den Niederlanden bekannte iDEAL – unabhängige Studien zeigen: Je größer die Auswahl der Bezahlverfahren, desto höher ist die Conversion Rate, oder anders ausgedrückt, desto geringer ist die Quote der Kaufabbrüche beim Checkout.

Um ihren Kunden verschiedene Bezahlmöglichkeiten offenzulassen, können Betreiber von Onlineshops natürlich mit jedem Zahlungsanbieter einzeln Verträge aushandeln und abschließen, die Schnittstellen oder APIs selbst integrieren und dafür sorgen, dass die Plug-ins stets aktualisiert sind.
Das mag zwar der kostengünstigste Weg sein, ist aber auch sehr zeitintensiv. Hinzu kommen weitere Herausforderungen wie Betrugsprüfung und Risikomanagement. Daher wenden sich viele E-Commerce-Treibende an Payment Service Provider (PSP), also Zahlungsdienstleister, die in der Regel verschiedene Zahlungsmethoden verschiedener Anbieter offerieren.

Übrigens: Die Münchner PAYMILL GmbH, eine Tochter der Schweizer CYBERservices SA – das Unternehmen hinter Klik&Pay – deckt zum Beispiel mit Kredit- und Debitkarten, PayPal, SEPA-Lastschrift und SOFORT ein breites Portfolio internationaler Bezahlverfahren in über hundert Ländern ab.

Punkten mit Mobile und Recurring Payments

Für Branchen wie den Lebensmittelhandel oder Online-Zeitschriften halten einige Zahlungsdienstleister auch Abo-Modelle mit Recurring Payments (wiederkehrende Zahlungsabwicklung) bereit, ein weiteres Argument für die PSPs. Dieses Zahlungsart ist besonders spannend für das im Trend liegende Subscription Box Business Modell, bei denen Nutzer auf Abo-Basis jeden Monat eine Box mit Beauty und Lifestyle Produkten erhalten.

Der Zahlungsvorgang sollte für den Kunden auch so transparent und der Checkout-Prozess so individuell wie möglich gestaltet sein. Dabei bewährt sich eine flexible API-Integration, die sich den jeweiligen Bedürfnissen anpasst und Bibliotheken (Libraries) in verschiedenen Programmiersprachen bereithält.

Gute Zahlungsdienstleister zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie Schnittstellen für Mobile Payment mit iOS- und Android-Smartphones oder -Tablets bieten. Wiederkehrende Kunden werden sich auch über einen sicheren 1-Klick-Bezahlvorgang freuen, weil sie dann nicht jedes Mal wieder die Kreditkartendaten eingeben müssen. Amazon hat sich dafür den Begriff „1-Click“ patentieren lassen, PayPal nennt es „One Touch“, PAYMILL „One-Tab Checkout“.

In Shopping-Card-Lösungen wie Shopify oder Lemonstand (beide kanadisch) und E-Commerce-Plattformen wie Magento, OpenCart und WooCommerce sind Schnittstellen für PSPs bereits vorinstalliert oder lassen sich über Plug-ins leicht integrieren.

Sicherheit geht vor

Bei der Wahl des Zahlungsdienstleisters kommt es deshalb darauf an, dass er regelmäßige Updates und Sicherheitschecks wie die Betrugsprüfung durchführt. Bei diesen sogenannten Fraud Checks werden alle Transaktionen mit globalen Blacklists abgeglichen. Außerdem wird für die Validierung der Transaktionen auch die Bank Identification Number (BIN) zur Identifikation von Kredit- und Debitkarten überprüft. Mit einem PSP, der dem Sicherheitsstandard PCI DSS entspricht, sind Online-Händler und Kunden auf der sicheren Seite, zumal die Einhaltung regelmäßig von unabhängigen Gutachtern überprüft wird.

Risikomanagement und Datenverschlüsselung

Ein zusätzlicher Vorteil von Zahlungsdienstleistern ist, dass sie meist das Risikomanagement übernehmen, um mögliche Risiken, die bei den angebotenen Bezahlverfahren auftreten können, von vornherein zu erkennen und nach Gefahrenpotenzial zu priorisieren.

Bei Zahlungen per Lastschrift oder mit Kreditkarten wie von VISA und MasterCard bietet 3D Secure (3-Domain Secure) eine hohe Gewähr gegen Betrugsversuche. Das auch als Payer Authentification bekannte Sicherheitsprotokoll ist ein 3-Parteien-Prozess. Die beteiligten Parteien sind der Händler, bei dem Produkt oder Dienstleistung bestellt werden, die als Acquirer bezeichnete Bank, die den Zahlungsprozess abwickelt, und die Karten-Emittenten wie VISA oder MasterCard. Um 3D Secure nutzen zu können, muss der Karteninhaber sich dafür registrieren. Das sollte für jede Kredit- oder Debitkarte einzeln durchgeführt werden. 3D Secure stellt auch sicher, dass der (vermeintliche) Kunde tatsächlich der Karteninhaber ist, was für den Händler den Vorteil hat, dass sich das Risiko von Rückforderungen deutlich verringert.

Ein weiteres Sicherheitsbollwerk, wenn man so will, ist die Datenverschlüsselung über einen sogenannten Token. Bei der von VISA eingeführten Tokenization etwa werden die Kreditkartendaten samt der 16-stelligen Kreditkartennummer und der dreistelligen Prüfziffer in einen Zufallscode aus 32 Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen umgewandelt, der nach fünf Minuten automatisch erlischt.

Auf den richtigen PSP kommt es an

Summa summarum lässt sich sagen, dass ein qualifizierter Payment Service Provider für E-Commerce-Treibende und Online-Händler viele Vorteile bietet. Bei der Wahl des Zahlungsdienstleisters sollte aber darauf geachtet werden, dass er nicht nur die gängigsten Bezahlverfahren abdeckt, sondern auch möglichst alle oder zumindest die wichtigsten der in diesem Beitrag genannten Sicherheitsanforderungen erfüllt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Evernine GmbH

redaktion

Startups sind mit ihrer Innovationskraft und Kreativität der Motor der globalen Wirtschaft und der gesellschaftlichen Entwicklung. Wir bieten akribisch recherchierte Informationen über Gründer und Startups. Neben Porträts junger Unternehmer und erfolgreicher Startups und deren Erfahrungen liegt der Fokus auf KnowHow von A bis Z sowohl für Gründer und Startups als auch für Investoren, Ideengeber und Interessierte. Wir begleiten, Startups von der Gründungsphase bis zum erfolgreichen Exit.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

X