Mit absolut verlässlichen Menschen arbeiten

Die Karrieremacher Plattform zur Vermittlung von Mentoren und Mentees

Stellen Sie sich und Die Karrieremacher doch kurz unseren Lesern vor!
Die Karrieremacher sind eine Plattform zur Vermittlung von Mentoren und Mentees. Kernstück ist ein Algorithmus, der aus den verschiedensten Angaben und Wünschen für einen Mentee den perfekten Mentor findet. Eigentlich komme ich aus der Kommunikation und nicht aus dem Personalbereich. Aber Mentoring ist nichts viel anderes als eine empathische, reflektierte und strukturierte Kommunikation. Und davon kann jeder profitieren – Mentee wie Mentor.

Wie ist die Idee zu Die Karrieremacher entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Als ich noch in der Kommunikation gearbeitet hatte, war ich immer mal wieder als Mentor tätig. Kommunikation ist ja schon seit Jahren ein sehr digitales Geschäft; Mentoring eher nicht. Mit den Karrieremachern will ich das ändern und damit Mentoring für eine größere Zahl von Menschen erschwinglich und erreichbar machen.

In der Zeit, als die Idee entstand, hatte ich ganz viele weitere Ideen. Wir sind ganz lean vorgegangen, haben ein Canvas gemacht und es getestet. Darüber bin ich mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen. Und einige davon wollten gerne mitmachen, was mich sehr gefreut hat. Ich glaube, dass man ein gutes Team eher dadurch findet, indem man über seine Ideen spricht, anstatt im Verborgenen an einer Lösung zu tüfteln, für die es da draußen in der Welt vielleicht nicht das passende Problem gibt.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bis dato tragen die Gesellschafter das Geschäft komplett selbst, und das wird auch bis auf Weiteres so bleiben. Entgegen meiner Vermutung war die eigentliche Gründung gar nicht so schwer. Die deutsche Bürokratie ist gar nicht so schlimm, wenn man gut vorbereitet und wohlüberlegt an eine Unternehmensgründung herangeht. Das geht alles einen geordneten Gang.

Auch die Vorgaben für die Entwickler waren recht schnell und einfach gemacht: User Stories und eine gute Software zur Erstellung von Mockups sei Dank. Das hätte ich mir schwieriger vorgestellt. Der Algorithmus als Herzstück der Plattform hat bis dato ebenfalls reibungslos funktioniert. Das erstaunt vor allem Kolleginnen und Kollegen im Personalbereich schon ein wenig. Wo wir viel Lehrgeld bezahlt haben, ist im eigentlichen Betrieb der Plattform. Wir haben deshalb einfach unsere zweite Entwicklungsstufe vorgezogen.

Wer ist die Zielgruppe von Die Karrieremacher?
Wir richten uns an Young Professionals, die schon 3-5 Jahre Berufserfahrung haben und den nächsten Karriereschritt in Angriff nehmen wollen. Unter den Mentees haben wir momentan sowohl Angestellte, als auch angehende Unternehmer. Was mich erstaunt hat, dass Männer und Frauen in etwa gleich vertreten sind. Denn oftmals wird Mentoring sehr erfolgreich in der Karriereförderung für Frauen mit Potential eingesetzt. Vielen Mentees geht es aber auch nicht nur um die Karriere, sondern um persönliche Weiterentwicklung, die Erweiterung ihres Netzwerks oder ähnliches.

Woher weiß man, dass man einen Mentor braucht?
Erfolgreiche Menschen würden Ihnen diese Frage damit beantworten, dass man immer einen Mentor braucht. Letzten Endes ist das auch so: Wer persönlich wie beruflich immer erfolgreich war, hatte in der Regel mehr oder weniger permanent einen Mentor. Vielleicht nicht offiziell, aber zumindest informell. Es gibt Studien die zeigen, dass sowohl Mentoren als auch Mentees erfolgreicher, zufriedener mit ihrem Job und insgesamt glücklicher mit ihrem Leben sind.

Wie findet man den richtigen Mentor auf Die Karrieremacher? Welche Unterstützung bieten Sie an? Und wie werden die Mentoren geprüft?
Wir stellen bei der Registrierung eine ganze Menge Fragen. Unser Algorithmus ist in der Lage, aus den Antworten für jeden Mentee Vorschläge für passende Mentoren zu entwickeln. Mentees bekommen diese Mentoren mit der entsprechenden Kennziffer für die Passung (in Prozent) in ihrem Karrierecenter angezeigt. Sie können dann einen Mentor auswählen und diesen kennen lernen. Erst wenn nach einem persönlichen Treffen die Chemie stimmt, beginnt die kostenpflichtige Mitgliedschaft auf der Plattform. Wir sichern die Qualität auf Seite der Mentoren durch einen wissenschaftlichen Test, der ungeeignete Mentoren aussiebt.

Mit Beginn des sechsmonatigen Mentorings beginnt ein strukturierter Prozess, der das Tandem aus Mentor und Mentee mit Leitfäden, Evaluationsbögen, Checklisten, Webinaren, etc. durch ihre Mentoring-Beziehung führt. Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist dabei immer die Karrieremacher-Plattform.

Woran erkennt man einen guten Mentor?
Da würden mir mehr als ein Dutzend Kriterien einfallen, die wir auch alle prüfen. Ich beschränke mich hier auf die wichtigsten: Ein Mentor kann aktiv zuhören, konstruktiv Feedback geben, unterschiedliche Kommunikationsinstrumente anwenden, andere Menschen bestärken und vor allem ist ein Mentor empathisch und reflektiert sich selbst.

Wie ist das Feedback?
Auf die Idee, Mentoring so weit zu digitalisieren, wie die Karrieremacher das getan haben, ist bis dato kaum jemand gekommen. Und das, ohne den menschlichen Faktor zu vernachlässigen! Das hat in der Branche anfangs kaum jemand verstanden. Jüngst wurde ich allerdings sogar gefragt, ob ich den Karrieremacher-Algorithmus auch verkaufen würde. Sprich: die Idee der Digitalisierung ist im Mentoring angekommen.
Für unsere Kunden ist das eh nichts Außergewöhnliches. Sie wollen Mentoring weitgehend zeit- und ortsunabhängig nutzen können.

Die Karrieremacher, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben eine Vision: Wir wollen vielen ein Mentoring leicht zugänglich machen. Wir wollen Menschen Orientierung und Bestätigung geben, ihr Selbstvertrauen fördern und sie erfolgreich machen.
Ob wir das in fünf Jahren erreicht haben? Ich hoffe es, weiß es aber natürlich nicht. Augenblicklich und bis zum Ende des Jahres zählt jeder einzelne Tag und jeder einzelne Kunde.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Die deutsche Bürokratie als Asset sehen und nutzen.
2. Nicht klassisch, sondern lean und agil herangehen
3. Mit absolut verlässlichen Menschen arbeiten

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thomas Zimmerling für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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