Samstag, Oktober 16, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Didomi entwickelt Lösungen, die es Unternehmen ermöglichen, die Kundeneinwilligung (Consent) in das Zentrum ihrer Unternehmensstrategie zu stellen

Stellen Sie sich und das Startup Didomi doch kurz unseren Lesern vor!

Didomi entwickelt Lösungen, die es Unternehmen ermöglichen, die Kundeneinwilligung (Consent) in das Zentrum ihrer Unternehmensstrategie zu stellen. Indem Unternehmen die Einwilligungen und Präferenzen ihrer Kunden leicht zugänglich machen, profitieren sie von rechtskonformen Nutzerdaten, einem höheren Engagement und einem steigenden Kundenvertrauen. Dabei können die Verbraucher jederzeit selbst bestimmen und auswählen, welche Daten sie teilen möchten und wie sie mit ihren Lieblingsmarken in Verbindung bleiben wollen. Zu unseren Produkten zählen eine weltweit führende Consent Management-Plattform (CMP), die monatlich Milliarden Einwilligungen sammelt, eine beliebte Preference Management-Plattform (PMP), und verschiedene Lösungen, um die Einwilligungen und Präferenzen besser zu verwalten.

Welche Vision steckt hinter Didomi?

Die Vision von Didomi ist es, Datenschutz für Unternehmen einfacher zu machen. Didomi hat von Anfang an verschiedene Lösungen entwickelt, die sich leicht in die technische Infrastruktur (Websites, Apps, Werbepartner, das eigene CRM usw.) integrieren lassen und die sowohl von Experten als auch von Laien nutzbar sind. Ist der Datenschutz für Unternehmen verständlicher und einfacher gestaltet, dann können sich auch die Nutzer automatisch an einer besseren Transparenz erfreuen. Apple hat das bereits vor einigen Jahren erkannt und so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz etabliert.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das Gründerteam hat mit einer Eigenfinanzierung angefangen. Einige Business Angels sind wenige Monate später eingestiegen, doch die Gründer haben immer auf ein gesundes und ausgewogenes Geschäftsmodell bestanden, das durch den Cash Flow der Kunden finanziert wird, und nicht ausschließlich von Kapitalspritzen abhängig ist. Das Modell ist auf Rentabilität ausgerichtet. Die Series A Finanzierungsrunde über 5 Millionen Euro von Anfang 2020 hat es Didomi ermöglicht, stark in Europa zu wachsen. Die kürzliche Series B Finanzierungsrunde über 34 Millionen Euro dient u.a.  dazu, Didomi in der DACH-Region und in Nordamerika weiterzuentwickeln. Die größte Herausforderung besteht darin, in einem so schnell wachsenden Startup unsere Unternehmenskultur aufzubauen und zu erhalten.

Wer ist die Zielgruppe von Didomi?

Didomi war ursprünglich eher für Medienunternehmen konzipiert, deren Webseiten und Apps durch personalisierte Werbung finanziert werden (wofür eine Einwilligung notwendig ist). Hier wurden v.a. Programmatic Advertising- und Ad-Ops Profis sehr aufmerksam auf uns. Heute ist das immer noch der Fall, jedoch sprechen wir mittlerweile eine breitere Zielgruppe und weitere Branchen an, z.B. den Head of Compliance einer internationalen Bank oder den CRM Manager eines Autoherstellers, bis hin zum Digital & Analytics Manager eines E-Commerce Stores. Alle wissen und sehen aus ihrem täglichen Geschäft, wie wichtig personenbezogene Daten sind, und warum die Einwilligung essenziell ist, um Vertrauen in der Kundenbeziehung aufzubauen. 

Wie funktioniert Didomi? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Didomi kann einfach und schnell auf jede Webseite, Mobile App oder im CTV (Connected TV) installiert werden. Dazu wird ein SDK bereitgestellt, dass von unseren Kunden oder Partnern an ihre Anforderungen angepasst werden kann: vom Design bis zu spezifischen Funktionen, wie z.B. die Auswahl der Cookies oder Datenverwendungszwecke. Danach können unsere Kunden ohne weiteren Aufwand die Einwilligungsplattform in ihrer  digitalen Umgebungen integrieren. Was uns von anderen Anbieter unterscheidet, ist die Flexibilität unserer Plattform, die Expertise unserer Mitarbeiter, die Verlässlichkeit unserer Technologie und die Qualität unserer Kundenbetreuung.

