Man muss sein Konzept stetig hinterfragen und dazulernen

Durststrecke: Mit der Durst App Getränke bestellen und liefern lassen

Stellen Sie sich und das Startup Durststrecke doch kurz unseren Lesern vor!
Durst ist deine App, um Getränke zu bestellen. Wir von der Durststrecke entwickeln eine Plattform, die das Bestellen von Getränken beim Getränkehändler in deiner Nähe digital per App ermöglicht. Über die Durst App kannst du Getränke bestellen und sie dir zur passenden Zeit nach Hause liefern lassen.

Wie ist die Idee zur Durststrecke und zur App Durst entstanden?
Die Idee entstand aus meinem eigenen Bedürfnis. Wenn ich bisher meine Getränke bei einem Händler bestellen wollte, musste ich ihn anrufen, meine Bestellung durchgeben und abstimmen wann die Lieferung erfolgen soll. Und wenn der Händler dann vor meiner Tür stand, ging der analoge Prozess weiter: Pfandrückgabe, Bezahlung, Rechnung – alles mit Papier und Stift.

Hier setzen wir an und wollen mit verschiedenen Angeboten und Software-Produkten den Getränkehändlern einen vollständig digitalen Prozess ermöglichen: Von der Bestellung bis zur Pfandrückgabe per App.

Welche Vision steckt hinter der Durststrecke und der App Durst?
Unsere Vision ist es, Kunden die Bestellung von Getränken so einfach wie möglich zu machen. In Deutschland haben wir ein tolles Pfandsystem: Getränke werden umweltschonend und gesund in Mehrwegflaschen verpackt. Das bedeutet aber auch, dass wir ziemlich schleppen müssen, um an unsere Kiste Wasser, Bier oder Cola zu kommen. Für viele Menschen ist dies entweder nicht möglich oder zu zeitaufwendig. Deshalb bieten wir hier mit Durst eine bequeme und einfache Alternative.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Idee entstand vor ziemlich genau einem Jahr. Im April gehen wir jetzt an den Start und haben uns bisher aus eigenen Mittel finanziert. Die nächsten Schritte wollen wir nun mit Partnern beschreiten und sind in sehr guten Gesprächen mit Investoren, um unser Produkt weiterzuentwickeln und im Markt zu etablieren.

Wer ist die Zielgruppe von Durststrecke?
Jeder der Getränke konsumiert. Sprich über 80 Millionen Menschen in Deutschland. Natürlich wissen wir, dass nicht jeder bereit oder in der Lage ist, für die Getränkelieferung zu bezahlen. Dies ist letztendlich ein Service, der bei einem margenschwachen Produkt gegenfinanziert werden muss. Doch in der Online-Bestellung von Lebensmitteln steckt noch enorm viel Potential, das sich in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Auf der anderen Seiten sind natürlich die Getränkehändler unsere Zielgruppe. Anders als ein Paar Schuhe, Bücher oder Kleidung, lassen sich Getränkekisten nicht einfach versenden. Daher ist es ein regionales Geschäft mit lokalen Anbieten. Diesen bieten wir eine einfache Möglichkeit, ihre Prozesse und Bestellmöglichkeiten zu digitalisieren.

Wie funktioniert die App Durst? Welche Vorteile bietet die Durststrecke?
Unser App vermittelt deine Bestellung an lokale Händler in deiner Nähe. Hierbei kombinieren wir ein Marktplatz-Ansatz (sprich: bester Preis) mit den unterschiedlichen Lieferkonditionen (daher: bestmöglicher Lieferzeitpunkt). Somit kann Durst anhand verschiedener Getränkehändler eine bestmögliche Kombination aus Preis- und Lieferzeitfenster ermitteln. Wer Interesse hat, den informieren wir gerne sobald ein Händler in der jeweiligen Region auf der Plattform verfügbar ist. Einfach unter www.durst.shop die eigene Postleitzahl prüfen.

Der Vorteil für die Händler ist hierbei, dass der Zeitaufwand für die Einrichtung und Nutzung der Durst Plattform sehr gering ist: Gesetzlich vorgeschriebene Informationen wie Produktdaten, Bilder und Inhaltsstoffe liefern wir. Händler können daher sehr schnell und einfach mit Durst starten.

Wie ist das Feedback?
Wir bekommen bereits sehr gutes Feedback, sowohl von Seiten der Kunden als auch der Händler. Als mittelständischer Getränkehändler kann ich es mir nicht leisten, einen eigenen Shop zu betreiben oder eine vergleichbare App zu entwicklen. Mit Durst haben dieser aber die Change, dennoch an der digitalen Transformation teilzunehmen. Daher treffen wir hier den Nerv der Zeit. Und der Erfolg vergleichbarer Konzepte – von Mytaxi bis Lieferando – zeigt, dass Kunden von heute entsprechende Angebote gerne nutzen.

Durststrecke, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Ziel ist es, die führende Plattform für die Bestellung von Getränken zu werden. Ob das in fünf Jahren noch per App erfolgt, wissen wir nicht. Aber für andere Endgeräte haben wir bereits Ideen und Konzepte in der Schublade und sind dank eine zukunftssicheren technischen Plattform darauf vorbereitet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Eines habe ich in den letzten Monaten immer wieder gemerkt: Man muss sein Konzept stetig hinterfragen, dazulernen und sein Business Modell an den Anforderungen des Marktes und der Kunden ausrichten.

Und mindestens zwei Liter pro Tag trinken.

Fotograf/ Bildquelle: Anna Siggelkow

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Matthias Steinforth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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