Hauptzahlungsmittel: Die Zukunft gehört Kryptowährungen

Das Jahr 2018 war bisher nicht das Beste für Kryptowährungen. Ob Hackerangriffe auf Krypto-Börsen in Südkorea oder ein Einbruch des Marktes für Digitalwährungen von einst 830 Milliarden Dollar auf knapp 250 Milliarden Dollar: in den negativen Schlagzeilen und Entwicklungen sehen nicht wenige bereits den Anfang vom Ende der digitalen Währungen. Doch dieser Abgesang ist verfrüht, sagt Benjamin Bilski, NAGA-Coin-Gründer und Vorstand des Hamburger FinTech The NAGA Group AG.

Tatsächlich besitzen Kryptowährungen das Potential, sich als zukünftiges Hauptzahlungsmittel durchzusetzen, wenn sie stetig weiterentwickelt werden.

Als die Entwicklung der Dampflokomotive den Beginn der großen industriellen Revolution einläutete, prophezeiten Technik-Skeptiker die Menschheit werde für die „höllische Erfindung“ büßen. Ein Beispiel das zeigt, dass Angst in der Menschheitsgeschichte stetiger Begleiter des technologischen Wandels war – ob zur Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert oder im heutigen digitalen. Denn mit der Moderne und dem technischen Fortschritt sind und waren auch stets Umbrüche und Veränderungen innerhalb der Gesellschaft verbunden.

Gleiches gilt für die Geschichte des Geldes, die einer evolutionären Entwicklung ähnelt: lange dominierten Münzen den Zahlungsverkehr – während Banknoten eine große Skepsis entgegengebracht wurde. Dabei ist es so, dass neue Technologien und Weiterentwicklungen mit der Zeit stets die alte, bis dato vorherrschende Währung abgelöst haben – zumeist aus praktischen Gründen. Im digitalen Zeitalter wäre der nächste folgerichtige Schritt daher die Ablösung des Papiergeldes durch Kryptowährungen als Hauptzahlungsmittel.

Die Digitalisierung des Finanzsystems

Vor fast genau einem Jahrzehnt fand mit dem Bitcoin, der weltweit ersten Kryptowährung, die erste Blockchain-basierte Transaktion statt. Mittlerweile sind es fast 1500 – und auch die Hamburger NAGA Group hat mit dem NAGA-Coin eine zukunftsorientierte digitale Währung geschaffen. Doch trotz enormer Wertsteigerungen und stetig steigender Transaktionen weltweit überwiegen zumeist Angst und Skepsis.

Dabei spiegeln Kryptowährungen den Charakter unserer globalisierten und digitalen Welt wider wie keine andere Währung. Sie bieten die Möglichkeiten kostengünstiger und schneller grenzüberschreitender Zahlungen, die jeden Peer-to-Peer und vor allem mobil erreichen können. Naturgemäß bieten traditionelle Banken diese Möglichkeiten aufgrund ihrer Rolle als Intermediäre nicht an. Und viele Banken verfügen im Jahr 2018 noch nicht einmal über eine mobile Homepage. Darüber hinaus verhindert das Monopol der Banken als Finanzdienstleister eine Demokratisierung des Finanzsystems und somit finanzielle Inklusion. Wer heute kein Bankkonto hat, der verfügt auch praktisch über keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Dies betrifft im konkreten Fall weltweit immer noch 1,7 Milliarden Menschen – und damit fast ein Drittel der Weltbevölkerung.

Die NAGA Group und andere FinTechs verstehen sich deshalb als Treiber einer progressiven Bewegung, die mit Hilfe von Kryptowährungen jedem Menschen Zugang zum Finanzmarkt ermöglichen möchten. Wir sehen in der digitalen Technologie eine Chance, jedem dem Zugang zu Kapital unabhängig von Vermögen und Besitz eines Bankkontos barrierefrei zu ermöglichen. Selbstverständlich sind Sorgen gegenüber neuen Technologien berechtigt – und diese müssen auch insbesondere von jenen erstgenommen werden, die den technologischen Fortschritt vorantreiben. Das kann nur funktionieren, indem durch Dialog und Kooperation zwischen verschiedenen Stakeholdern Gestaltungsräume geschaffen werden, in denen Kryptowährungen sich als Hauptzahlungsmittel durchsetzen.

Die bevorstehenden Herausforderungen von Kryptowährungen

Doch damit dies gelingt, müssen sich Kryptowährungen vor dem endgültigen Durchbruch noch einigen Herausforderungen stellen. Wichtig ist, dass jede technologische Erfindung benutzerfreundlich ist. Die Akzeptanz der Bevölkerung für Kryptowährungen ist nur dann möglich, wenn die Bedienung komfortabel ist. Aufgrund des globalen Charakters von Kryptowährungen, sollte eine standardisierte globale Regulierung verfolgt werden. Denn nationale Regulierungen könnten den digitalen Währungen Probleme bereiten. Auch die Volatilität ist eine Herausforderung, die sich Kryptowährungen stellen müssen. Denn stark schwankende Währungen führen dazu, dass die Bevölkerung ihr Vertrauen verliert und Kryptowährungen nicht als gewinnbringende Geldanlage sehen. Gewisse Schwankungen sind normal. Starke Schwankungen jedoch sorgen für Unsicherheit. Neue Währungen erfordern ein Mehr an Sicherheit für den Verbraucher. Gerade hinsichtlich der Sicherheit vertraulicher Daten bei Kryptowährungen besteht heutzutage noch Ungewissheit bei der Bevölkerung.

Wenn Kryptowährungen diese Herausforderungen meistern, steht der evolutionären Ablösung des Geldes nichts im Wege. Denn Kryptowährungen wie der NAGA Coin würden für einen simpleren Zahlungsverkehr sorgen. Eine Bequemlichkeit, die in der Geschichte des Geldes schon immer als Argument für eine Ablösung der bis dato etablierten Währung gegolten hat.

Benjamin Bilski

Der ehemalige Profischwimmer und Mitglied des Nationalteams im Schwimmen hat sich bereits in jungen Jahren einen Namen durch zahlreiche Gründungen von e-Commerce und mobilen Startups gemacht. Er ist Vorstand des börsennotierten FinTechs The NAGA Group AG und wurde für seine Entwicklung der Kryptowährung NAGA Coin im Jahr 2018 auf die Forbes Liste „30 under 30 Europe: Technology“ gesetzt.

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