Sich genau überlegen, ob man wirklich auf Investments angewiesen ist

Die Gründer von DISH TENNIS waren in der StartUp Show 2 Minuten 2 Millionen wie es nach der Show weiterging erzählen Sie im Interview

Wie ist die Idee zu DISH TENNIS entstanden, wann wurde die Firma gegründet und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammen gefunden?
Die Idee ist auf der Toilette unseres Stammbeisls „ZWEITBESTER“ enstanden und genau dort wurde Anfang 2012 das erste Turnier im Freundekreis gelaunched.
Die Idee dahinter – ganz einfach: 16 Freunde, 5 Euro Startgeld, 1 Sieger – mit lässigem DJ und frechem Moderator.
Der Pokal? Der Tisch selber – zum mitnehmen. Doch den Tisch, gab es noch nicht. Also haben wir ihn selbst gebaut.
Das Ganze war so eine Gaudi, dass beim nächsten Mal nicht nur Freunde von Freunden mitspielen wollten, sondern sogar Leute in Retro-Tennis-Outfit … die wir nicht mal kannten.

Und auch die fanden es leiwand und haben es weitererzählt. Deshalb haben wir einen monatlichen Event draus gemacht. Der Event sprach sich schnell rum in der Stadt und wer den Tisch nicht gewinnen konnte, der wollte ihn kaufen. Plötzlich wurden auch große Firmen auf unser Turnierkonzept aufmerksam und buchten uns für ihre internen wie externen Events. Aus Spaß wurde auf einmal Business.
Im Oktober 2016 haben wir daher beschlossen eine Firma zu gründen.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen? Welche Vision steckt hinter DISH TENNIS?
Da gab es sehr viele Herausforderungen, die auch jetzt nicht weniger geworden sind. Vorallem wo und wie die Produktion laufen sollte. Wir haben uns nicht für die Billigvariante in China und Co. entschieden, sondern wollten ein hochwertiges, österreichisches Produkt schaffen und entsprechend vermarkten.

Unsere Vision ist es die Jugendliebe „Tischtennis“ wieder auferstehen zu lassen. Viele erinnern sich gerne an den großen, klassischen Tischtennistisch zurück, der im Hobbyraum oder Garten stand. Aber jetzt mal ehrlich, wer hat den schon Platz daheim für sowas? Die Wenigsten. Und da kommen wir ins Spiel. Denn Dish Tennis ist der Remix von Tischtennis – immer und überall spielbar. Egal ob auf der Familienfeier, in der Firmenkantine, oder im Campingurlaub. Selbst in der kleinsten Stadtwohnung

Wer ist die Zielgruppe von DISH TENNIS?
Jeder der Tischtennis und Fun Sport mag. Aber auch Lifestyle orientiere Menschen, die qualitätsbewußt sind und dennen auch die Herkunft und Produktionsweise wichtig ist.

Wie funktioniert DISH TENNIS? Wo liegen die Vorteile?
Die Kompaktheit, Funktionalität und Ästhetik. Man kann die Platte überall hin mitnehmen leicht und wird überall für Freude sorgen damit.

Sie waren mit DISH TENNIS in 2 Minuten 2 Millionen die Startup Show. Wie haben Sie sich auf die Show vorbereitet?
Intensiv. Da mein Partner Maex Bauer und ich aus der Werbung kommen, war es uns sehr wichtig eine souveräne und unterhaltsame Präsentation vorzubereiten. Mit der Showeinlage mit dem 8köpfigen Team ist uns – denke ich – etwas gelungen, was bisher noch in keiner Ausgabe dieses Formats zu sehen war. Wir wurden auch von einem befreundeten Schauspieler und Sprachtrainierin gecoached, wo viel Wert auf Rhetorik und Körperhaltung gelegt wurde.

Wie ist das Medien Echo nach der Show?
Es gab die ein oder Interview Frage. DISH TENNIS ist ja zumindest in Wien schon medial bekannt sein ein paar Jahren durch die Events und verschiedenste Presseaussendungen. Daher jetzt nicht wirklich was Neues für diverse Medien.

Wie ist das Feedback der Kunden nach dem Auftritt in der Startup Sendung 2 Minuten 2 Millionen? Wie hat sich die Nachfrage entwickelt?
Es sind in jedem Fall neue Kunden durch die Sendung dazu gekommen. Vor Allem aus dem Corporate Bereich. Allgemein gabe es jedenfalls viel Lob von eigentlich Allen, die uns schon irgendwo her kannten.

Welchen Investor hatten Sie im Auge?
Wir hatten eigentlich keinen Investor wirklich im Auge, da wir wußten, daß unser Produkt zu diesem Zeitpunkt noch zu teuer für den Retailmarkt war. Also war der Fokus voll auf den Promotion Effekt. Hillinger war mit seinen Shops noch eine eventuelle Möglichkeit.

Würden Sie anderen Startup Unternehmen die Teilnahme an der Sendung empfehlen?
Auf jeden Fall, aber mit der Vorgabe, sich sehr gut vorzubereiten. Vorher die typischen Fragen bei den Q&A´s anderer Folgen notieren und sie sich im eigenen Context selber beantworten. Sind meist eh immer die gleichen Fragen. Auf jeden Falls sollte man seine Zahlen aus dem „FF“ drauf haben und auf jede eventuell kritische Frage eine Antwort haben

DISH TENNIS, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ein neuer Prototyp ist in Arbeit, der so konzipiert wurde, damit man in den Handel einsteigen kann. Die logische Schlußfolgerung nach all den Jahren. Ob wir in diesem harten Geschäft mit dem neuen Produkt eine Chance haben, wird sich 2018 erweisen. Dann geht es entweder weiter, oder DISH TENNIS wird ein Pet Project und wir können beruhigt sagen, daß wir Alles probiert haben.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sich genau zu überlegen, ob man wirklich auf Investments angewiesen ist, oder ob man doch selbständig organisch wachsen kann, wie wir z.B. Natürlich ist es verführerisch durch ein Investment Luft zu bekommen in der „Startup Hölle“. Aber man muß sich bewußt sein, daß dann auch Investoren Mitspracherecht haben und die Vorstellungen auseinander gehen können. Und jeder möchte früher oder später ein Return of Invest zurückbekommen irgendwann. Das vergessen Manche.

Bild: (links Maex Ortner, rechts Florian Plüer). Photo credits: Matthäus Proskawetz (www.mattviews.com)

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Florian Plüer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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