Man muss für sein Unternehmen und seine Produkte brennen

DivineCup:  Menstruationstassen aus medizinischem Silikon

Stellen Sie sich und das Startup DivineCup doch kurz unseren Lesern vor!
Divine Cup ist ein junges Unternehmen, im Spätjahr 2017 gegründet und wir sind mit unserer Menstruationstassen-Marke DivineCup seit Ende Januar auf`m Markt. Tobias Schüber und ich kennen uns schon seit vielen Jahren, aufgewachsen im Winzerdorf Jechtingen am schönen Kaiserstuhl / Baden. Beide immer sehr engagiert in ihren Vereinen von Fußball bis hin zur Blasmusik und Mandoline. Wir haben uns dann 10 Jahre aus den Augen verloren, da jeder in seiner Branche Karriere gemacht hat. Tobias im Metall- und Formenbau und ich in der Marken- und Marketingbranche.

Heute sind wir in der Lage monatlich bis zu 70 TSD DivineCups zu produzieren – alles in Baden Württemberg. Darauf legen wir sehr viel wert. Auch die Verpackung kommt von Knauer aus Biberach im Schwarzwald. Verpackt und versendet wird in Badenweiler – auch von einem Familienbetrieb. Qualität ist für uns ALLES- da gibts keine Kompromisse. Wir wollen den BESTEN Cup produzieren und wir sind da 100%ig – deshalb bauen wir auch alle Spritzgußformen / Zerspannungswerkzeuge für die Herstellung der Tassen, komplett selbst.
Tobias ist da der Tüftler, Formenbauer….dafür haben wir uns viel Zeit genommen und auch viel investiert, dass unserer Cups sich am bestens anfühlen, unglaublich bequem zum Tragen/Einführen sind, einfach zum waschen / pflegen sind, absolut hygienisch sind uvm.

Wir sind auch nicht gleich im Januar auf den Markt gegangene und haben versucht so viele Cups wie möglich zu verkaufen – NEIN, wir haben die letzten Monate genutzt viele Tests mit Frauen / Frauenplattformen und Partnern durchzuführen. Wir haben auch immer wieder unsere Cups aufgrund des Feedbacks verbessert. Jetzt sind wir soweit- wir stehen zu 100% hinter unseren Cups und der Marke DivineCup.

Wie ist die Idee zum DivineCup entstanden?
Tobias hat mich im Sommer 2017 angesprochen „ Andreas – da gibst in Skandinavien Menstruationstassen, die den Hygienemarkt bei Frauen verändern werden. Die Unternehmen aus Finnland, und Dänemark sind schon überaus erfolgreich und verkaufen 100 Tausende Cups jährlich.
Im deutschen Markt gibts auch schon Anbieter, aber wie auch in Skandinavien – kaufen die Unternehmen die Cups billig in China. Das wollten wir definitiv nicht- billig, keine Qualität, keine Zertifikate, keine Nachhaltigkeit- nur das schnelle Geld machen?! Wir sind beide erfolgreiche Unternehmer und wir waren uns gleich einig, wenn wir uns engagieren – dann wollen wir auch das BESTE Produkt, absolut Nachhaltig, mit medizinischen Silikon, mit den Test-Zertifikaten von Fresenius oder intertek.

Was uns aber auch begeistert hat, einen Markt zu revolutionieren. Damenbinden, Tampons etc. sind weit weniger hygienisch, produzieren Berge von Müll und ist für die Frau nicht so angenehm zu tragen. Unser Cups kann man bis zu 12 Std. tragen, beim Sport, bei der Arbeit usw.

Welche Vision steckt hinter dem DivineCup?
Wir werden nicht alle Frauen von unseren Cups überzeugen. Es ist uns durchaus bewusst, dass wir sehr viel Aufklärungsarbeit leisten müssen. Leider ist die Menstruation immer noch ein großes Tabuthema. Aber damit muss irgendwann mal Schluß sein. Wir sind eine moderne Gesellschaft und Hygiene ist ein Teil unseres täglichen Leben. In vielen Ländern wie z.B. in Asien oder Afrika können sich die Frauen Damenbinden / Tampons kaum leisten – in Südkorea zum Beispiel wird dieser Markt durch einen amerikanischen Konzern beherrscht – da kostet eine Packung Damenbinden etwa 9,- Euro / bei einem durchschnittlichen Monatsverdienst von ca. 200,— Euro für eine Frau – sehr viel Geld. Deshalb benutzen viele Frauen in Korea Schuhsohlen umwickelt mit Toilettenpapier. In Afrika engagieren sich viele Institutionen- gerade auch in der Frauenhygiene – hier unterstützen wir schon einige Projekte mit unseren DivineCups.

Aber auch hier in Deutschland haben wir unglaublich viele Anfragen von Frauengruppen, Beratungsstellen, Studentinnenvereinigungen bis hin zu Lehrerinnen, die unsere Tassen in der Sexualkunde/Hygiene-Unterrricht, einsetzen wollen. Auch hier sind wir sehr großzügig und unterstützen diese Frauen in ihrer Arbeit.
Was ist unsere Vision – in Deutschland, Europa und weltweit wird das Tabuthema Menstruation endlich gebrochen und Hygiene/Menstruation ist ein völlig normales Thema in unserer Gesellschaft. Wenn wir unseren kleinen Teil dazu beitragen können – das würde uns sehr freuen.

