Sich einen zuverlässigen, kompetenten und engagierten Partner suchen

DreamCheaper macht deine Hotelbuchung günstiger, nachdem du gebucht hast!

Stellen Sie sich und das Startup DreamCheaper doch kurz unseren Lesern vor!
DreamCheaper spart Hotelkunden bis zu 70 Prozent auf bestehende Buchungen – wir sind eine unabhängige Plattform, die es ermöglicht, den bereits gebuchten Hotelpreis zu reduzieren oder den Aufenthalt durch Zusatzleistungen zu optimieren. Mit Hilfe eines automatisierten Preisvergleichs suchen wir fortlaufend nach besseren Angeboten und buchen nach Freigabe des Nutzers um. Unser Service ist kostenlos,wir behalten lediglich 20 Prozent des ersparten Betrages ein.

Zusammen mit Leif Pritzel habe ich DreamCheaper im Jahr 2014 gegründet. Nach Stationen im Airline-Bereich, unter anderem bei Lufthansa, war ich viele Jahre als Strategieberater für Transport & Logistik Themen weltweit tätig. Anschließend war ich als Vorstandsmitglied bei den Schweizer Bundesbahnen für die Sanierung der Güterverkehrssparte verantwortlich und danach als Finanzvorstand bei der österreichischen Rail Cargo Group tätig. Parallel habe ich verschiedene Start-Ups mitgegründet und war als Anfangsinvestor an weiteren beteiligt. Dadurch habe ich wichtige Erfahrungen in verschiedenen Bereichen sammeln können, die bei der Gründung von DreamCheaper sehr nützlich waren.

Wie ist die Idee zu DreamCheaper entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee kam mir während der Planung einer mehrwöchigen Rundreise. Mir fiel auf, dass sich die Preise bei vielen Hotels fast täglich änderten – sowohl nach oben als auch nach unten. Natürlich könnte ich meine Buchung selbst täglich auf Trivago neu abfragen, aber wer hat dafür schon Zeit und Lust? Ich stellte fest, dass es ein solches „Trivago über die Zeit“ noch nicht gab und so war die Geschäftsidee der After-Sales-Optimierung geboren. Zusammen mit meinem Freund Leif Pritzel, mit dem ich zuvor bei einer Unternehmensberatung gearbeitet hatte und der auch sofort von der Idee begeistert war, überprüften wir anschließend ein Jahr langmanuell die Preise für diverse Hotelbuchungen. Uns war es wichtig, nicht nur einen umfassenden Marktüberblick zu erhalten, sondern auch ein durchdachtes und von allen Seiten geprüften Geschäftsmodell zu entwickelten, bevor wir damit extern sichtbar an den Markt gehen. Es gibt zu viele wenig durchdachte Start-up-Ideen welche dann rasch scheitern – wir wollten lieber erst prüfen und verstehen und dann ein wirklich belastbares Produkt anbieten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eine große Herausforderung war für uns auf jeden Fall der Aufbau einer effizient funktionierenden IT. Das hatten mein Co-Gründer Leif Pritzel und ich anfangs unterschätzt. Kompliziert ist auch das grenzüberschreitende Umsatzsteuerrecht für Reisedienstleistungen. Das war für unser Geschäftsmodelleine enorme Herausforderung. In den ersten zwölf Monaten nach der Gründung haben wir uns sechsstellig eigenfinanziert, bevor wir die erste Seed Runde gemacht haben. Zu unseren Investoren gehören zum Beispiel Holtzbrinck Ventures, Global Founders Capital und TruVenturo.

Wer ist die Zielgruppe von DreamCheaper?
Wir haben festgestellt, dass praktisch jeder nicht unnötig viel für ein und dasselbe Produkt bezahlen möchte. Jeder möchte smart buchen und einen guten Deal machen. Daher richtet sich DreamCheaper an jeden, der sicherstellen möchte, den absolut niedrigsten Preis für das gewählte Zimmer zu bekommen. So kann der Kunde sicher sein, immer den besten Preis zu erhalten, sich dabei entspannt zurücklehnen und auf seinen Urlaub freuen.

Wie funktioniert DreamCheaper?
Mit DreamCheaper lässt sich der Reisepreis erstmals nach der Hotelbuchung optimieren. Dafür leitenNutzer einfach ihre kostenlos stornierbare Hotelbuchung an hotel@dreamcheaper.com weiter. Bis zum Ablauf der Stornierungsfrist sucht DreamCheaper mit Hilfe eines Such-Algorithmus automatisch und auf allen Plattformen – auch bei den für Urlauber nicht zugänglichen „Bettenbanken“ (Großhandels-Plattformen für Hotelzimmer) – nach einer Preis- und Produktverbesserung. Fällt der Preis, erhält der Nutzer eine Nachricht. Gibt dieser sein OK, bucht DreamCheaper das bessere Angebot für ihn und storniert seine alte Hotelbuchung. Der Service kostet den Nutzer nichts ― DreamCheaper behält lediglich 20 Prozent der Einsparung ein. Im Schnitt lassen sich zwei von drei Buchungen optimieren und der Nutzer spart durchschnittlich 15 Prozent ein.

