Das Ziel fest im Auge zu behalten!

Dieter Rösch machte sich nach seinem Ruhestand beim Militär als Winzer selbstständig

Stellen Sie sich und das Weingut Vinessli doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Dieter Rösch (67) und ich betreibe seit 13 Jahren zusammen mit meiner Frau Sabine ein kleines, aber erfolgreiches Weingut im Badischen Markgräflerland.


Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?
Dieter Rösch: Bedingt durch meinen Beruf als Luftfahrzeugbesatzungsangehöriger bei der Deutschen Luftwaffe wurde ich mit 53 Jahren obligatorisch pensioniert.

Zu jung zum Nichtstun habe ich das schlafende Weingut meiner Eltern reaktiviert bzw. neu aufgebaut.


Was war die grösste Herausforderung?
Das Produkt Wein zu einer guten Qualität zu entwickeln, um Kundschaft zu gewinnen.

Gab es jemals einen Punkt, wo Sie dachten ich schaffe das nicht?
Eher nicht. Der Glaube an das Ziel hat uns stark gemacht.


Muss man mit seinen Aufgaben wachsen?
Dieter Rösch: Auf jeden Fall! Sonst bleibt man irgendwann auf der Strecke.


Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Ja natürlich! Aus Fehlern kann man lernen. Man muss sie nur rechtzeitig erkennen und entsprechend flexibel reagieren.

Egal was man anfängt, Lehrgeld kostet es immer. Es sollte nur im Rahmen bleiben.


Wer ist die Zielgruppe vom Weingut Vinessli?
Menschen, die guten Wein geniessen.

Welche Vision steckt dahinter?
Dieter Rösch: Die Freude an der Arbeit stellt sich dann ein, wenn der Erfolg sichtbar wird. Speziell in meinem Fall kommt die Möglichkeit für eine sinnvolle Beschäftigung im Ruhestand zum Tragen.

Für die Zukunft hoffe ich, dass uns noch einige Jahre bleiben.

Wie ist das Feedback?
Wir haben mittlerweile eine treue Kundschaft, die von unseren Weinen begeistert ist. Unser Weingut ist zum Selbstläufer geworden und benötigt kaum Werbung. Die gewonnen internationalen Preise sind Werbung genug.


Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Das hängt altersbedingt sehr von unserem Gesundheitszustand ab. Das Ziel ist aber die erreichte hohe Qualität zu halten. Erweitern werden wir nicht mehr.


Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Was kann ich, was habe ich, was macht mir Freude? Dabei gilt es auch, die Möglichkeiten gut einzuschätzen und das Ziel fest im Auge zu behalten.

Weitere Informationen finden Sie hier

Zu Dieter’s Story auf neustarter.com

Wir bedanken uns bei Dieter Rösch für das Interview.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neustarter Stiftung

Die gemeinnützige Neustarter-Stiftung verfolgt seit 2017 das Ziel, Menschen ab 49 Jahren für den beruflichen Neustart zu inspirieren und zu ermutigen. Auch Unternehmen im demografischen Wandel und bei gleichzeitig zunehmender Digitalisierung unterstützt Neustarter, um langjährige und ältere Mitarbeitende mit passenden Modellen und Methoden für zukünftige Arbeitswelten zu begeistern. Neustarter hat ein breites Angebot an öffentlichen Veranstaltungen in Zürich und bietet online Informationen und Austausch für den gesamten deutschsprachigen Raum. Geschäftsführerin der Stiftung ist Bernadette Höller, Expertin für Altern und Arbeiten.

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