Überprüfe, wie klein dein Fallschirm zum Leben sein muss

Paperlux hochwertige Papierprodukte

Wie ist die Idee zu Paperlux entstanden?
Die Idee ist nach der ersten Dotcom-Blase entstanden. Es gab nach diesem ersten digitalen Hype wieder den Wunsch nach haptischen Erlebnissen, nach etwas Wahrhaftigem sozusagen. Diesem Wunsch sind wir instinktiv gefolgt und haben so erste Kunden gewinnen können. Parallel haben wir 2006 ein eigenes, neues Veredelungsverfahren für Papier zur Patentreife gebracht. Die Papiergravur erlaubte es uns, Logos, Schriftzüge und Bilder in die Oberfläche von Papier zu gravieren, ohne die Rückseite zu verletzen. Die ersten Kunden für die Papiergravur kamen aus dem Luxus- und Premiumsegment.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die ersten Schritte haben wir damals aus der eigenen Tasche finanziert. Die größte Herausforderung war es die Gelder für das Patent und natürlich den laufenden Betrieb zu verdienen. Ein Balanceakt aus Jonglieren und dem Wissen, mit wie wenig Geld man auskommen kann um eine Idee wirklich voran zu treiben. 2006 haben wir uns dann entschieden einen Partner zu suchen um eine Weiterentwicklung von Paperlux zu sichern. Wichtig war uns, dass es keine reine Finanzierung ist, sondern eher jemand, der uns mit Geld und seinem Know-How im finanzorganisatorischen Bereich begleitet. Gefunden haben wir jemanden, der uns nach wie vor begleitet und uns Freiheit bei den unternehmerischen Entscheidungen lässt. Das ist eine der größten Herausforderungen, vor denen Start-Ups stehen: Den richtigen Partner zu finden!

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Ich denke: genau in die gewünschte Richtung, in genau der richtigen Größe und mit der gestalterischen Freiheit, die wir uns immer gewünscht haben. Wir sind mittlerweile 10 leidenschaftliche Menschen, die an internationalen Projekten für die größten Marken dieser Welt arbeiten. Wir haben uns einen kreativen Spielplatz mit einem Haus in Hamburger Schanzenviertel geschaffen, in dem wir Kreativ- und Werkstattfläche miteinander verschmolzen haben. Keine unserer Arbeiten entsteht auf dem Reißbrett oder nur digital, sondern ist ein Prozess, bei dem Handwerk und Ausprobieren die entscheidende Rolle spielt.

Wer ist die Zielgruppe von Paperlux?
Marken und Menschen, die eine Wertschätzung für haptische Dinge haben und in der Lage sind einen Vertrauensvorschuss zu leisten. Nur dies gibt uns die Möglichkeit solch feine Produkte aus Papier und anderen Materialien zu entwerfen und sie bis zur Fertigstellung zu begleiten.

Was für Papierprodukte fertig Sie an?
Wir fertigen keine Papierprodukte per se. Sondern: Wir konzipieren, gestalten und produzieren ganze Markenwelten. Dies kann ein Logo und Erscheinungsbild für eine Konsummarke sein, aber auch ein Kommunikationssystem für eine Veranstaltung, ein Messestand oder ein Vertriebstool für die exklusivsten Handtaschen dieser Welt.

Wo werden die Produkte gefertigt?
Wir fertigen unsere Produkte ausschließlich in Deutschland und mit Partnern, mit denen wir seit Jahren eng verbunden sind. Auch hier ist Vertrauen eine essentielle Voraussetzung der Zusammenarbeit.

Was ist das Besondere an den Produkten von Paperlux?
Die Liebe und die Leidenschaft für unsere Arbeit und das Einfühlungsvermögen für unsere Kunden, gepaart mit einem großem technischen Know-How um bestehende Grenzen weiter zu verschieben. Wichtig für uns ist es Dinge für Kunden zu entwickeln und zu entwerfen, die besser sind als das, was sie sich selbst vorstellen können!

Paperlux, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Jetzt zu sagen wohin uns der Weg führt wäre vermessen und entspricht nicht unserem Verständnis von instinktiver Unternehmensführung. Wir werden weiterhin mit großer Leidenschaft an feinen Designprojekten arbeiten, zusammen mit Menschen, die diese Leidenschaft teilen und Kunden, die uns das Vertrauen schenken genau dies zu tun.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Vertraue deinem Instinkt.
Keine Angst vor Fehlern.
Überprüfe, wie klein dein Fallschirm zum Leben sein muss.

 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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