Deutsches Prothesen-Startup erhält Innovationspreis der Financial Times für one-size-fits-all Gehhilfe

Das deutsche Prothetik-Start-up Amparo erhielt Donnerstagabend bei den Transformational Business Awards 2019 der Financial Times und der IFC den “Special Award for Innovating for Disability”.

Durch Amparos zukunftsweisende Prothetik-Technologie, dem Confidence Schaft, sind medizinische Fachkräfte nun erstmals in der Lage, amputierte Menschen weltweit überall aufzusuchen und zu behandeln, solange es Zugang zur Elektrizität gibt.

Mit dem Confidence Schaft kann innerhalb einer Sitzung eine komplette Prothese gebaut und angepasst werden, sodass erste Schritte auf zwei Beinen direkt ermöglicht werden können.

Da der Stumpf sich gerade kurz nach der Amputation enorm verändert – ein Ereignis, das herkömmlicherweise einen neuen Schaft erfordert – kann der Confidence Schaft einfach immer wieder neu angeformt werden.

Neun Juroren kürten die Preisträger unter 270 vielfältigen Unternehmen aus der ganzen Welt.

Juror Darren Welch, Leiter für Politik in Großbritannien am DFID, präsentierte den Preis als “eine Lösung mit großem Potential, eine spürbare Wirkung für Menschen mit Behinderung zu erzielen, insbesondere in entlegenen Regionen, mit minimalem Abfallaufkommen und zu einem erschwinglichen Preis.” Amparo war das einzige deutsche Unternehmen, das bei der Feier am Donnerstagabend in London einen Preis erhielt.

Seit seiner Gründung im Jahr 2018 arbeitet Amparo mit über 100 orthopädischen Kliniken und Fachkräften auf der ganzen Welt zusammen und hat bereits das Leben von Hunderten amputierten Menschen verändert. Im Juli 2019 wird Amparo, zusammen mit dem Global Disability Innovation Hub, den nächsten Schritt machen auf ihrer Mission, allen Menschen Zugang zu modernen Prothesen zu ermöglichen: als Teil des globalen, mit 10 Millionen Euro ausgestatteten Programms AT 2030 bildet Amparo in den entlegensten Gegenden Kenias medizinische Fachkräfte aus und behandelt amputierte Menschen.

Geschäftsführer und Gründer Amparos, Lucas Paes de Melo: “Wir sind sehr stolz auf unsere bisherigen Errungenschaften, aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns. 90 % der weltweit amputierten Menschen haben keinen Zugang zu prothetischer Versorgung. Unsere Reise nach Kenia in diesem Jahr wird der erste große Schritt sein, um diese Statistik zu verbessern und diesen großartigen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben in vollen Zügen zu genießen.”

Quelle Amparo GmbH

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