Berliner Startup braut das friedlichste Bier der Welt

Ein Bier genießen und dadurch Menschen versöhnen: das Startup-Unternehmen drinkforpeace macht es möglich

Es entwickeltsein Bierrezept direkt in Krisenregionen mit Bierbrauern aus Konfliktgruppen. Und mit jedem Schluck des Bieres fließt Geld in Projekte für mehr Toleranz und Frieden. Dieser innovative Ansatz trifft den Geschmack der Zeit: Er belegte den 1.Platz von 249 Einreichungen beim diesjährigen Ideenwettbewerb Gründen-Live.

Die Erfinder von drinkforpeace, Dr. Samir Kadunic und Martin Duchowski, haben dabei ein klares Ziel. Sie wollen mit dem Lieblingsgetränk der Deutschen, dem Bier, ein Zeichen für mehr Toleranz und Frieden setzen. „Wir reisen persönlich in die Konfliktregionen und bringen Bierbrauer aus den jeweiligen Konfliktgruppen an einen Tisch. Begonnen haben wir mit erfahrenen Brauern aus Bosnien-Herzegowina. Gemeinsam mit den Brauern Omer Mesihovic (Bosniake), Igor Markovic(Serbe) und Vlado Mandic (Kroate) haben wir ein leckeres Bierrezept entwickelt. Diese Zusammenarbeit der Bierbrauer gibt dem Rezept eine einmalige Zutat: Die Botschaft der Versöhnung und des friedlichen Miteinanders“, erklärt Dr. Samir Kadunic das Konzept. „Gebraut wird das Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot. Den Unterschied macht der aromatische regionale Hopfen, der dem Bier ein einmaliges Geschmackserlebnis verleiht“, fügt Martin Duchowski hinzu. Gebraut wird das Bier dort, wo es auch getrunken wird. Lokal nach Wahl – für den deutschen Markt wird das Bier in Deutschland gebraut, das für den bosnischen Markt in Bosnien etc.

Damit dieser symbolischen Zusammenarbeit der Brauer auch Taten folgen können, fließen fünf Cent je verkauften Bieres in die Konfliktregionen. Dadurch sollen bereits im nächsten Jahr Gemeinschaftsseminare für Studenten aller Ethnien finanziert werden. Denndie Universitäten von Mostar und Sarajevo wurdenwährend des Kriegesnach Ethnien aufgeteilt und sind heute immer noch getrennt. Praktisch kommen die Studenten nicht in Kontakt und es bestehen Vorurteile.„Meine Wurzeln stammen aus dieser Region. Deshalb weiß ich, dass Konflikte nicht abrupt aufhören hören, nur weil die Waffen schweigen.“, sagt Dr. Samir Kadunic. Um sicherzustellen, dass das Geld effizient und transparent dafür verwendet wird, kümmert sich das Startup selbst um seine Projekte.

Der Weg zu ihrem ersten Bierrezept war allerdings nicht einfach. Martin Duchowski sagt: „Wir arbeiten schon über ein Jahrlang an drinkforpeace und sind in dieser Zeit auch mehrmals in das ehemalige Jugoslawien gereist. Uns ist es wichtig, dass die Brauer unsere Werte wirklich teilen.“Die Schirmherren für das Bierprojekt sindder Berliner Professor für Brauwesen Frank Methner und der Weltmeister der Biersommeliere Oliver Wesseloh.
Dass die beiden Gründer mit ihrem Ansatz auf Akzeptanz stoßen, zeigte sich beim diesjährigen Gründen-Live Ideenwettbewerb. Hier belegten sie den ersten Platz. Den Verkauf des friedlichsten Bieres der Welt starten sie mit einem Crowdfunding-Projekt am 15.11.2016 auf Startnext. Den passenden Namen für ihr Craft Bier haben sie schon: YuPA (Yugoslavian Pale Ale).

Link zum Crowdfunding

Quelle EnjoyAndHelp UG

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