Didomi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist Didomi der weltweit führende Anbieter von Lösungen für das Einwilligungsmanagement bei mittelgroßen und großen Unternehmen auf der ganzen Welt. Wir wollen die beliebteste Software für Entwickler, Datenschutz- und Marketingprofis sein, denn diese sprechen wir mit unsere Consent- und Preference-Technologie an. Wir wollen der bevorzugte Partner aller Marken und Firmen sein (Consulting-Unternehmen, Design-Agenturen usw.), die durch ein besseres Einwilligungsmanagement die Kundenbindung stärken. In fünf Jahren wird es keine Dark Patterns mehr geben, durch die Verbraucher ihre Daten abgeben, ohne es zu merken oder davon zu wissen. Alle Marken werden die Transparenz und die Kundeneinwilligung ins Zentrum ihrer Unternehmensstrategie stellen.  

Zum Schluss: Welche 4 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als Startup-Gründer habe ich die Höhen und Tiefen selbst miterlebt. Die vier wichtigsten Punkte, die ich anderen Gründern auf den Weg geben möchte, sind:

Bringt eure Produkte so schnell wie möglich auf den Markt.

Dadurch lernt ihr die Probleme der Kunden vollständig zu verstehen und erkennt, ob das Produkt ihren Bedürfnissen gerecht wird. Erfahrungsgemäß ist es viel besser, ein gutes Produkt so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen und dann mit den Kunden zu sprechen und zu iterieren, als zu warten, bis das „perfekte“ Produkt gebaut ist.

Erzielt euren ersten Kunden mit allen Mitteln, auch mit viel manueller Arbeit, die für mehr als zehn, geschweige denn 100 oder 1000 Kunden nicht zu bewältigen wäre (siehe “Do Things That Don’t Scale” von Paul Graham). In diesem Stadium geht es immer noch darum herauszufinden, was für den Kunden wichtig ist. Und der beste Weg, das herauszufinden, ist das direkte Gespräch mit dem Kunden. Zum Beispiel boten die Airbnb-Gründer ursprünglich an, die Häuser und Wohnungen ihrer ersten Kunden „professionell“ zu fotografieren, um ihre Angebote für Mieter attraktiver zu machen. Dann gingen sie aber hin und machten die Fotos selbst. Die Angebote auf ihrer Website verbesserten sich, die Conversions verbesserten sich, und sie hatten dazu ganz erstaunliche Gespräche mit ihren Kunden. Das war nicht skalierbar, erwies sich aber als essenziell, um zu lernen, wie man einen lebendigen Marktplatz aufbaut.

Als Gründer hat man immer eine unendliche Liste von Dingen, die man tun könnte. Es ist wichtig, dass Gründer sehr früh ein oder zwei KPI definieren mit denen sie ihren Erfolg messen wollen. Dann sollten Gründer die Dinge so priorisieren, wie sie diese Metriken beeinflussen. Wenn das Produkt in der Frühphase nicht funktioniert, ist es oft verlockend, sofort neue Funktionen zu bauen, um jedes Problem zu lösen, das der Kunde zu haben scheint, anstatt mit dem Kunden zu sprechen und sich nur auf sein akutestes Problem zu konzentrieren.

Die Gesundheit ist enorm wichtig:

Gründer sollten während des intensiven Startup-Lebens darauf achten, gesund zu bleiben. Entscheidend ist es, zwischen den Phasen außergewöhnlich intensiver, fokussierter Arbeit auch Pausen einzulegen, Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen, genügend Schlaf zu bekommen und Sport zu treiben.

Foto Gründerteam: Romain Gauthier, Co-Founder & CEO, Raphaël Boukris, Co-Founder & VP Sales, Jawad Stouli, Co-Founder & CTO.

Wir bedanken uns bei Romain Gauthier für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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