Sonntag, Oktober 24, 2021

Wie besteigt man einen Berg? Schritt für Schritt!

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

DERMANOSTIC: Hautarzt per App bietet Patienten eine Diagnose ihrer Hautveränderung samt Therapieempfehlung an

Stellen Sie sich und das Startup DERMANOSTIC doch kurz unseren Lesern vor!

DERMANOSTIC – „Hautarzt per App“, wurde von uns vier Ärzten (Dr. Alice Martin, Dr. Ole Martin, Dr. Estefanía Lang, Patrick Lang) gegründet. Wir bieten Patienten mittels einer App eine Diagnose ihrer Hautveränderung samt Therapieempfehlung an – und dies innerhalb von 24 Stunden. Der Patient erhält einen Arztbrief, in dem die Erkrankung und Therapie erklärt wird. Zudem bietet das kostenfrei verfügbare Hautlexikon der App weitere Informationen zu den Hauterkrankungen. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben schon bereits 2018 neben dem Studium und Beruf zusammen erfolgreich eine e-Learning Plattform für Dermatologie (DERMA-TO-LOGIN) gegründet. Letztes Jahr wurden wir zu einem Ideenwettbewerb der Universität Düsseldorf eingeladen. Initial wollten wir unser erstes Unternehmen präsentieren, hatten jedoch schon länger die Idee zu DERMANOSTIC im Kopf und haben die Chance genutzt dies vorzustellen. 

Die Idee zu DERMANOSTIC entstand dadurch, dass wir (Alice und Estefanía) immer wieder Fotos von Freunden zugesendet bekamen, die auf die Schnelle um einen dermatologischen Rat baten. Dabei konnten wir feststellen, dass wir die Fälle zu 80% – 90% lösen konnten. Das wollten wir professionalisieren.

Welche Vision steckt hinter DERMANOSTIC?

Unsere Vision ist es, dass Patienten – egal wann und wo auf der Welt – einen schnellen Zugang zu einem Hautarzt erhalten. Wir möchten mit DERMANOSTIC die Art und Weise ändern, wie Patienten in Zukunft mit Ihrem Hautarzt kommunizieren. Dadurch können sowohl Ärzte als auch Patienten flexibel ihren Alltag planen und lange Wartezeiten entfallen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Durch die Corona-Krise wurde die Investorensuche erschwert, ein Investor zog seine Zusage kurzfristig zurück. Die Investoren-Pitches konnten wir per Videokonferenz durchführen. Der Notartermin erfolgte Ende April, wegen Covid19 einen Monat verspätet. Auch die Prüfung der App bei Google Play und dem Apple Store dauerte deutlich länger, sodass wir erst im April launchen konnten. Die Investment-Runde gilt als abgeschlossen. Der Firmenwert liegt bei 2 Millionen Euro. DERMANOSTIC wird aktuell von vier Business Angels unterstützt.

Wer ist die Zielgruppe von DERMANOSTIC?

Jeder Mensch entwickelt im Laufe seines Lebens Hautveränderungen, sodass unsere Zielgruppe jeden einschließt. Voraussetzungen sind ein Smartphone und unsere App. Insbesondere immobile Menschen, Backpacker im Ausland und vielbeschäftigte Unternehmer/innen profitieren von der Zeit- und Ortsunabhängigkeit. 

Wie funktioniert DERMANOSTIC? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere App leitet den Patienten durch die Online-Hautarzt-Praxis. Der Patient sendet drei Fotos und einen kurzen Fragebogen per App -anonym und verschlüsselt- an das Hautarztteam von DERMANOSTIC. Das Rezept (falls notwendig) erhält der Patient per Post oder an seine Wunschapotheke gesendet. Wir ermöglichen eine Behandlung innerhalb von 24h für 25€.

Als Alleinstellungsmerkmal bieten wir eine „Rundumbetreuung“. Das bedeutet, dass der Patient einen ausführlichen patientenfreundlichen Arztbrief mit Diagnose und Therapieempfehlung erhält und auch von unseren Ärzten (falls notwendig) persönlich kontaktiert wird.
Wir bieten zudem ein kostenfreies ausführliches Hautarztlexikon, das auch auf Spotify und iTunes verfügbar ist. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Unser geplanter Launch war etwa zeitgleich zu Beginn der Corona-Krise, dadurch entstanden die genannten Herausforderungen. Unser Service wurde deutlich besser angenommen als zuvor vermutet. Dies lag an den Umständen, dass viele Patienten sich nicht mehr getraut haben den Weg zum Hautarzt zu gehen. Telemedizinische Lösungen waren somit willkommen. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Während der Corona-Pandemie haben wir uns im Rahmen einer Testphase dazu entschieden, unseren Service für einen Zeitraum von 6 Wochen kostenlos anzubieten. Wir konnten seit Beginn über 1200 Patienten erfolgreich therapieren. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir gehen davon aus, dass Patienten als auch Ärzte durch die Corona-Krise der Telemedizin offener gegenüberstehen und den Mehrwert auch vor allem im Bereich der dermatologischen Versorgung erkennen.  

DERMANOSTIC wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Natürlich wollen wir stetig unsere Prozesse optimieren. Ziel ist es, in fünf Jahren nicht nur eine deutschlandweite, sondern europaweite Behandlung zu ermöglichen. Zudem möchten wir parallel eine AI (artificial intelligence) programmieren, die den Arzt bei der Diagnosestellung unterstützt. Die Digitalisierung wird jedoch einen Arzt nicht vollständig ersetzen, sondern ergänzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Unser Rat ist, gründet gemeinsam mit den Menschen, mit denen ihr eure Leidenschaft teilt. Dazu gehört auch ein intaktes Team, das ihr von eurer Idee begeistern könnt. Lasst euch nicht von Rückschlägen demotivieren, manchmal muss man kreativ sein und umdenken. Wichtig ist, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und sich auch über kleine Erfolge zu freuen.

Unser wichtigstes Motto lautet: Wie besteigt man einen Berg? Schritt für Schritt! 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dr. Alice Martin, Dr. Ole Martin, Dr. Estefanía Lang, Patrick Lang für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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