Natürlich wäre es sensationell, wenn so viele Frauen wie möglich auf unsere Marke DivineCup setzen würden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Tobias und ich mussten uns zuerst mit der Menstruation und mit den Hygienprodukte befassen. Gerade für die Tassen gibt es keine Marktforschungs- Marktdaten – wir mussten uns also auf unseren Instinkt verlassen. Wir wollten die Frauen und ihre Menstruation verstehen- nur so können wir auch das beste Produkt herstellen. das haben wir über Monate gemacht – viele Studien gelesen, mit Fachleute unterhalten, mit vielen Frauen unterschiedlichsten Alter gesprochen und natürlich alle Mitbewerber-Tassen im Markt geprüft sowie ihre Schwachstellen analysiert.

Wir wollten auch kein Fremdkapitial- was kein Problem gewesen wäre. Und wir wollten eigenständig und bewusst arbeiten können- ohne Investor – und Gewinnmaximierungs-Druck. Wir beide haben schon einige Hundertausend Euro investiert- alleine 7 x haben wir den Formenbau optimiert- das ist natürlich ein ordentlicher Invest. Jetzt sind wir seit 4 Monaten auf dem Markt – bisher ausschließlich mit unserem eigenen Shop und bei Amazon. Wie gesagt – wir waren bisher noch in der Testphase und haben noch keinen aktiven Vertrieb durchgeführt.

Seite Ende Januar haben wir einen stetig steigenden Umsatz und Absatz- unser Steuerberater ist sehr zufrieden. Eine echte Herausforderung waren aber unsere Ehefrauen – beide waren von unserer Geschäftsidee nicht begeistert und fanden auch insgesamt Menstruationstassen nicht so gut. Inzwischen haben wir auch unsere Frauen überzeugt und die sie sind jetzt echte Fans von DivineCup.

Wer ist die Zielgruppe von Divine Cup?
ALLE Frauen – mit Beginn der Menstruation als Jugendliche bis hin als gestandene Frau. Jede Frau muss sich einfach mit der Alternative zum Tampon beschäftigen- unser DivineCup ist nicht nur hygienischer und bequemer- er spart auch Geld. Ein Frau braucht in ihrem Leben ca. 16 Tausend Tampons- unser Divine Cup hält bei der richtigen Pflege bis zu 10 Jahre. Da rechnet sich der Invest von 24,90 Euro sehr schnell. Natürlich gibt es billige Cups im Markt. Wer aber wert legt auf nachhaltige und sichere Qualität aus Deutschland- kauft unseren DivineCup.

DivineCup Menstruationstassen aus medizinischen SilikonWie funktioniert der Divine Cup
Unser Ziel ist es ja, dass wir unsere DivineCups weltweit einsetzen können. Deshalb haben wir für die Anwendung, Funktion und Reinigung sowie Pflege tolle LernVideos produziert. Die findet man auf unserer website, auf unsere Facebookseite und auf Youtube. Wir lassen diese Videos auch gerade in englisch vertonen. Da jede Frau individuell ist, gibts auch unterschiedliche Techniken zur Einführung der Cups bzw. auch zum Entnehmen der Cups.
Das Tolle – wenn man mal den ganzen Tag unterwegs ist, kann man die Tasse auf der Toilette / Waschbecken unkompleziert entleeren und auswaschen und dann wieder einsetzen. Es macht die Frauen freier und unabhängiger.

Welche Vorteile bietet er? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Unser DivineCup gibt`s auch in vier Farben- transparent/vintage garden, lila / feel purple, pink / pretty in pink, mint/spring symphony – viele Frauen bestellen sogar mehrere Farben, da dies auch ein Teil ihrer Freiheit ist. Unsere Cups sind eindeutig in der Oberfläche besser als die Mitbewerberprodukte – da viel weicher / samtiger. Alle Rillen sind unglaublich fein und angenehm zum Tragen – das haben uns sehr viele Frauen und Beraterinnen für Hygiene bestätigt.

Wir setzen ausschließlich medizinischen Silikon bei der Herstellung ein. Wir haben im Vergleich zu vielen Mitbewerbern alle Tassen, sogar die Verpackungen und Beipackzettel teuer und aufwendig in Deutschland von Fresenius testen lassen. Auch die Intertek-Zertifizierung haben wir- wie gesagt bei Qualität gibt es für uns keine Kompromisse.

DivineCup, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Im Moment bekommen wir sehr viele Anfragen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Bulgarien, Lettland, Frankreich, Vietnam, Korea und auch aus Amerika. Wenn wir ganz ehrlich sind, wollen wir nicht alles alleine machen. Wir sind uns sicher, es gibt gute Partner im Handel, die unsere Cups schätzen werden – aber die Märkte können auch von unseren Partnern bearbeitet werden. Netzwerke, Kooperationen und Partnerschaften- das ist die Zukunft. Jeder bringt das mit, was er am Besten kann- wir sind die Marke und der Hersteller für die besten Menstruationstassen. In 5 Jahren haben wir hoffentlich unserer Produktion vergrößert und können stetig an neuen Produkten, Sortimenten arbeiten.

Und was uns auch ganz wichtig wäre – DivineCup hat wesentlich dazu beigetragen den Hygienmarkt für Frauen zu revolutionieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ein Unternehmen zu gründen ist nicht nur ein Traum – das ist harte und ausdauernde Arbeit- über Jahre hinweg.
Man muss für sein Unternehmen und seine Produkte brennen – Leidenschaft ist Grundvoraussetzung.
Nicht den kurzfristigen Erfolg mit aller Gewalt suchen – sondern nachhaltig und langfristig denken und handeln
Einen klaren Plan haben und ein gutes Konzept haben – nur mit Profis und zuverlässigen Partnern arbeiten
Umsatz alleine ist nicht entscheidend- der Gewinn bzw. der Ertrag zählt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Andreas Kiesewetter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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