Welche Vorteile bietet DreamCheaper?
Bevor es DreamCheaper gab mussten Verbraucher unzählige Webseiten durchsuchen und die Preise für Hotelübernachtungen vergleichen. Und am Ende hatten sie trotzdem nie die Gewissheit, den besten Preis gefunden zu haben, weil der Preis bei der Buchung immer nur eine Momentaufnahme ist. DreamCheaper beobachtet nun aber den Preis über die Zeit bis zum Ende der kostenlosen Stornierungsfrist. Das entlastet den Verbraucher, spart ihm Zeit und gibt ihm Sicherheit, den besten Preis zu erhalten. Da erst umgebucht und danach das ursprüngliche Zimmer storniert wird, hat der Nutzer keinerlei Risiko. Er schläft auf jeden Fall im gewünschten Zimmer im selben Hotel und erhält den auf dem Markt bestmöglichen Preis. Zudem behält der Kunde die volle Kontrolle über die Umbuchung, ohne sein OK buchen wir nichts um. Die neue Buchung bleibt dabei ebenso kostenlos stornierbar wie die vorherige und wir suchen sogar weiterhin nach einer möglicherweise weiteren Umbuchung auf einen noch niedrigeren Preis.

Wie ist das Feedback?
Wir bekommen von allen Seiten sehr positives Feedback. Besonders freuen wir uns natürlich, dass wir kürzlich mit dem „Oscar der Reisebranche“, der Goldenen Palme in der Kategorie „Hotels“ ausgezeichnet wurden. Insgesamt verzeichnen wir ein starkes Wachstum hinsichtlich der Nutzerzahlen, so haben bis jetzt mehr als 30.000 Kunden den DreamCheaper Service in Anspruch genommen. 2017 hat für uns auch sehr gut angefangen – wir konnten in den ersten beiden Monaten von 2017 bereits mehr Optimierungen durchführen als im gesamten Jahr 2016. Im Schnitt erhalten wir momentan über 200 neue Buchungen pro Tag. Eine Rekordersparnis haben wir jüngst für eine neunköpfige Gruppe für ihren Party-Urlaub nach Ibiza erzielt: Sie sparen nun 1936 Euro und können sich von diesem Geld eine besonders schöne Zeit auf der Insel machen.

DreamCheaper, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir freuen uns über den bisherigen Erfolg, ruhen uns aber nicht auf dem „Oscar“ aus, sondern haben auch für die Zukunft ehrgeizige Pläne. Aktuell entwickeln wir neue Features, werden unseren Kunden zum Beispiel künftig auch Top-Raten in vergleichbaren benachbarten Hotels anbieten, da wir merken, dass ein Teil unserer Kunden den absolut besten Preis einem bestimmten Hotel vorzieht. Sobald ausreichend viele Kunden ihre Buchungen an DreamCheaper weiterleiten, werden wir unsere Plattform zudem auch für die Hotellerie öffnen und den Hotels so den effizientesten Weg zu mehr Direktbuchungen anbieten können. Aber ein Schritt nach dem anderen. Unser Ziel ist es natürlich, dass jeder Urlauber nach der Hotelbuchung automatisch eine E-Mail an DreamCheaper schickt. Insgesamt wünschenswert wäre natürlich, wenn sich auch andere Branchen ein Beispiel an unserer Geschäftsidee nehmen und der Kunde jeden seiner Käufe nachträglich optimieren könnte. Das ist unserer Meinung nach die Zukunft, ob in der Reisebranche, bei Elektroartikeln, oder anderen Konsumgütern. Alle Menschen wollen den besten Preis, aber niemand hat tatsächlich Spaß an der mitunter mühsamen Suche danach.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sein eigener Chef zu sein macht Spaß, ist aufregend, es steckt aber natürlich auch viel Arbeit dahinter. Daher würde ich angehenden Gründern immer empfehlen, sich einen zuverlässigen, kompetenten und engagierten Partner zu suchen. Gründet man als Team, ergeben sich Synergien und man kann sich gegenseitig motivieren. Der zweite Tipp wäre: Gründet schnell und findet schnell heraus, ob es wirklich eine Nachfrage zum Produkt oder der Idee gibt. Man darf sich nicht zu lange am Businessplan aufhalten. Mein dritter Tipp: Versucht die Idee zu validieren bevor ihr sie von der IT entwickeln lasst. Das erspart viel Zeit, Geld und auch Nerven.

Bild: Leif Pritzel & Nathan Zielke Gruender (c) DreamCheaper

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nathan Zielke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

X